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Letzte redaktionelle Änderung 9.2.04
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(Alzheimer) Altersdemenz und Ernährung
Bei der Entwicklung der Demenz spielen die
Umwelt, die Umgebung, der Lebensstil eine wesentlich grössere Rolle
als die Vererbung. Nigerianer, die in der USA leben, leiden viermal
häufiger unter Demenz als in ihrem Ursprungsland und Japaner, die
nach Hawai ausgewandert sind, doppelt so oft als die in Japan
gebliebenen (selbstverständlich auf das Alter bezogen). Viele
andere Befunde weisen in diese Richtung hin. Die Ernährung ist
(nebst Bewegung, die wie die Ernährung auch den Bau des Körpers
und dessen Stoffwechsel beeinflusst) der Hauptfaktor dabei.
 
Links oben ein zusammengeschrupftes Hirn eines
Alzheimer-Krankes, links unten eines gleichaltriges Gesunden. In der
Mitte Querschnitt eines gesunden, rechts aussen eines gleichaltrigen
alzheimerkranken Hirnes.
Die Entwicklung der Demenz hängt vor allem mit
dem erhöhten Konsum von Kalorien und Fetten
sowie von der verminderten Einnahme von Omega-3-Fettsäuren.
Das entspricht unserer "Wohlstandsernährung", die
fleisch-, käse- und einfachzuckerrreich ist. Diese Faktoren wirken
direkt und indirekt..
Die direkten Auswirkungen:
1. Es entsteht eine dauernde, stoffwechselbedingte
Übersäuerung des Organismus, die
1.1. zu einer erhöhten Einnahme von gewissen schädlichen
Metallen wie Eisen, Aluminium und
Quecksilber und
1.2 einer verminderten Aufnahme aus dem Darm und
vermehrten Ausscheidung durch die Niere von nützlichen basischen
Stoffen wie Kalium, Magnesium und Calcium
führen.
2. Gewisse Fette (Low-Density-Lipoproteine, LDL)
sind im Blut erhöht, die die Gefässwände und das Gewebe schädigen.
3. Dies alles erhöht den sog. oxidativen Stress,
einfach gesagt das "Rosten" des Organismus, das sich an
der Entwicklung sowohl der Alzheimer-, wie auch der zweithäufigsten
gefässbedingten (vaskulären) Demenz wesentlich beteiligt. Es gibt
Hinweise darauf, dass ohne einer Beteiligung der geschädigten Gefässe
keine Alzheimer Demenz entstehen kann.
4. Es entsteht vermehrt eine Aminosäure, das Homocystein,
das den oxidativen Stress erhöht und die Gefässe auch auf andere
Weise schädigt.
5. Die Omega-3-Fettsäuren
hemmen den oxidativen Stress. Sie sind in Fischen vorhanden. Grüne
pflanzliche Lebensmittel (Salat, Grüngemüse, Grass bei Tieren) begünstigen
ihre Entstehung und vermindern ihren Bedarf.
Wenn man sich kalorienreich,
fettreich ernährt, isst man automatisch weniger von anderen, nützlicheren
Stoffen und dies führt zu folgenden indirekten Auswirkungen:
1. Man isst weniger Getreide und anderer
pflanzlichen Lebensmittel, die viel Kalium,
Magnesium und Kalzium enthalten,
wodurch
1.1. der oben genante Mangel an basischen Stoffen
zunimmt, die Übersäuerung steigt.
1.2. In pflanzlichen Lebensmitteln befinden sich
Vitamine A, E, und viele andere ähnlich wirkende Stoffe, die den
oxidativen Stress, das "Rosten" hemmen.
2. Pflanzliche Lebensmittel enthalten Vitamine B,
die die Entstehung des oben erwähnten (4) schädlichen Stoffes, Homocysteins
hemmen.
Die Altersdemenz wird auch durch Entzündung und
andere immunologische Prozesse hervorgerufen. Durch basisch-betonte,
unseren Energiebedürfnissen entsprechende Kost und
abwechslungsreiche Rotationsernährung vermindern wir solche
Fehlreaktionen, da wir unser Immunsystem nicht unnötig belasten.
Die frohe Botschaft dabei:
Es ist nie zu spät!
Einer holländischen Studie nach* wirkt sich
positiv aus, auch wenn man erst 4 Jahren vor Manifestation der
Demenz die Ernährung umstellt. Aber auch hier gilt
Je früher, desto besser!
Wir danken dem Vorkämpfer auf diesem
Gebiet, Dr. W. B. Grant für die freundliche Zustellung der
Unterlagen, die teilweise auch im Internet zu finden sind:
http://www.mc.uky.edu/adreview/PDF/smith-comment.pdf
http://www.mc.uky.edu/adreview/default.htm
http://members.aol.com/pbchowka/grant.html
http://www.healthwell.com/healthnotes/Concern/Alzheimers.cfm
* Kalmijn S, et al: Dietary fat intake and the risk of
incident dementia in the Rotterdam study. Ann
Neurol 1997;42:776-82.
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(was uns unheimlich freuen würde)
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