Gesund durch Essen
Ernährungsberatung und NAET-Behandlung von Allergien und Unverträglichkeiten
Dr. med. Peter Marko, 
Heinestrasse 26, CH-9008 St.Gallen 
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Letzte redaktionelle Änderung 3.1.10

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Ernährung und Immunologie der Bewegung oder Sport und die Infektionsabwehr

 

Es ist gut bekannt, dass die Hochleistungssportler trotz oder eben wegen ihrer sonst gesunden Lebensweise nicht nur für Verletzungen, sondern auch für Infektionen sehr anfällig sind. Sie haben häufig akute und chronische Infektionen der Luftwege, die üblichen Infektionen verlaufen bei ihnen langwierig, kompliziert und hinterlassen nicht selten Schäden. Hochleistungssportler leiden auch übermässig unter anderen Krankheiten, die mit der Funktion des Immunsystems zusammenhängen, wie Allergien, Asthma, gewisse Hautkrankheiten und Muskelprobleme.

Üblicherweise wird dieser Zustand der extremen Belastung und dem Stress der Wettbewerbe zugeschrieben. In der Tat, sowohl akute Belastung, wie auch langdauerndes hartes Training schwächen viele Funktionen des Immunsystems*. Man nimmt an, das die körperliche Belastung, ähnlich anderen Einflüssen, z. B. auch des Alkohols auf die Gesundheit, in der Form einer J-Kurve verläuft, d. h. wenn man sich nur wenig bewegt, ist es nicht gut, körperliche Belastung im normalen Rahmen stärkt das Abwehrsystem, aber je mehr man sich über eine gewisse persönliche Grenze belastet, desto schwächer wird die Infektionsabwehr.

Selbstverständlich fehlen die Bemühungen, durch Ernährung diese negativen Einflüsse der übermässigen körperlichen Belastung, wenn nicht zu verhindern, so mindestens zu vermindern, nicht. Es wurden in dieser Hinsicht verschiedene Nahrungsmittel wie Kohlenhydrate, Fette, Eiweisse, und wichtige Bestandteile der Lebensmittel wie Vitamine, Mineralien und die Aminosäure (Bestandteil der Eiweisse) Glutamin als Zusätze unter- und versucht. Die Zusammenfassung der Ergebnisse*:

  1. Alle Sportler brauchen genug Kalorien, um ihre Leistung mit Energie zu decken.

  2. Extreme Diäten mit weniger als 20% Kohlenhydraten oder weniger als 20% Fetten sind schädlich. Die optimale Zusammensetzung an Kohlenhydraten und Fetten für die Ausübung der verschiedenen Sportarten ist unterschiedlich und noch nicht klar.

  3. Bei Leistungssportlern wird die Zusammensetzung der Blutfette solange der Fettanteil an der Kalorienmenge die 40% Grenze nicht überschreitet, nicht beeinträchtigt. Die Fette werden bei der körperlichen Leistung verbrannt.

  4. Die Zusammensetzung der Fette ist wichtig. Wie bei der Ernährung der Durchschnittsbevölkerung soll der Anteil der tierischen Fette tief gehalten werden. Die omega-3-mehrfachungesättigten Fettsäuren aus Fischen und gewissen Pflanzen bessern verschiedene, durch die Belastung verminderten immunologischen Werte.

  5. Eine genügende Einnahme von Fetten ist besonders für Frauen wichtig, die ihre Regel dank der Sportausübung (und des Gewichtverlustes) verloren haben.

  6. Bei Ausdauersportlern bessert die Einnahme von Kohlenhydraten vor, während und nach der langen und intensiven Belastung verschiedene immunologische Werte. Ob dies auch die Immunabwehr stärkt und die Anfälligkeit für Infektionen senkt, ist noch nicht klar.

  7. Während die Einnahme von Eiweiss bei der durchschnittlichen Bevölkerung 0,8-1,0 g/kg Körpergewicht optimal ist, brauchen Ausdauersportler 1,2-1,6 g/kg KG, und Widerstandsportler sogar 1,6-1,7 g/kg KG.

  8. Der Zusatz an verschiedenen Aminosäuren (Bestandteile der Eiweisse) z. B. Glutamin bessert die Immunabwehr bei ungenügend ernährten Sportlern. Es ist nicht klar, ob es auch bei den richtig ernährten der Fall ist.

  9. Die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen ist bei ausgewogener, normaler Kost mit frischem Fleisch, Gemüse und Früchten auch bei Hochleistungssportlern genügend und den künstlichen Zusätzen vorzuziehen. Bei einseitigen Diäten, Durchfall, Medikamentengebrauch (z.B. harntreibenden Mitteln) und den unter Sportlern nicht seltenen Essstörungen sind Kontrollen und eventuelle Zusätze vor allem von Eisen und Zink nötig.

Wir möchte noch auf einen anderen, bisher nicht geachteten Einfluss der Ernährung der Sportler auf ihre Abwehrkräfte aufmerksam machen. Die Sportler ernähren sich häufig sehr einseitig. Sie vorziehen gewisse Speisen, Lebensmittel, Getränke, die sie fast ununterbrochen, dauernd, nicht selten in grossen Mengen einnehmen, vor. Erinnern wir uns an die Pastas und Reiswaffeln als beliebte Kohlenhydratespender, Milch und Milchprodukte, Orangen, Bananen, Energiegetränke. Es ist klar, dass damit den Nahrungsmittelunverträglichkeiten Vorschub geleistet wird. Eine ihrer Folgen ist Störung des Immunabwehrs. Wieso sollen die auch sonst eher anfälligen Sportler darauf anders reagieren als die Nichtsportler - mit häufigen Infektionen der oberen Luftwege, Allergien, Asthma, Haut- und Verdauungsproblemen, Leistungseinbussen, Anfälligkeit für Muskel- und Bindegewebestörungen und verzögerte Heilung.

Wenn man das Rotationsprinzips bei der Ernährung berücksichtigt, meidet man diese Einseitigkeit und ihre Folgen. Die Rotation garantiert eine gesunde, ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung.

Die Nahrungsmittelunverträglichkeiten und -allergien kann man auch mit NAET feststellen, behandeln und dann die Therapie kontrollieren. Der Erfolg wird durch die Rotation beschleunigt und befestigt. Beide Behandlungen, die NAET und die Rotation, ergänzen und unterstützen sich gegenseitig.

* Nieman DC, Pedersen BK, eds.: Nutrition and exercise immunology. CRC Press, Boca Raton 2000, ISBN 0-8493-0741-4.

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