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Letzte redaktionelle Änderung 3.1.10
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Ernährung und Immunologie der
Bewegung oder Sport und die Infektionsabwehr
Es ist gut bekannt, dass die Hochleistungssportler
trotz oder eben wegen ihrer sonst gesunden Lebensweise nicht nur für
Verletzungen, sondern auch für Infektionen sehr anfällig sind. Sie
haben häufig akute und chronische Infektionen der Luftwege, die üblichen
Infektionen verlaufen bei ihnen langwierig, kompliziert und
hinterlassen nicht selten Schäden. Hochleistungssportler leiden
auch übermässig unter anderen Krankheiten, die mit der Funktion
des Immunsystems zusammenhängen, wie Allergien, Asthma, gewisse
Hautkrankheiten und Muskelprobleme.

Üblicherweise wird dieser Zustand der extremen
Belastung und dem Stress der Wettbewerbe zugeschrieben. In der Tat,
sowohl akute Belastung, wie auch langdauerndes hartes Training schwächen
viele Funktionen des Immunsystems*. Man nimmt an, das die körperliche
Belastung, ähnlich anderen Einflüssen, z. B. auch des Alkohols auf
die Gesundheit, in der Form einer J-Kurve verläuft, d. h. wenn man
sich nur wenig bewegt, ist es nicht gut, körperliche Belastung im
normalen Rahmen stärkt das Abwehrsystem, aber je mehr man sich über
eine gewisse persönliche Grenze belastet, desto schwächer wird die
Infektionsabwehr.
Selbstverständlich fehlen die Bemühungen, durch
Ernährung diese negativen Einflüsse der übermässigen körperlichen
Belastung, wenn nicht zu verhindern, so mindestens zu vermindern,
nicht. Es wurden in dieser Hinsicht verschiedene Nahrungsmittel wie
Kohlenhydrate, Fette, Eiweisse, und wichtige Bestandteile der
Lebensmittel wie Vitamine, Mineralien und die Aminosäure
(Bestandteil der Eiweisse) Glutamin als Zusätze unter- und
versucht. Die Zusammenfassung der Ergebnisse*:
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Alle Sportler
brauchen genug Kalorien, um ihre Leistung mit Energie zu decken.
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Extreme Diäten mit
weniger als 20% Kohlenhydraten oder weniger als 20% Fetten sind
schädlich. Die optimale Zusammensetzung an Kohlenhydraten und
Fetten für die Ausübung der verschiedenen Sportarten ist
unterschiedlich und noch nicht klar.
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Bei
Leistungssportlern wird die Zusammensetzung der Blutfette
solange der Fettanteil an der
Kalorienmenge die 40% Grenze nicht überschreitet, nicht beeinträchtigt.
Die Fette werden bei der körperlichen Leistung verbrannt.
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Die Zusammensetzung
der Fette ist wichtig. Wie bei der Ernährung der
Durchschnittsbevölkerung soll der Anteil der tierischen
Fette tief gehalten werden. Die omega-3-mehrfachungesättigten
Fettsäuren aus Fischen und gewissen
Pflanzen bessern verschiedene, durch die Belastung
verminderten immunologischen Werte.
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Eine genügende
Einnahme von Fetten ist besonders für Frauen wichtig, die ihre
Regel dank der Sportausübung (und des Gewichtverlustes)
verloren haben.
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Bei
Ausdauersportlern bessert die Einnahme von Kohlenhydraten vor, während
und nach der langen und intensiven Belastung verschiedene
immunologische Werte. Ob dies auch die Immunabwehr stärkt und
die Anfälligkeit für Infektionen senkt, ist noch nicht klar.
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Während die
Einnahme von Eiweiss bei der
durchschnittlichen Bevölkerung 0,8-1,0 g/kg Körpergewicht
optimal ist, brauchen Ausdauersportler 1,2-1,6 g/kg KG, und
Widerstandsportler sogar 1,6-1,7 g/kg KG.
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Der Zusatz an
verschiedenen Aminosäuren (Bestandteile der Eiweisse) z. B.
Glutamin bessert die Immunabwehr bei ungenügend ernährten
Sportlern. Es ist nicht klar, ob es auch bei den richtig ernährten
der Fall ist.
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Die Versorgung mit Vitaminen
und Mineralstoffen ist bei
ausgewogener, normaler Kost mit frischem Fleisch, Gemüse und Früchten
auch bei Hochleistungssportlern genügend und den künstlichen
Zusätzen vorzuziehen. Bei einseitigen Diäten, Durchfall,
Medikamentengebrauch (z.B. harntreibenden Mitteln) und den unter
Sportlern nicht seltenen Essstörungen sind Kontrollen und
eventuelle Zusätze vor allem von Eisen
und Zink nötig.
Wir möchte noch auf einen anderen, bisher nicht
geachteten Einfluss der Ernährung der Sportler auf ihre Abwehrkräfte
aufmerksam machen. Die Sportler ernähren sich häufig sehr einseitig.
Sie vorziehen gewisse Speisen, Lebensmittel, Getränke, die sie fast
ununterbrochen, dauernd, nicht selten in grossen Mengen einnehmen,
vor. Erinnern wir uns an die Pastas und Reiswaffeln als beliebte
Kohlenhydratespender, Milch und
Milchprodukte, Orangen, Bananen, Energiegetränke. Es ist klar,
dass damit den Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Vorschub geleistet wird. Eine ihrer Folgen ist Störung des
Immunabwehrs. Wieso sollen die auch sonst eher anfälligen Sportler
darauf anders reagieren als die Nichtsportler - mit häufigen
Infektionen der oberen Luftwege, Allergien, Asthma, Haut- und
Verdauungsproblemen, Leistungseinbussen, Anfälligkeit für Muskel-
und Bindegewebestörungen und verzögerte Heilung.
Wenn man das Rotationsprinzips
bei der Ernährung berücksichtigt, meidet man diese Einseitigkeit
und ihre Folgen. Die Rotation garantiert eine gesunde, ausgewogene,
abwechslungsreiche Ernährung.
Die Nahrungsmittelunverträglichkeiten
und -allergien kann man auch mit NAET
feststellen, behandeln und dann die Therapie kontrollieren. Der
Erfolg wird durch die Rotation
beschleunigt und befestigt. Beide Behandlungen, die NAET
und die Rotation, ergänzen und unterstützen
sich gegenseitig.
* Nieman DC, Pedersen BK, eds.: Nutrition and exercise immunology.
CRC Press, Boca Raton 2000, ISBN 0-8493-0741-4.
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