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Letzte redaktionelle Änderung 14.9.04
Unsere
ganze Homepage können Sie hier nach Worten
und Begriffen durchsuchen.
Honig, Konfitüre (Marmelade)
und Essig - warum nur wenig und nicht stetig?
Dieses Trio ist sehr beliebt und hat
einen ausgezeichneten Ruf als besonders gesundheitsfördernde
Nahrungsmittel. Es gibt sogar (Apfel- und andere) Essigkuren für
Abmagerung und gegen verschiedene Beschwerden. Viele Patienten und
Besucher unserer Homepage sind deswegen überrascht, vor dem Kopf
gestossen, dass wir von übermässigem, dauerhaftem Konsum auch
dieser „urgesunden“ Lebensmittel ab- und zu Rotation
raten. Die Gründe:

Honig ist der Oldtimer dieser drei
Nahrungsmittel. Ob alte Aegypter, Kelten, Römer – alle kannten
und liebten Honig. Er wurde, ähnlich dem heutigen Messwein auch zu
Kultzwecken und als Heilmittel gegen Infektionen und andere
Krankheiten sowohl örtlich benützt wie eingenommen. Er war eher
ein Genuss- als ein Lebensmittel und auch das nur für die Herrscher
und reichen Leute. Als Süssstoff bekamen sie ihn bei Festen und
anderen besonderen Gelegenheiten. Die unteren Schichten lebten so
gut wie ohne Honig.

Wieso war Honig so rar und wertvoll? Da die alten Völker keine
Zucker kannten, konnten Sie nicht wie die heutigen Imker die Bienen
mit Zucker zufuttern und so waren sie auf die natürliche, beschränkte
Honigproduktion angewiesen, auch wenn sie schon Bienen züchteten.

Konfitüre (Marmelade, Jam) ist der Jüngling
des Trios und stammt erst aus der Zeit als genug Zucker vorhanden
war. Da man in unseren Breiten nur gewisse Sorten von Äpfel höchstens
bis März überwintern konnte, konservierten unsere Grossmütter und
Urgrossmütter verschiedene Sorten von Obst durch Beigabe von Zucker
und Aufkochen unter wenig Luft. So entsteht eine Masse die dem Obst
ähnlich, sogar noch süsser schmeckt. Sie enthält viele, aber
nicht alle Stoffe aus der Obstsorte, da diese teilweise durch das
Aufkochen zerstört wurden.

Die Konfitüre freut sich besonderer Beliebtheit
aus zwei Gründen: Sie schmeckt vorzüglich und erinnert
uns an die Kindheit und die liebevolle Mutter und Grossmutter,
die sie zubereitet hatten.

Essig war auch alten Völkern
mindestens so lange wie alkoholische Getränke bekannt, da er aus süssen
Lebensmitteln, vor allem Obst, bei genug Luft gärt. Er wurde vor
allem als Konservierungsmittel und zur Geschmacksänderung, aber
auch zu kultischen Zwecken und ähnlich dem Honig als
Heilmittel benützt, was dafür spricht, dass er besonders wertvoll
und nicht im Übermass vorhanden war. Je nach dem Ausgangsmaterial
gibt es Obst- oder Weinessig. Solche „Naturessige“ enthalten
Stoffe in ihrer Ursprungsform soweit sie nicht gegoren wurden.
Sie gehören trotz des sauren Geschmacks zu den basenbildenden
Nahrungsmitteln, da sie die Basen der ursprünglichen Lebensmittel
enthalten und die Essigsäure zu Wasser und Kohlendioxyd abgebaut
wird. Anders ist es mit dem industriell aus Alkohol produzierten
Essig, man nennt ihn auch Essigessenz. Er enthält fast nur die
Essigsäure, ist säurebildend und liefert
reine Kalorien.
Die Vorteile von Honig, Konfitüre
und Essig als Nahrungsmittel:
Sie
-
schmecken vorzüglich
und verbessern den Geschmack der Nahrungsmittel und Speisen
-
enthalten viele für
den Körper notwendige Stoffe*, was in den Zeiten als wichtige
Lebensmittel nur saisonal vorhanden waren und man sie nicht
aufbewahren konnte, sehr wichtig war
-
sind basenbildend (ausser
Essigessenz, s.o.)
Ihre Nachteile:
Sie
-
schmecken vorzüglich
und verbessern den Geschmack der Nahrungsmittel und Speisen. Der
süsse Geschmack von Honig und Marmelade steigert zusätzlich
noch den Appetit. Die Zeiten haben sich jedoch geändert und wir
sollen nicht mehr essen als nötig.
-
sind als Ersatz für
frische Lebensmittel nicht mehr nötig, da wir dank neuen
Technologien das ganze Jahr über Obst, Salat, Gemüse geniessen
können.
-
sind z. Zt. bei uns
in Überfluss dauernd vorhanden. Während noch vor 100 Jahren
sog. „Café complet“ (Kaffee, Zopf oder weisses Brot, Konfitüre
und/oder Honig) auch bei reichen Leuten nur am Sonntag als Frühstück
serviert wurden, gehört es heutzutage bei vielen Leuten nicht
nur zum täglichen Frühstück, sondern bei vielen auch zum
Abendessen. Damit gehören Honig und Konfitüre zu
Nahrungsmittel, die wir dauernd, ununterbrochen, sogar in grösseren
Menge zu uns nehmen. Essig gehört zu Standardsausse der Salate.
-
sind somit häufig
Auslöser von Unverträglichkeiten
und Allergien. Viele Leute beschuldigen den Salat oder
das Kohlgemüse als Grund für ihre Blähungen,
aber der Essig im der Salatsauce ist der Übeltäter**.
-
Leute mit
Pollenallergie reagieren nicht selten auch auf Honig. Diese Kreuzreaktion
verschlimmert nicht nur die Pollenallergie, sondern auch andere
Beschwerden, wie Verdauungsstörungen, Hautauschläge,
Kopfschmerzen, usw.
-
Bei der Produktion von Essig durch Hefe
entstehen in kleinen Mengen auch andere Stoffe, die das Wachstum
anderer Hefen, z.b. Kandida unterstützen.
Manche, wie z. B. Acetaldehyd, belasten den Körper. Leute, die
gerne und viel Süssigkeiten essen, haben oft zu starkes
Wachstum von Kandida in Darm. Sie
sollten Gärungsprodukte, wie Essig und Alkohol, aber auch
Joghurt meiden.
Wie oft sich Honig, Konfitüre und Essig an den
Beschwerden bei Reizdarm beteiligen,
erfahren Sie hier. Es ist ein Beispiel für andere mögliche Belastungen.
Was können wir tun?
Honig, Konfitüre und Essig als eine Delikatesse
in ursprünglicher Art, d.h. nicht jeden Tag, sondern mit Unterbrüchen
geniessen – auch mit ihnen rotieren.
Aus der Praxis kennen wir dann die folgende häufigste Frage: „Wie
sollen wir dann Salat essen, mit welcher Sausse?“ Salate schmecken
vorzüglich nur mit einem aromatischen kaltgepressten Öl und
eventuell dazu Kräutern. Man spürt dann nicht nur den guten
Geschmack des Salats und des Öls, aber ist auch nicht verführt die
Restsause (die den Geschmack des Salats überragt) mit Brot
aufzuessen, was die Kalorien der Mahlzeit unnötig erhöht. Es gibt
eine Unzahl von verschiedenen guten Ölen (Oliven-Walnuus-,
Haselnuss-, Distel-, Kürbisöl, usw. s. unseres Rotationsschema),
mit denen man, wie auch mit den Kräutern, sowie Salatsorten
wiederum rotieren sollte.
Ähnlich können wir mit Honig und Konfitüre
umgehen und ihren Genuss auf 1-2 Tage pro Woche verteilen
(Sonntagsfrühstück?). Man freut sich dann besonders auf den Tag.
Was soll man an den restlichen Tagen frühstücken? Abwechselnd (rotierend)
verschiedene Flocken mit verschiedenen Sorten von Obst und Nüssen.
Unsere Rotationsschema und Rezepte können
Ihnen sowohl bei der Auswahl wie bei der Zusammenstellung der
Mahlzeiten helfen. Selbstverständlich trifft es auch die oben
erwerwähnten Salate, Öle und Kräuter.
Überlegen, entscheiden und versuchen Sie es! Sie
werden sowohl über Geschmack wie
Auswirkungen auf das Gewicht und die Beschwerden
angenehm überrascht sein.
Falls Sie merken, dass Ihnen Honig, Konfitüre
oder Essig nicht gut tun (Sie bekommen gewisse Beschwerden an oder
nach den Tagen, auf den Sie sie konsumieren) können Sie sie für
eine gewisse Zeit auslassen und
anschliessend rotieren oder sich kinesiologisch
behandeln lassen. Dies gilt auch für Kaffee
und Tee, wie auch für andere Lebensmittel.
* In Konfitüre werden durch die Verarbeitung fast alle Vitamine
verloren
** Honig verursacht relativ selten
Beschwerden bei Reizdarm. Die Zahlen für Konfitüre findet man
leider nicht, aber entsprechen ungefähr denen für Obst und Zucker.
Ähnlich sind die Zahlen für Essig mindestens denen von Alkohol
ebenbürtig.
Falls
Sie uns wieder besuchen möchten
(was uns unheimlich freuen würde)
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