Gesund durch Essen
Ernährungsberatung und NAET-Behandlung von Allergien und Unverträglichkeiten
Dr. med. Peter Marko, 
Heinestrasse 26, CH-9008 St.Gallen 
Anmeldung T: 071 250 15 18 Fax: 071 250 15 19 E-mail: Peter.J.Marko@hin.ch


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Letzte redaktionelle Änderung 5.01.06

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Tee und Kaffee

 

Wir möchten uns nicht grundsätzlich zum Sinn und Unsinn des Tee- und Kaffeetrinkens äussern*, sondern die Sicht der Rotationsernährung darstellen. Wie auf jedes Lebensmittel, kann man auch auf Tee und Kaffee mit Unverträglichkeit, Überempfindlichkeit (Allergie) reagieren. Es handelt sich äusserst selten um eine akute IgE-vermittelte Allergie, sondern um die des gemischten, verspäteten Typs. In einer Untersuchung über Reizdarm fanden englische Autoren, dass in 33% der Fälle die Beschwerden durch Kaffee und in 25% durch Tee verursacht wurden **. Man trifft oft Menschen, die nach Kaffee oder Tee über Verdauungsschwierigkeiten klagen.

Lehrreich und sehr eindrücklich beschreibt die Entstehung der Überempfindlichkeit auf Kamillentee aus der Sicht des Homöopathen und Phytotherapeuten M. Furlenmayer in seinen "Mysterien der Heilkunde"***:

"Vor Jahren konsultierte mich ein mir von früher bekannter Patient wegen unerträglichen - vor allem nachts auftretenden Rückenschmerzen. Schon bei der Begrüssung fiel mir sein verändertes Wesen auf. Er war missmutig und gereizt, es fehlte ihm jeglicher Sinn für Humor, auf eine ablenkende spasshafte Bemerkung reagierte er überhaupt nicht. Da ich durch das Gespräch keinerlei Kontakt aufnehmen konnte, weil er auf meine Fragen kaum antwortete, entschloss ich mich kurzerhand, seine Wirbelsäule genauer zu untersuchen, und fand dabei nur eine allgemein verspannte Rückenmuskulatur ohne irgendwelchen abnormen Befund. Da dieser allgemeine Hypertonus der Rückenmuskulatur sehr oft bei starken psychischen Belastungen gefunden wird, forschte ich nach beruflichen, familiären oder sonstigen Problemen, deren Vorhandensein er ohne Beginnen kategorisch verneinte. Erst als ich mich nach seinem Schlaf erkundigte, taute er plötzlich auf - Das sei es ja eben, schon seit 2-3 Jahren könne er kaum mehr schlafen, obwohl er finanziell und auch sonst keine Sorgen habe und erst noch jeden Abend 2-3 grosse Tassen Kamillentee trinke, da er überhaupt keinen Kaffee mehr ertrage ... Da wurde ich hellhörig, und es war mir sofort klar, dass ich ein ausgeprägtes Arzneimittelbild von Chamomilla vor mir hatte, hervorgerufen durch chronischen, übermässigen Genuss von Kamillentee. Hier handelte es sich also um nichts anderes als um eine chronische Kamillen-Vergiftung. Wenn wir in einer homöopathischen Arzneimittellehre die Leitsymptome von Chamomilla nachlesen, so wird uns klar, dass schon diese eine unbeabsichtigte Arzneimittelprüfung durch meinen Patienten viele Leitsymptome von Chamomilla hervorgebracht hatte:

- Unruhe und Schlaflosigkeit
- Überempfindlichkeit gegen Sinneseindrücke
- Überempfindlichkeit gegen Schmerzen, verbunden mit grosser Ungeduld und ärgerlicher Gereiztheit
- Die Schmerzen, die fast nie fehlen, erscheinen unerträglich und machen den Patienten rasend
- Anfallsweises, plötzliches Auftreten der Schmerzen
- Benommenheit bei den Schmerzen
- Blutandrang zum Kopf mit heissem Kopfschweiss und Röte einer Wange
- Verschlimmerung durch Ärger und geistige Anstrengung
- Verschlimmerung durch Kaffee
- Verschlimmerung durch Wärme
- Verschlimmerung abends und nachts

Die Kamille ist ein grossartiges Heilmittel, das jedoch phytotherapeutisch bei Auftreten von "nervösen" Symptomen innerlich nie zu konzentriert und nie zu lange angewendet werden sollte."

In der Tat, kein guter Phyto (Pflanzen-) therapeut oder Homöopath lässt die Patienten ununterbrochen längere Zeit dieselben Mittel einnehmen!

Wie man Kaffee und Tee richtig bereitet

Über den Mitbesitzer einer der grössten Teefirmen Stephen Twining schrieb Neu Zürcher Zeitung (Nr.290, S.56 vom 11.12.2004): "Nie würde sich Twining, der täglich zwischen 9 und 15 Tassen Tee trinkt, mehrmals für dieselbe Sorte entscheiden". (Also er rotiert! - Bem. P. Marko.)

Zur richtigen Bereitung des Tees erklärt er: "Unmittelbar nachdem es zu sieden begonnen hat, sollte man es über den Tee giessen. Dabei ist aber nicht in erster Linie die Temperatur entscheidend, sondern der Sauerstoffgehalt, der in diesem Stadium optimal ist. Weil die Teeblätter Sauerstoff brauchen, um ihr Aroma zu entfalten, dürfe man den Sauerstoff beim Kochen nicht verpuffen lassen. Sonst schmeckt der teuerste Tee nicht mehr aromatisch. Zweieinhalb bis dreieinhalb Minuten soll man einen Teebeutel ziehen lassen."

Die "Schweizer Illustrierte" veröffentlichte folgende Empfehlungen für die Bereitung der verschiedenen Teesorten:

 

Lindenbluten

Abgiessen mit abgekochten, nicht zu heissem Wasser. 10 Minuten ziehen lassen

Pffeferminze

Abgiessen mit abgekochten, nicht zu heissem Wasser. 10 Minuten ziehen lassen

Zitronenmelisse

Abgiessen mit abgekochten, nicht zu heissem Wasser. 10 Minuten ziehen lassen

Verveine

Abgiessen mit abgekochten, nicht zu heissem Wasser. 10 Minuten ziehen lassen

Hagenbutte

Erst 30 Minuten im kalten Wasser ansetzen, dann kurz abkochen und 5 Min. ziehen laseen

Mate

Kochend angiessen und 5-10 Min. ziehen lassen

Kamille

Heiss angiessen und 5 Min ziehen lassen*

Grüntee

Beliebig (?). Nicht mehr als 6-7 dL pro Tag

Schwarztee

Angekochtes Wasser nicht ganz kochend angiessen. 3-4 Min. ziehen lassen**

 

* 2 Blüten pro halbe Tasse. Beutel enthalten oft zu viel Ware. Drum bei Kindern aufpassen. (Deckt sich mit den oben Ausgeführten - Bem. P. Marko.)
** Entspricht den Empfehlungen von Twining

Eine andere Empfehlung: Keimgefahr bei lauwarmem Aufguss

Kräuter- und Früchtetees sollten unbedingt mit kochendem Wasser aufgegossen werden. Dies sei nötig um eventuell vorhandene Keime in den Kräutermischungen abzutöten, berichtet das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Um bestimmte Inhaltsstoffe und Geschmacksnoten zu erhalten, werden Tees mit Wasser unterschiedlicher Temperatur aufgegossen. Aufgüsse aus Kräutern und Früchten, die streng genommen als teeähnliche Getränke bezeichnet werden müssen, sollten aus hygienischen Gründen immer mit kochendem Wasser zubereitet werden. Außerdem sollten sie mindestens fünf Minuten ziehen. Entsprechende Empfehlungen vom Hersteller sind in der Regel auch auf den Verpackungen zu finden - diese sollten in jedem Fall befolgt werden. Der Grund: In manchen Fällen können sich Keime wie Bakterien, Hefen oder Schimmelpilze in den pflanzlichen Produkten befinden. Vereinzelt kann es sich dabei auch um krankheitserregende Bakterien wie Salmonellen handeln. Nur durch ein ausreichendes Erhitzen können solche Keime mit Sicherheit abgetötet werden. Verbraucher sollten Kräutertees deshalb auf keinen Fall nur mit warmem Wasser zubereiten. In besonders ungünstigen Fällen könnten keimbelastete Kräutertees bei falscher Zubereitung gerade für Säuglinge, kleine Kinder und Kranke zu einem großen Gesundheitsrisiko werden. Die Empfehlungen gelten grundsätzlich sowohl für lose Mischungen als auch für Teebeutel. Aufgegossener Kräutertee sollte nicht über mehrere Stunden stehen gelassen werden. Denn mit dem kochenden Wasser werden zwar Keime wirksam abgetötet, möglicherweise ebenfalls enthaltene Sporen können diese Prozedur hingegen überstehen. Diese widerstandsfähigeren Formen der Keime können im warmen Wasser auskeimen. Das Wasser aus Heißwasserspendern ist nach Ansicht des BfR nicht für die Zubereitung von Kräuter- oder Früchtetees geeignet. Dieses Wasser hat in der Regel nur eine Temperatur zwischen 80° und 85°C. Damit können potenziell enthaltene Keime nicht mit Sicherheit abgetötet werden. (netdoktor.de).

Kaffee zusammen mit Alkohol steigt die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut. Die nicht ganz verdaute Lebensmittel und ihre Bestandteile dringen dann eher durch die Schleimhaut in Blut und Immunsystem und verursachen verschiedene Beschwerden, u. a. bei Histaminüberempfindlichkeit und Mastozytose.

Die Schlussfolgerung:

Dieselbe Teesorte und den Kaffee nie dauernd trinken. Man soll auch mit Getränken, sogar mit Mineralwasser rotieren. Selbstverständlich wird dies in den guten Rotationsplänen, so auch in unserem Rotationsschema berücksichtigt.

Die Nahrungsmittelunverträglichkeiten und -allergien kann man auch mit kinesiologischen Methoden feststellen, behandeln und dann die Therapie kontrollieren. Der Erfolg wird durch die Rotation beschleunigt und befestigt. Beide Behandlungen, die kinesiologische NAET und die  Rotation, ergänzen und unterstützen sich gegenseitig. 

Unsere weitere "flüssige" Themen "Wieviel Flüssigkeit sollen wir trinken", "Mineralwasser" und "Ernährung während der heissen Sommertage".

* Sicher ist ein übermässiger Kaffeekonsum ungesund. U. a. viele Menschen haben Kopfschmerzen als Folge der Gewöhnung auf Koffein, das im Kaffee (und Cola-Getränken) vorkommt. Wenn diese Kaffee- (und Cola-) Liebhaber schon 2-3 Stunden ohne ihr Getränk bleiben, bekommen sie als Entzugserscheinung starke Kopfschmerzen.

** Fast jeder Patient war auf mehrere Lebensmittel überempfindlich (15% auf mehr als 20 der 64 getesteten Lebensmittel). Sogar 10% auf das Leitungswasser, das auch nicht ganz rein ist. Vielleicht hat dies im Sinn ein Besucher unseres Gesprächsforums (Nano am 24. 9. 2001), der für das destillierte Wasser als das geeignete Getränk plädierte.

*** R. Furlenmayer: Mysterien der Heilkunde. Th. Gut & Co, Stäfa, 1981. ISBN-3-85717-007-4.

Falls Sie uns wieder besuchen möchten
(was uns unheimlich freuen würde)

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