Gesund durch Essen
Ernährungsberatung und NAET-Behandlung von Allergien und Unverträglichkeiten
Dr. med. Peter Marko, 
Heinestrasse 26, CH-9008 St.Gallen 
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Letzte redaktionelle Änderung 20.07.2006

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Über Ernährung und Stuhl(gang),

Stuhlbakterien, Antibiotika und Krankheiten

Norwegische Forscher haben gefunden, dass nach Fasten und Übergang auf vegetarische Kost die Beschwerden des entzündlichen Rheumas bessern  Dabei senken die Laborwerte für Entzündung gleichzeitig mit den IgG-Antikörpern gegen gewisse, fäulnisverursachende Stuhlbakterien (Proteus mirabilis). Die IgG-Antikörper gegen die üblichen, gewöhlichen Bakterien im Stuhl (Escherichia coli) bleiben dagegen unverändert. Die Wissenschaftler meinen, die Besserung des Rheumas sowie die Verminderung der Bakterien-IgG oder/und der Bakterien-Besiedlung des Dickdarmes könnte ursächlich zusammenhängen. Die Einnahme von Lactobacillus rhamnosus, der zu den üblichen säurebildenden Bakterien des Dickdarmes gehört, hilft gegen Allergien

Es ist bekannt, dass auch andere immunologisch entzündliche Krankheiten wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn (Entzündungen des Darmes) auf Fasten und Ernährungsumstellungen positiv reagieren. Umgekehrt können die Antibiotika durch den Einfluss auf die Darmbakterien die Darmfunktion stören, einer der Gründe, Antibiotika nicht leichtfertig einzusetzen, sondern für wichtige, ernsthafte, sonst kaum beherrschbare Gelegenheiten vorzuenthalten.

Die Besiedlung des Dickdarmes mit Bakterien spielt auch bei schweren Lebererkrankungen eine grosse Rolle. Zu ihrer Therapie gehört die Vernichtung der fäulnisverursachenden Darmbakterien mittels starker Antibiotika, da Ammoniak und  die basischen Produkte dieser Bakterien, manche biogene Amine, die angeschlagene Leber über Gebühr belasten. Man bemüht sich den Stuhl säuerlich zu halten, da dann diese Gifte eher im Darm gehalten werden und nicht ins Blut übertreten. Sogar die, die sich bereits im Körper befinden, werden so im Darm ausgeschieden. Es ist naiv zu meinen, dieser Vorgang sei nur bei schweren Leberentgleisungen wichtig. Die zwar "unter Gebühr", aber dauernde Belastung mit solchen Stoffen schwächt nicht nur die wenig angeschlagene, aber sogar auch die normale Leber. Die Verminderung der Fäulnisbakterien erreichen wir, wie u.a. die norwegischen Wissenschaftler gezeigt haben (s.o.), durch die Umstellung auf vegetarische Kost. Den Fäulnisbakterien fehlt dann ihre Nahrung, der Überfluss an (tierischem) Eiweiss, aus dem sie bei ihrem Wachstum die Zellengifte produzieren. Die natürlichen Gegner der Fäulnisbakterien, die normalen Darmbakterien, ernähren sich aus Kohlenhydraten. Wenn wir jedoch zu viele leichtverdauliche, einfache Kohlenhydrate (Zucker) essen, vermehren sich mit ihnen leider auch Hefen. Das Wachstum von Hefenird durch Faserstoffe gehemmt. Diese sind in Salat, Gemüse, Obst und Vollkorngetreide in optimaler Zusammensetzung mit komplexen, langsam verdaulichen, gesundheitsfördernden Kohlenhydraten enthalten. 

Wie wissen wir, wie die Besiedlung unseres Darmes ist? 

Es mag merkwürdig erscheinen, einfach und zuverlässig genug, ohne komplizierte Laborbestimmungen, durch unsere Sinne: Der Stuhl eines gesunden, sich richtig ernährenden Menschen mit guter Verdauung ist eher geruchsneutral, riecht weder säuerlich, noch faul, auch nicht nach faulen Eiern. Wir sollten ihn ohne Blähungen, Koliken und sonstigen Beschwerden produzieren. Er schlüpft geformt mindestens ein, nicht mehr als drei Mal pro Tag, ohne unerträglichen plötzlichen Drang, ohne grossen Druck, mühelos, aus uns heraus*. Wenn wir wollen, können wir seinen Säure- Basenzustand mit einem, in der Apotheke erhältlichen, einfachen Indikatorstreifen messen (pH sollte leicht säuerlich 6,0 - 6,3 betragen). Diese Eigenschaften hat auch der Stuhl und -gang bei den Urvölkern, die sich noch richtig, ursprünglich, ernähren, und ohne Zivilisationskrankheiten auskommen (leben).

Viele Leute leiden unter Verstopfung. Die beste Vorbeugung und Therapie dagegen ist abwechslungsreiche, fasern- und balaststoffreiche (Obst, Gemüse, Salat, Vollkorngetreide) Kost mit genug Flüssigkeit und Bewegung.  Es gibt Lebensmittel, die besonders geeignet sind, den Stuhlgang zu fördern, wie Leinsamen, Feigen, Birnen, Obst im Allgemeinen. Aber dauernd eingenommen, wie auch die verschiedenen pharmazeutische Balaststoffpräparate,  können Unverträglichkeiten verursachen und dann die Verstopfung verschlimmern und zu Blähungen und anderen Beschwerden führen.  Deswegen ist es besser, wenn man auch zu diesem Zweck mit diesen Lebensmitteln rotiert. Gute Erklärungen und ausgezeichnete Anleitung zu Massnahmen gegen Verstopfung finden Sie hier.

Manchmal will man bei Verstopfung wissen, wie lange die Nahrung im Darm verweilt. Es gibt dazu verschiedene komplizierte Verfahren. Einfach kann man es nach Stuhlbeschaffenheit schätzen:

* Ein klebriger Stuhl weist auf übermässige Einnahme von Milchprodukten hin, auch wenn es sich nur um Butter handelt.

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