Gesund durch Essen
Ernährungsberatung und NAET-Behandlung von Allergien und Unverträglichkeiten
Dr. med. Peter Marko, 
Heinestrasse 26, CH-9008 St.Gallen 
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Letzte redaktionelle Änderung 14.9.2003

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Biologischer Wert der Lebensmittel

(an einem Beispiel)

Möchtest Du wissen, woran ich bemerkt habe, dass Du Dein Vollkornmüsli immer heimlich hinter Dir kippst?

1. Kartoffel enthält Basen (Kalium, Magnesium), Spurenelemente, Vitamine, bioaktive Stoffe (Antioxydantien), Fasern, hochwertiges Eiweiss, komplexe Kohlenhydrate (Stärke), praktisch kein Fett. Sie ist vollwertig, nur leider in rohem Zustand nicht nur ungeniessbar, sondern dank mancher Stoffe (Saponine) auch giftig. Diese findet man auch z.B. in grünen Tomaten. In reifen Tomaten sind Stoffe, die Vitamin B12 blockieren und einen Mangel verursachen können. Dies als Beispiel, dass pflanzliche Lebensmittel in rohem Zustand oder auch gekocht nicht nur nützliche Stoffe enthalten. Würde man sie in grossen Mengen essen, können sie schaden. Jede Einseitigkeit ist ungesund! Grundsätzlich sind aber Lebensmittel, die man roh essen kann, vollwertiger, da mit dem Kochen viele Stoffe zerstört und die Mineralstoffe ausgelaugt werden.

2. Gschwellti (Pellkartoffel)– sind sehr vollwertig und gesund. Sie enthalten dasselbe wie rohe Kartoffeln, nur durch den Kochvorgang wurden sie verändert. Wie viel der Mineralien und Spurenelemente ausgelaugt werden, bzw. verloren gehen, hängt von der Wassermenge ab, in der die Kartoffeln gekocht werden. Man soll sie deswegen im Dampfkochtopf zubereiten. Es ist besser, vollwertiger, sie mit der Schale zu essen, da diese nicht nur viele Vitamine und bioaktive Stoffe, sondern auch Fasern enthält. Man sollte sie nicht viel salzen (s. Bedeutung zu grosser Kochsalzmengen im Essen). Sie sind basenbildend.

3. Kartoffelstock – sollte man aus den in der Schale gekochten Kartoffeln – "Gschwellti" - zu bereiten und nicht die rohen Kartoffeln schälen und dann kochen. So bleiben viele nützliche Stoffen erhalten. Das gilt auch für Bratkartoffeln und die Rösti. Die Vollwertigkeit des Kartoffelstocks für die Gesundheit hängt davon ab, ob er mit Milch, Butter, oder anderem Fett und in welcher Menge zubereitet wird (s. Über die Verwendung von Fetten und Säure-Basen-Haushalt, Übersäuerung, ihre Folgen und was dagegen zu tun ist). Richtig vorbereitet (s. oben) basenbildend.

4. Röstisind weniger vollwertig als Kartoffelstock, da durch Braten fast alle bioaktiven Stoffe kaputt gehen und neue, schädliche entstehen. Man sollte sie möglichst mit wenig Fett in einer beschichteten Pfanne (z.B. Titan) braten. Sie sind basen- oder säurebildend, je nach dem mit wie viel Fett sie bereitet werden.

5. Kartoffelstärke besteht nur aus komplexen Kohlenhydraten ohne Eiweiss, Fasern und bioaktiven Stoffen. Damit bringt sie dem Körper reine Kalorien, ohne anderer nützlichen und wertvollen Stoffe. Deswegen hat sie nur kalorischen Wert, sie ist sonst "leerwertig". Sie schmeckt nicht süss. Ihre Verdauung dauert etwas länger als der einfache Zucker. Damit steigt der Blutzucker etwas weniger schnell, aber viel schneller als bei den oben genannten vier Kartoffelformen. Eindeutig säurebildend, wie auch die weiteren Bereitungen (6-8).

6. Zucker - durch Spaltung von Stärke bekommt man den einfachen Zucker, die Glukose. Sie ist süss und sie übergeht sehr schnell, teilweise schon im Mund ins Blut. Damit steigt der Blutzuckerspiegel zu schnell und zu steil an, was ungesund ist. Selbstverständlich hat sie auch nur kalorischen Wert, sie ist "leerwertig".

7. Kartoffelschnapsentsteht durch alkoholische Gärung der Kartoffel und entsprechende Destillation. Wir nehmen ihn als Beispiel für alle Schnäpse. Sie enthalten gewisse bioaktive Stoffe (auch aus den Gärungshefen), die ihnen den Geschmack des jeweiligen Ausgangsmaterials (Obst, Getreide) bringen. Ob Schnäpse in kleinen Dosen gesundheitsförderlich sind, ist nicht sicher.

8. Alkohol – bekommt man durch Destillation aus gegorenen Kohlenhydraten (nur aus der Stärke) und ist absolut leerwertig. Auch in kleinen Mengen kaum gesundheitsförderlich.

Der Gesundheits-, Ernährungswert der Lebensmittel: 

1. Frisch, biologisch angebaut 

2. Frisch, integrierte Produktion 

3. Tiefgefroren. 

Mit unserer gegenwärtigen guten Versorgung können wir trotz Rotation während des ganzen Jahres täglich frische oder gefrorene Salate, Gemüse und Früchte geniessen. Wenn man exotische Früchte stückweise kauft, ist der Preis erträglich (besonders im Vergleich zu Fleisch und Fisch).

Falls Sie uns wieder besuchen möchten
(was uns unheimlich freuen würde)

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