Gesund durch Essen
Ernährungsberatung und NAET-Behandlung von Allergien und Unverträglichkeiten
Dr. med. Peter Marko, 
Heinestrasse 26, CH-9008 St.Gallen 
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Letzte redaktionelle Änderung 14.9.04

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Honig, Konfitüre (Marmelade) und Essig - warum nur wenig und nicht stetig?

 

Dieses Trio ist sehr beliebt und hat einen ausgezeichneten Ruf als besonders gesundheitsfördernde Nahrungsmittel. Es gibt sogar (Apfel- und andere) Essigkuren für Abmagerung und gegen verschiedene Beschwerden. Viele Patienten und Besucher unserer Homepage sind deswegen überrascht, vor dem Kopf gestossen, dass wir von übermässigem, dauerhaftem Konsum auch dieser „urgesunden“ Lebensmittel ab- und zu Rotation raten. Die Gründe: 

Honig ist der Oldtimer dieser drei Nahrungsmittel. Ob alte Aegypter, Kelten, Römer – alle kannten und liebten Honig. Er wurde, ähnlich dem heutigen Messwein auch zu Kultzwecken und als Heilmittel gegen Infektionen und andere Krankheiten sowohl örtlich benützt wie eingenommen. Er war eher ein Genuss- als ein Lebensmittel und auch das nur für die Herrscher und reichen Leute. Als Süssstoff bekamen sie ihn bei Festen und anderen besonderen Gelegenheiten. Die unteren Schichten lebten so gut wie ohne Honig. 

Wieso war Honig so rar und wertvoll? Da die alten Völker keine Zucker kannten, konnten Sie nicht wie die heutigen Imker die Bienen mit Zucker zufuttern und so waren sie auf die natürliche, beschränkte Honigproduktion angewiesen, auch wenn sie schon Bienen züchteten. 

Konfitüre (Marmelade, Jam) ist der Jüngling des Trios und stammt erst aus der Zeit als genug Zucker vorhanden war. Da man in unseren Breiten nur gewisse Sorten von Äpfel höchstens bis März überwintern konnte, konservierten unsere Grossmütter und Urgrossmütter verschiedene Sorten von Obst durch Beigabe von Zucker und Aufkochen unter wenig Luft. So entsteht eine Masse die dem Obst ähnlich, sogar noch süsser schmeckt. Sie enthält viele, aber nicht alle Stoffe aus der Obstsorte, da diese teilweise durch das Aufkochen zerstört wurden. 

Die Konfitüre freut sich besonderer Beliebtheit aus zwei Gründen: Sie schmeckt vorzüglich und erinnert uns an die Kindheit und die liebevolle Mutter und Grossmutter, die sie zubereitet hatten. 

Essig  war auch alten Völkern mindestens so lange wie alkoholische Getränke bekannt, da er aus süssen Lebensmitteln, vor allem Obst, bei genug Luft gärt. Er wurde vor allem als Konservierungsmittel und zur Geschmacksänderung, aber auch zu kultischen Zwecken  und ähnlich dem Honig als Heilmittel benützt, was dafür spricht, dass er besonders wertvoll und nicht im Übermass vorhanden war. Je nach dem Ausgangsmaterial gibt es Obst- oder Weinessig. Solche „Naturessige“ enthalten Stoffe in ihrer Ursprungsform  soweit sie nicht gegoren wurden. Sie gehören trotz des sauren Geschmacks zu den basenbildenden Nahrungsmitteln, da sie die Basen der ursprünglichen Lebensmittel enthalten und die Essigsäure zu Wasser und Kohlendioxyd abgebaut wird. Anders ist es mit dem industriell aus Alkohol produzierten Essig, man nennt ihn auch Essigessenz. Er enthält fast nur die Essigsäure, ist säurebildend und liefert reine Kalorien.

Die Vorteile von Honig, Konfitüre und Essig als Nahrungsmittel:

 Sie

  • schmecken vorzüglich und verbessern den Geschmack der Nahrungsmittel und Speisen

  • enthalten viele für den Körper notwendige Stoffe*, was in den Zeiten als wichtige Lebensmittel nur saisonal vorhanden waren und man sie nicht aufbewahren konnte, sehr wichtig war

  • sind basenbildend (ausser Essigessenz, s.o.)

Ihre Nachteile: 

Sie

  • schmecken vorzüglich und verbessern den Geschmack der Nahrungsmittel und Speisen. Der süsse Geschmack von Honig und Marmelade steigert zusätzlich noch den Appetit. Die Zeiten haben sich jedoch geändert und wir sollen nicht mehr essen als nötig.

  • sind als Ersatz für frische Lebensmittel nicht mehr nötig, da wir dank neuen Technologien das ganze Jahr über Obst, Salat, Gemüse geniessen können.

  • sind z. Zt. bei uns in Überfluss dauernd vorhanden. Während noch vor 100 Jahren sog. „Café complet“ (Kaffee, Zopf oder weisses Brot, Konfitüre und/oder Honig) auch bei reichen Leuten nur am Sonntag als Frühstück serviert wurden, gehört es heutzutage bei vielen Leuten nicht nur zum täglichen Frühstück, sondern bei vielen auch zum Abendessen. Damit gehören Honig und Konfitüre zu Nahrungsmittel, die wir dauernd, ununterbrochen, sogar in grösseren Menge zu uns nehmen. Essig gehört zu Standardsausse der Salate.

  • sind somit häufig Auslöser von Unverträglichkeiten und Allergien. Viele Leute beschuldigen den Salat oder das Kohlgemüse als Grund für ihre Blähungen, aber der Essig im der Salatsauce ist der Übeltäter**.

  • Leute mit Pollenallergie reagieren nicht selten auch auf Honig. Diese Kreuzreaktion verschlimmert nicht nur die Pollenallergie, sondern auch andere Beschwerden, wie Verdauungsstörungen, Hautauschläge, Kopfschmerzen, usw.

  • Bei der Produktion von Essig durch Hefe entstehen in kleinen Mengen auch andere Stoffe, die das Wachstum anderer Hefen, z.b. Kandida unterstützen. Manche, wie z. B. Acetaldehyd, belasten den Körper. Leute, die gerne und viel Süssigkeiten essen, haben oft zu starkes Wachstum von Kandida in Darm. Sie sollten Gärungsprodukte, wie Essig und Alkohol, aber auch Joghurt meiden.

Wie oft sich Honig, Konfitüre und Essig an den Beschwerden bei Reizdarm beteiligen, erfahren Sie hier. Es ist ein Beispiel für andere mögliche Belastungen. 

Was können wir tun? 

Honig, Konfitüre und Essig als eine Delikatesse in ursprünglicher Art, d.h. nicht jeden Tag, sondern mit Unterbrüchen geniessen – auch mit ihnen rotieren. Aus der Praxis kennen wir dann die folgende häufigste Frage: „Wie sollen wir dann Salat essen, mit welcher Sausse?“ Salate schmecken vorzüglich nur mit einem aromatischen kaltgepressten Öl  und eventuell dazu Kräutern. Man spürt dann nicht nur den guten Geschmack des Salats und des Öls, aber ist auch nicht verführt die Restsause (die den Geschmack des Salats überragt) mit Brot aufzuessen, was die Kalorien der Mahlzeit unnötig erhöht. Es gibt eine Unzahl von verschiedenen guten Ölen (Oliven-Walnuus-, Haselnuss-, Distel-, Kürbisöl, usw. s. unseres Rotationsschema), mit denen man, wie auch mit den Kräutern, sowie Salatsorten wiederum rotieren sollte.

 Ähnlich können wir mit Honig und Konfitüre umgehen und ihren Genuss auf 1-2 Tage pro Woche verteilen (Sonntagsfrühstück?). Man freut sich dann besonders auf den Tag. Was soll man an den restlichen Tagen frühstücken? Abwechselnd (rotierend) verschiedene Flocken mit verschiedenen Sorten von Obst und Nüssen. Unsere Rotationsschema und Rezepte können Ihnen sowohl bei der Auswahl wie bei der Zusammenstellung der Mahlzeiten helfen. Selbstverständlich trifft es auch die oben erwerwähnten Salate, Öle und Kräuter. 

Überlegen, entscheiden und versuchen Sie es! Sie werden sowohl über Geschmack wie Auswirkungen auf das Gewicht und die Beschwerden angenehm überrascht sein. 

Falls Sie merken, dass Ihnen Honig, Konfitüre oder Essig nicht gut tun (Sie bekommen gewisse Beschwerden an oder nach den Tagen, auf den Sie sie konsumieren) können Sie sie für eine gewisse Zeit auslassen und anschliessend rotieren oder sich kinesiologisch behandeln lassen. Dies gilt auch für Kaffee und Tee, wie auch für andere Lebensmittel. 

* In Konfitüre werden durch die Verarbeitung fast alle Vitamine verloren 

** Honig verursacht relativ selten Beschwerden bei Reizdarm. Die Zahlen für Konfitüre findet man leider nicht, aber entsprechen ungefähr denen für Obst und Zucker. Ähnlich sind die Zahlen für Essig mindestens denen von Alkohol ebenbürtig. 

Falls Sie uns wieder besuchen möchten
(was uns unheimlich freuen würde)

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