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Letzte redaktionelle Änderung 5.8.09
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ganze Homepage können Sie hier nach Worten
und Begriffen durchsuchen.
Phosphor in der Ernährung*
Phosphor erfüllte vom Beginn des Lebens mehrere
wichtige Aufgaben:
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Die Phosphorsäure
bildet das Gerüst der Nukleinsäuren, die die Erbübertragung
gewährleisten und die Eigenschaften der Zellen und Organismen
bestimmen.
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Der Phosphor ist u.
a. Bestandteil der Hülle, der Kruste und des Knorpel- und
Knochengerüstes der Lebewesen.
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Die Verbindung
zwischen zwei Phosphorsäuren, sogenannte Pyrophosphat-Bindung
enthält die Energie, die fast alle Lebewesen brauchen. So wie
die Dampflok mit dem Druck des Dampfes, die Diesellok mit dem
Druck des verbrannten Dieselbenzins und die Elektrolok mit der
elektromagnetischen Energie, so "laufen" wir mit der
Pyrophosphatbindung. Diese Bindung verbrauchen wir sowohl in
unseren Muskeln bei Bewegungen, wie im Hirn beim Denken, bei der
Aufnahme und Umwandlung der Stoffe, wie auch zur Ausscheidung
von Speichel, Säften, Urin und Stuhl.
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Da die Phoshporsäure Salze mit verschiedenen
Säurestärken bilden kann, beteiligen sich Phosphorsalze am
Bestehen des wichtigen Gleichgewichts des Säure-Basen-Haushaltes.
Da der Phosphor in allen Lebewesen, auch in
Bakterien, Algen und Pflanzen vorhanden ist, leiden wir nie unter
Mangel dieses mengen- und bedeutungsmässig wichtigen Elementes.
Sogar die Veganer, die keine Lebensmittel mit hohem Phosphorgehalt
zu sich nehmen, kennen keinen Phosphatmangel. Die Niere scheidet
dann weniger Phosphat aus. Die einzige Ausnahme sind Leute mit einer
seltenen, angeborenen Störung, des sogenannten Phosphatdiabetes,
bei dem die Niere übermässig Phosphat verliert, was der Schweizer
Kinderarzt, Prof. Fanconi in Zürich, in den 50-ger Jahren des
vorigen (20.) Jahrhunderts entdeckte.
Unsere Speisen enthalten Phosphat in zwei Formen,
organisch gebunden und als anorganische Salze. Das organisch
gebundene Phosphat wird durch verschiedene physikalische und
chemische Prozesse in die anorganischen Salze verwandelt. Das
geschieht z. B. schon wenn man die Milch erwärmt, oder das Fleisch
stehen lässt oder einfriert. Die Phosphorsalze werden einerseits
besser in das Blut überführt, resorbiert, als die organischen
Verbindungen, andererseits bilden sie im Darm mit Kalzium und
Magnesium nicht lösliche und nichtresorbierbare Salze. Damit
vermindern sie das Angebot an Kalzium und Magnesium (und auch Eisen,
Zink!) für den Körper und auch auf diese
Weise tragen sie zur Verarmung der Knochenmasse,
zur Entstehung der Osteoporose, bei.
Unter der ursprünglichen Ernährung, mit der sich
die Menschheit tausende von Jahren ernährte, kam es nur bei überernährten
Menschen, von denen es nicht allzu viele gab, zum Phosphorüberschuss.
Der Stoffwechsel reagiert darauf sofort. Ein Hormon, sog.
Parathormon, wird in den Nebenschilddrüsen vermehrt produziert und
der überschüssige Phosphor wird in den Nieren ausgeschieden. Diese
Ausscheidung ist aus für uns auf ersten Blick nicht gut
ersichtlichen Gründen durch vermehrte Freisetzung von Kalzium aus
den Knochen und dessen Ausscheidung
in den Nieren begleitet. Sie ist desto grösser, je weniger Kalium
im Blut vorhanden ist. Offensichtlich herrschte während der
Entwicklung der Menschheit selten und nur kurzfristig Phosphorüberschuss,
und es gab immer genug Kalzium und Kalium.
Dies hat sich in den letzten Jahren in den
wohlhabenden und wohlernährten Industrieländern wesentlich geändert.
Wir essen sehr viele hochphosphathaltige Lebensmittel wie Fleisch,
Milchprodukte und Getreide und wenig von den phosphatarmen und
kaliumreichen Gemüsen, Salaten und Obst. Unsere Nahrungsmittelindustrie
setzt Phosphorsalze (noch ungehindert) den Produkten zu. Der Anteil
der künstlichen Zusätze kann mehr als ein Viertel des schon übermässigen
Phosphorangebots ausmachen (der täglicher Bedarf eines 70 kg
schweren Menschen ist ca. 1,5 g Phopshat (davon die Hälfte löslich),
wir konsumieren oft mehr als doppelte!).
Das Phosphat im Blut steigt durch den Konsum von Kochsalz.
Das Kochsalz beschleunigt sowohl die Aufnahme des Phosphats aus dem
Darm wie auch den Übergang aus dem Nierenfiltrat (primären Urin)
zurück ins Blut. Gegenwärtig konsumieren wir 5-10 Mal mehr Kochsalz
als noch vor 200 Jahren und auch so erhöhen und halten wir die schädliche
Menge von Phosphat im Körper.
Welche Folgen hat der hohe
Phosphatkonsum?
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Wegen der
verminderten Aufnahme und der vermehrten Ausscheidung von
Kalzium die bereits besprochene Knochenschwäche.
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Veänderung des Säure-Basen-Haushaltes
mit allen ihren Folgen.
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Es gibt
Anhaltspunkte, dass der hohe Phosphatkonsum zur Unruhe und Überaktivität
der Kinder führt**.
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In diesem
Zusammenhang ist erwähnenswert, dass als Therapie (-unterstützung)
für Epilepsie die sog. ketogene Diät empfohlen wird +.
Es ist eine Art von fettreicher, kohlenhydrat- und protein- und
somit auch phosphatarmer Ernährung (Prinzipien s. unten). Es
ist nicht klar, was dabei wirkt, die Ketogenität oder die
Phosphatarmut, vielleicht beide.
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Phosphor spielt eine Rolle bei der Entstehung
von Prostata-, wahrscheinlich auch
anderer Krebse
Was können wir dagegen tun?
Wir sollten möglichst folgendes essen:
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Wenig
phosphatreiche Lebensmittel wie Fleisch und Milchprodukte***.
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Wenig
Fertigprodukte mit phosphorhaltigen Zusatzstoffen. Coca-Cola und
manche andere künstliche Getränke enthalten auch viel Phsphat.
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Viel
phosphatarme basische Lebensmittel
wie Obst und Gemüse.
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Lebensmittel möglichst
in frischem Zustand, nicht mehrmals gefroren, aufgetaut und
gekocht.
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Speisen mit wenig Kochsalz.
Unsere basisch-betonte
Rotationsernährung ist phospatarm.
* Auf Anregung und mit Hilfe von Dipl. Ing. ETH A. Massarotti,
Alt Kantonschemiker TI, CH-6577 Ranzo.
** Nähere Angaben und Informationen: ELPOS, Zentralschwiez,
Postfach 6000 Luzern 15; AEV, Arbeitsgruppe Ernährung und
Verhalten, 8062 Zürich;
*** Kuhmilch enthält mehr als doppelt so viel Phosphor wie
Muttermilch. Man sollte die Säuglinge stillen, wenn es nicht möglich
ist, phosphatarme Ersatzernährung verwenden.
+ Am , 6. 2003 berichtete Medical Tribune (der
Autor ist kein hinterwäldlerischer Komplementärmediziner sonder
Dozent der Münchner Universität Dr. med. !) erneut über diese vor
der Ära der vielen Medikamente häufig angewandte Therapie. Sie
hilft die Medikamente spärlicher einzusetzen oder sogar
wegzulassen. Vor allem bei therapieresistenter Epilepsie kann man
sie versuchen.
Unser Rotationsschema und Rezepte können dabei helfen. Ob mit oder
ohne ist bei dieser Diät eine fachliche Beratung und Begleitung,
die Sie auch bei uns beanspruchen können, unabdingbar.
Falls
Sie uns wieder besuchen möchten
(was uns unheimlich freuen würde)
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