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Tee und
Kaffee
Wir möchten uns nicht grundsätzlich zum
Sinn und Unsinn des Tee- und Kaffeetrinkens äussern*, sondern
die Sicht der Rotationsernährung darstellen. Wie auf jedes
Lebensmittel, kann man auch auf Tee und Kaffee mit Unverträglichkeit,
Überempfindlichkeit (Allergie) reagieren. Es handelt sich äusserst
selten um eine akute IgE-vermittelte
Allergie, sondern um die des gemischten, verspäteten Typs.
In einer Untersuchung über Reizdarm
fanden englische Autoren, dass in 33%
der Fälle die Beschwerden durch Kaffee und in 25% durch Tee
verursacht wurden **. Man trifft oft Menschen, die nach Kaffee
oder Tee über Verdauungsschwierigkeiten
klagen.
Lehrreich und sehr eindrücklich beschreibt
die Entstehung der Überempfindlichkeit auf Kamillentee aus
der Sicht des Homöopathen und Phytotherapeuten M. Furlenmayer
in seinen "Mysterien der Heilkunde"***:
"Vor Jahren konsultierte mich ein
mir von früher bekannter Patient wegen unerträglichen - vor
allem nachts auftretenden Rückenschmerzen. Schon bei der Begrüssung
fiel mir sein verändertes Wesen auf. Er war missmutig und
gereizt, es fehlte ihm jeglicher Sinn für Humor, auf eine
ablenkende spasshafte Bemerkung reagierte er überhaupt nicht.
Da ich durch das Gespräch keinerlei Kontakt aufnehmen konnte,
weil er auf meine Fragen kaum antwortete, entschloss ich mich
kurzerhand, seine Wirbelsäule genauer zu untersuchen, und
fand dabei nur eine allgemein verspannte Rückenmuskulatur
ohne irgendwelchen abnormen Befund. Da dieser allgemeine
Hypertonus der Rückenmuskulatur sehr oft bei starken
psychischen Belastungen gefunden wird, forschte ich nach
beruflichen, familiären oder sonstigen Problemen, deren
Vorhandensein er ohne Beginnen kategorisch verneinte. Erst als
ich mich nach seinem Schlaf erkundigte, taute er plötzlich
auf - Das sei es ja eben, schon seit 2-3 Jahren könne er kaum
mehr schlafen, obwohl er finanziell und auch sonst keine
Sorgen habe und erst noch jeden Abend 2-3 grosse Tassen
Kamillentee trinke, da er überhaupt keinen Kaffee mehr
ertrage ... Da wurde ich hellhörig, und es war mir sofort
klar, dass ich ein ausgeprägtes Arzneimittelbild von
Chamomilla vor mir hatte, hervorgerufen durch chronischen, übermässigen
Genuss von Kamillentee. Hier handelte es sich also um nichts
anderes als um eine chronische Kamillen-Vergiftung. Wenn wir
in einer homöopathischen Arzneimittellehre die Leitsymptome
von Chamomilla nachlesen, so wird uns klar, dass schon diese
eine unbeabsichtigte Arzneimittelprüfung durch meinen
Patienten viele Leitsymptome von Chamomilla hervorgebracht
hatte:

- Unruhe und Schlaflosigkeit
- Überempfindlichkeit gegen Sinneseindrücke
- Überempfindlichkeit gegen Schmerzen, verbunden mit grosser
Ungeduld und ärgerlicher Gereiztheit
- Die Schmerzen, die fast nie fehlen, erscheinen unerträglich
und machen den Patienten rasend
- Anfallsweises, plötzliches Auftreten der Schmerzen
- Benommenheit bei den Schmerzen
- Blutandrang zum Kopf mit heissem Kopfschweiss und Röte
einer Wange
- Verschlimmerung durch Ärger und geistige Anstrengung
- Verschlimmerung durch Kaffee
- Verschlimmerung durch Wärme
- Verschlimmerung abends und nachts
Die Kamille ist ein grossartiges Heilmittel, das jedoch
phytotherapeutisch bei Auftreten von "nervösen"
Symptomen innerlich nie zu konzentriert und nie zu lange
angewendet werden sollte."
In der Tat, kein guter Phyto (Pflanzen-)
therapeut oder Homöopath lässt die Patienten ununterbrochen
längere Zeit dieselben Mittel einnehmen!
Wie man Kaffee und Tee
richtig bereitet
Über den Mitbesitzer einer der grössten Teefirmen Stephen
Twining schrieb Neu Zürcher Zeitung (Nr.290, S.56 vom
11.12.2004): "Nie würde sich Twining, der täglich
zwischen 9 und 15 Tassen Tee trinkt, mehrmals für dieselbe
Sorte entscheiden". (Also er rotiert!
- Bem. P. Marko.)
Zur richtigen Bereitung des Tees erklärt
er: "Unmittelbar nachdem es zu sieden begonnen hat,
sollte man es über den Tee giessen. Dabei ist aber nicht in
erster Linie die Temperatur entscheidend, sondern der
Sauerstoffgehalt, der in diesem Stadium optimal ist. Weil die
Teeblätter Sauerstoff brauchen, um ihr Aroma zu entfalten, dürfe
man den Sauerstoff beim Kochen nicht verpuffen lassen. Sonst
schmeckt der teuerste Tee nicht mehr aromatisch. Zweieinhalb
bis dreieinhalb Minuten soll man einen Teebeutel ziehen
lassen."
Die "Schweizer Illustrierte" veröffentlichte
folgende Empfehlungen für die Bereitung der verschiedenen
Teesorten:
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* 2 Blüten pro halbe Tasse. Beutel enthalten
oft zu viel Ware. Drum bei Kindern aufpassen. (Deckt sich mit
den oben Ausgeführten - Bem. P. Marko.)
** Entspricht den Empfehlungen von Twining
Eine andere Empfehlung:
Keimgefahr bei lauwarmem Aufguss
Kräuter- und Früchtetees
sollten unbedingt mit kochendem Wasser aufgegossen werden.
Dies sei nötig um eventuell vorhandene Keime in den Kräutermischungen
abzutöten, berichtet das Bundesinstitut für Risikobewertung
(BfR). Um bestimmte Inhaltsstoffe und Geschmacksnoten zu
erhalten, werden Tees mit Wasser unterschiedlicher Temperatur
aufgegossen. Aufgüsse aus Kräutern und Früchten, die streng
genommen als teeähnliche Getränke bezeichnet werden müssen,
sollten aus hygienischen Gründen immer mit kochendem Wasser
zubereitet werden. Außerdem sollten sie mindestens fünf
Minuten ziehen. Entsprechende Empfehlungen vom Hersteller sind
in der Regel auch auf den Verpackungen zu finden - diese
sollten in jedem Fall befolgt werden. Der Grund: In manchen Fällen
können sich Keime wie Bakterien, Hefen oder Schimmelpilze in
den pflanzlichen Produkten befinden. Vereinzelt kann es sich
dabei auch um krankheitserregende Bakterien wie Salmonellen
handeln. Nur durch ein ausreichendes Erhitzen können solche
Keime mit Sicherheit abgetötet werden. Verbraucher sollten Kräutertees
deshalb auf keinen Fall nur mit warmem Wasser zubereiten. In
besonders ungünstigen Fällen könnten keimbelastete Kräutertees
bei falscher Zubereitung gerade für Säuglinge, kleine Kinder
und Kranke zu einem großen Gesundheitsrisiko werden. Die
Empfehlungen gelten grundsätzlich sowohl für lose Mischungen
als auch für Teebeutel. Aufgegossener Kräutertee sollte
nicht über mehrere Stunden stehen gelassen werden. Denn mit
dem kochenden Wasser werden zwar Keime wirksam abgetötet, möglicherweise
ebenfalls enthaltene Sporen können diese Prozedur hingegen überstehen.
Diese widerstandsfähigeren Formen der Keime können im warmen
Wasser auskeimen. Das Wasser aus Heißwasserspendern ist nach
Ansicht des BfR nicht für die Zubereitung von Kräuter- oder
Früchtetees geeignet. Dieses Wasser hat in der Regel nur eine
Temperatur zwischen 80° und 85°C. Damit können potenziell
enthaltene Keime nicht mit Sicherheit abgetötet werden. (netdoktor.de).
Kaffee zusammen mit Alkohol steigt die
Durchlässigkeit der Darmschleimhaut. Die nicht ganz verdaute
Lebensmittel und ihre Bestandteile dringen dann eher durch die
Schleimhaut in Blut und Immunsystem und verursachen verschiedene
Beschwerden, u. a. bei Histaminüberempfindlichkeit
und Mastozytose.
Die Schlussfolgerung:
Dieselbe Teesorte und den Kaffee nie dauernd
trinken. Man soll auch mit Getränken, sogar mit Mineralwasser
rotieren. Selbstverständlich wird
dies in den guten Rotationsplänen, so auch in unserem
Rotationsschema berücksichtigt.
Die Nahrungsmittelunverträglichkeiten und
-allergien kann man auch mit kinesiologischen
Methoden feststellen, behandeln und dann die Therapie
kontrollieren. Der Erfolg wird durch die Rotation
beschleunigt und befestigt. Beide Behandlungen, die
kinesiologische NAET
und die Rotation, ergänzen
und unterstützen sich gegenseitig.
Unsere weitere "flüssige" Themen
"Wieviel Flüssigkeit sollen wir
trinken", "Mineralwasser"
und "Ernährung während der
heissen Sommertage".
* Sicher ist ein übermässiger Kaffeekonsum ungesund. U.
a. viele Menschen haben Kopfschmerzen
als Folge der Gewöhnung auf Koffein, das im Kaffee (und
Cola-Getränken) vorkommt. Wenn diese Kaffee- (und Cola-)
Liebhaber schon 2-3 Stunden ohne ihr Getränk bleiben,
bekommen sie als Entzugserscheinung starke Kopfschmerzen.
** Fast jeder Patient war auf mehrere Lebensmittel überempfindlich
(15% auf mehr als 20 der 64 getesteten Lebensmittel). Sogar
10% auf das Leitungswasser, das auch nicht ganz rein ist.
Vielleicht hat dies im Sinn ein Besucher unseres Gesprächsforums
(Nano am 24. 9. 2001), der für das destillierte Wasser als
das geeignete Getränk plädierte.
*** R. Furlenmayer: Mysterien der Heilkunde. Th. Gut &
Co, Stäfa, 1981. ISBN-3-85717-007-4. |