Gesund durch Essen
Ernährungsberatung und NAET-Behandlung von Allergien und Unverträglichkeiten
Dr. med. Peter Marko, 
Heinestrasse 26, CH-9008 St.Gallen 
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Letzte redaktionelle Änderung 9.2.04

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(Alzheimer) Altersdemenz und Ernährung

 

 Bei der Entwicklung der Demenz spielen die Umwelt, die Umgebung, der Lebensstil eine wesentlich grössere Rolle als die Vererbung. Nigerianer, die in der USA leben, leiden viermal häufiger unter Demenz als in ihrem Ursprungsland und Japaner, die nach Hawai ausgewandert sind, doppelt so oft als die in Japan gebliebenen (selbstverständlich auf das Alter bezogen). Viele andere Befunde weisen in diese Richtung hin. Die Ernährung ist (nebst Bewegung, die wie die Ernährung auch den Bau des Körpers und dessen Stoffwechsel beeinflusst) der Hauptfaktor dabei.

Links oben ein zusammengeschrupftes Hirn eines Alzheimer-Krankes, links unten eines gleichaltriges Gesunden. In der Mitte Querschnitt eines gesunden, rechts aussen eines gleichaltrigen alzheimerkranken Hirnes.

Die Entwicklung der Demenz hängt vor allem mit dem erhöhten Konsum von Kalorien und Fetten sowie von der verminderten Einnahme von Omega-3-Fettsäuren. Das entspricht unserer "Wohlstandsernährung", die fleisch-, käse- und einfachzuckerrreich ist. Diese Faktoren wirken direkt und indirekt..

Die direkten Auswirkungen:

1. Es entsteht eine dauernde, stoffwechselbedingte Übersäuerung des Organismus, die

1.1. zu einer erhöhten Einnahme von gewissen schädlichen Metallen wie Eisen, Aluminium und Quecksilber und

1.2 einer verminderten Aufnahme aus dem Darm und vermehrten Ausscheidung durch die Niere von nützlichen basischen Stoffen wie Kalium, Magnesium und Calcium führen.

2. Gewisse Fette (Low-Density-Lipoproteine, LDL) sind im Blut erhöht, die die Gefässwände und das Gewebe schädigen.

3. Dies alles erhöht den sog. oxidativen Stress, einfach gesagt das "Rosten" des Organismus, das sich an der Entwicklung sowohl der Alzheimer-, wie auch der zweithäufigsten gefässbedingten (vaskulären) Demenz wesentlich beteiligt. Es gibt Hinweise darauf, dass ohne einer Beteiligung der geschädigten Gefässe keine Alzheimer Demenz entstehen kann.

4. Es entsteht vermehrt eine Aminosäure, das Homocystein, das den oxidativen Stress erhöht und die Gefässe auch auf andere Weise schädigt.

5. Die Omega-3-Fettsäuren hemmen den oxidativen Stress. Sie sind in Fischen vorhanden. Grüne pflanzliche Lebensmittel (Salat, Grüngemüse, Grass bei Tieren) begünstigen ihre Entstehung und vermindern ihren Bedarf.

Wenn man sich kalorienreich, fettreich ernährt, isst man automatisch weniger von anderen, nützlicheren Stoffen und dies führt zu folgenden indirekten Auswirkungen:

1. Man isst weniger Getreide und anderer pflanzlichen Lebensmittel, die viel Kalium, Magnesium und Kalzium enthalten, wodurch

1.1. der oben genante Mangel an basischen Stoffen zunimmt, die Übersäuerung steigt.

1.2. In pflanzlichen Lebensmitteln befinden sich Vitamine A, E, und viele andere ähnlich wirkende Stoffe, die den oxidativen Stress, das "Rosten" hemmen.

2. Pflanzliche Lebensmittel enthalten Vitamine B, die die Entstehung des oben erwähnten (4) schädlichen Stoffes, Homocysteins hemmen.

Die Altersdemenz wird auch durch Entzündung und andere immunologische Prozesse hervorgerufen. Durch basisch-betonte, unseren Energiebedürfnissen entsprechende Kost und abwechslungsreiche Rotationsernährung vermindern wir solche Fehlreaktionen, da wir unser Immunsystem nicht unnötig belasten. 

Die frohe Botschaft dabei:

Es ist nie zu spät!

Einer holländischen Studie nach* wirkt sich positiv aus, auch wenn man erst 4 Jahren vor Manifestation der Demenz die Ernährung umstellt. Aber auch hier gilt

Je früher, desto besser!

Wir danken dem Vorkämpfer auf diesem Gebiet, Dr. W. B. Grant für die freundliche Zustellung der Unterlagen, die teilweise auch im Internet zu finden sind:

http://www.mc.uky.edu/adreview/PDF/smith-comment.pdf
http://www.mc.uky.edu/adreview/default.htm
http://members.aol.com/pbchowka/grant.html
http://www.healthwell.com/healthnotes/Concern/Alzheimers.cfm

*
Kalmijn S, et al: Dietary fat intake and the risk of incident dementia in the Rotterdam study. Ann Neurol 1997;42:776-82.

Falls Sie uns wieder besuchen möchten
(was uns unheimlich freuen würde)

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