Gesund durch Essen
Ernährungsberatung und NAET-Behandlung von Allergien und Unverträglichkeiten
Dr. med. Peter Marko, 
Heinestrasse 26, CH-9008 St.Gallen 
Anmeldung T: 071 250 15 18 Fax: 071 250 15 19 E-mail: Peter.J.Marko@hin.ch


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Letzte redaktionelle Änderung 21.7.2004

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Schwangerschaft, Stillen, Abstillen und die Allergien

Die Mutter ernährt während der Schwangerschaft und der Stillzeit nicht nur sich aber auch das Kind. Es ist allgemein bekannt, dass die Ernährung während dieser Zeit genügend, ausgeglichen und besonders reichhaltig an Vitaminen, kalium-, magnesium-, kalzium- und eisenhaltigen Stoffen sein soll.

Weniger bekannt ist, dass die Ernährung der Mutter auch Einfluss auf die Allergien der Kinder hat. Wenn die Mutter einseitig grosse Mengen von demselben Lebensmittel zu sich nimmt, besteht die Gefahr, dass das Kind allergisch darauf wird. 

Z.B. in der USA leiden viele Menschen unter der gefährlichen Erdnussallergie, die in Europa (noch) äusserst selten vorkommt. Der Grund: in der USA ist die an und für sich gesunde Erdnussbutter sehr beliebt und verbreitet, die aber leicht Allergien hervorruft. Die Kinder der Mütter, die während der Schwangerschaft (grosse Mengen, ununterbrochen, fast jeden Tag, also nicht rotierend) Erdnussbutter konsumieren, leiden unter Erdnussallergie. Die Mütter nicht.*

Für die Entstehung der Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten kann der Hautkontakt  mit dem Stoff, der die Allergie oder Unverträglichkeit verursacht, entscheidend sein, was besonders für Säuglinge und Kleinkinder gilt. Nahrungsmittelallergien auf Erdnüsse entwickelten eher die Säuglinge, derer Haut mit Erdnusssalbe eingeschmiert wurde, als die, derer Mütter ihre Brustwarzen mit solchen Cremes gepflegt haben und welche sie „nur“ „mitgesaugt“ haben. Sehr empfindlich dafür ist die entzündlich veränderte Haut beim Ekzem. Man soll also Crèmes und Salben mit pflanzlichen Zusätzen wie Erdnüssen, Mandeln, Avocados und Aloe vera vorsichtig anwenden. Ähnliche Kreuzreaktionen können auch zwischen Lunge und Haut und umgekehrt entstehen. Patienten mit Allergien auf Fische und Meeresfrüchte berichten über stärkere Reaktionen bei Berührung  oder Einatmung als bei ihrem Verzehr.

Besonders gefährdet sind Kinder der Eltern mit Allergien. Das häufigste Lebensmittel, das die Allergien hervorruft ist die Kuhmilch, schon auch deswegen, weil die Kinder sehr früh mit Kuhmilch und Kuhmilchprodukten gefüttert werden. Man sollte lieber Kindernahrung mit anverdauten, die Allergien weniger verursachenden, sog. hydrolysierten Kuhmilchprodukten verwenden.

Für die Entstehung von Allergien und Unverträglichkeiten bei gestillten Kindern ist das Verhältnis von Omega-3 und Omega-6 ungesättigten Fettsäuren in der Muttermilch  wichtig.

Die Zeichen der Allergien sind verschieden. Das Kind kann Ausschlag, Milchschorf haben oder Schnupfen, häufige Ohrentzündungen und Infektionen mit Husten und erschwerter Atmung, Koliken, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung. Später können sich davon Ekzem, Asthma, Überaktivität, Unruhe und andere allergische Erkrankungen entwickeln.

Was kann die Mutter dagegen tun:

  • Sie ernährt sich während der Schwangerschaft und der Stillzeit abwechslungsreich, besonders achtet sie darauf, nicht zu viel und nicht dauernd Milch und Milchprodukte zu essen. Am besten, sie ernährt sich nach dem Rotationsprinzip.

  • Sie stillt möglichst solange, bis das Kind langsam auf die normale Kost übergehen kann (4-6 Monat).

  • Falls sie es nicht kann, verwendet sie allergiearme, sog. hypoallergene, anverdaute Produkte.

  • Das Kind wird auch abwechslungsreich, möglichst nach dem Rotationsprinzip ernährt.

  • Die kinesiologischen Methoden helfen nicht nur bei der Suche nach dem krankmachenden Lebensmittel bei Mutter und Kind, sondern sie können die krankhafte Reaktion auf die Reize (Trigger) verringen, bremsen, beseitigen. Beide Behandlungen, die kinesiologische NAET und die Rotation, ergänzen und unterstützen sich gegenseitig.

Manche Empfehlungen zum Abstillen:

  • Das Kind soll sich möglichst langsam, ob von der Brust oder von der Flasche abwöhnen. 

  • Die Ergänzungsernährung soll nicht vor dem 4. und nicht nach dem 6. Monat einsetzen**, bei allergiegefährdeten Säuglingen erst ab dem 7. Monat.

  • Die ergänzenden Lebensmittel sollen einfach sein und sie sollen stufenweise eingeführt werden. Die Breie sollten erst in Abstand von einer Woche, später in 3-4 Tagesschritten eingeführt und auf ihre Verträglichkeit hin geprüft werden.

Detaillierte Empfehlungen für Allergiker und Anleitungen mit Rezepten findet man im ausgezeichneten Buch von K. Buchart und Mitarbeiterinnen "Nahrungsmittelallergie. Ein Leitfaden für Betroffene". 

Es verlangt anfangs etwas mehr Konzentration und Anstrengung mit Einkaufen und Kochen, aber man hat dafür weniger Mühe mit den Krankheiten - die Kinder sind gesünder, auch als Erwachsene. Es lohnt sich, oder?

Unsere vielen anderen Seiten über die Bedeutung und Auswirkung von Lebensmittelallergien finden Sie in der "Ernährung" unter  "Lebensmittelintoleranzen".

* Long A: The nuts and bolts of peanut allergy. N Engl J Med 2002;346(17)1320.

** Zwei neue Arbeiten ("Timing of initial cereal exposure in infancy and risk of islet autoimmunity" und "Early infant feeding and risk of developing type 1 diabetes-associated autoantibodies")  über den Zusammenhang zwischen der Zeit der Einnahme von Getreideprodukten und Vorkommen von Zuckerkrankheit bestätigen es. 

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