Gesund durch Essen
Ernährungsberatung und NAET-Behandlung von Allergien und Unverträglichkeiten
Dr. med. Peter Marko, 
Heinestrasse 26, CH-9008 St.Gallen 
Anmeldung T: 071 250 15 18 Fax: 071 250 15 19 E-mail: Peter.J.Marko@hin.ch


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Letzte redaktionelle Änderung 30.03.09



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Schwindel, Ohrensausen (Tinnitus), Morbus Ménière und Ernährung

Schwindel und Ohrensausen gehören zum sogenannten "Crux medicorum", d. h. sie sind ein für die Patienten und die Ärzte schwer zu tragendes Kreuz, da man diesbezüglich nur beschränkt helfen kann. Auch manche Fachleute würde es überraschen zu erfahren, dass die Ernährung diese unangenehmen Beschwerden beeinflussen kann.

Die Erklärung:

Es gibt verschiedene Arten von Schwindel und viele Gründe dafür. Nach dem psychisch bedingten Schwindel ist derjenige hervorgerufen durch Störungen des Innenohrs am zweithäufigsten. Dieser tritt typisch bei Lagewechsel, im Grunde genommen bei Bewegungen des Kopfes und / oder in verschiedenen Körperlagen auf. In gewissen Ruhestellungen wird er schwächer oder verschwindet ganz. In der Regel ist er durch Übelkeit, sogar Erbrechen begleitet. Seine schwerste Form ist die Ménièrsche Krankheit (Morbus Ménière), weil ihn keine Lage mildern lässt und noch ein quälendes Ohrsausen dazukommt.

Das Innenohr besteht aus dem Lage wahrnehmenden (statischen), dem Lagewechsel wahrnehmenden (kinetischen) und dem Geräusche wahrnehmenden (akustischen) Teil. 

Der statokinetische Apparat besteht aus drei Bogen (Gängen), die in rechtswinkligen Ebenen zueinander liegen (Bild 2). Der akustische Apparat ist in einer Schnecke untergebracht (Bild 2). Die Gänge wie auch die Schnecke sind mit einer Flüssigkeit, der sogenannten Endolymphe gefüllt. Ihre Zusammensetzung ist wesentlich verschieden von anderen Körperflüssigkeiten (Blut, Lymphe, Flüssigkeit zwischen der Zellen). Sie ähnelt dem Inneren der Zellen. Bei den Bewegungen des Kopfes beschleunigt sich ihr Fluss in den Gängen des kinetischen Apparats, was von beiden Innenohren gleich wahrgenommen wird. In den Auswölbungen der Gänge sind zwei besonders empfindliche Stellen, auf denen aus Kalzium bestehende kleine Steine liegen. Je nach der Lage üben die Steine, wieder in beiden Ohren, einen verschieden starken Druck auf die zwei Stellen aus. Dadurch wird unsere Lage - (Statik) - wahrgenommen.

In der Schnecke hängen feine Membranen. Je nach dem Durchmesser der Stelle sind sie kürzer oder länger und damit werden sie durch verschiedene Töne und Geräusche in Schwingungen gebracht. Die Änderungen in dem Innenohr werden durch die Nerven in die Hirnzentren weitergeleitet und dann wahrgenommen.




Die Exolymphe (s. Bild oben) ist wie die extrazellulären Flüssigkeit, während die Endolymphe der intrazellulären Flüssigkeit ähnelt. Ihre Zusammensetzung ist von der Ernährung abhängig. Bei unseren Betrachtungen über Schwindel und Ohrgeräusche sind vor allem die Salze, sog. Elektrolyte wichtig. Nehmen wir mehr Kochsalz zu uns, steigt die Menge von Natrium und Chlorid (Bestandteile von Kochsalz) in der extrazellulären Flüssigkeit. Kommt dazu, wie so oft noch eine verminderte Einnahme des Kaliums, das für das Zelleninnere, somit auch für die Flüssigkeit des Innenohrs, die Endolymphe wichtig ist, wird das gesunde Verhältnis zwischen den Salzen in der Endolymphe einerseits und im Blut und der extrazellulären Flüssigkeit anderseits gestört. In den Muskeln kommt es dabei häufig zu einem Krampf, da sich die Muskelfasern auch ohne entsprechenden Anlass zusammenziehen. Im Innenohr kommt es dann eher zur unerwünschten Aktivität der wahrnehmenden Zellen und je nach dem zum Schwindel oder zum Ohrensausen (Tinnitus), manchmal, wie bei Morbus Ménière leider zu beidem.

Ausser Natrium, Chlorid (Kochsalz) und Kalium übt auch Kalzium, Magnesium, Phophat  und Sulfat in der Ernährung einen Einfluss auf die Zusammensetzung der Körperflüssigkeiten und der Endolymphe, somit auf die Enstehung des Schwindels aus.

Wir erwähnten bereits die aus Kalzium und Phosphat bestehenden Steine in dem lagewahrnehmenden (statischen) Apparat des Innenohres. Unter Umständen reicht eine kleine Verschiebung der Zusammensetzung der Endolymphe und der extrazellulären Flüssigkeit und es fallen weitere Kalziumphosphat-Flocken in der Endolymphe aus, die den Lauf der Flüssigkeit in den Kanälen des Bewegungs- (kinetischen)-Apparats des Innenohres behindern. Während der Ruhe verklumpen die Flocken und daher beginnt dieser Schwindel meistens nachts oder morgens beim Austehen. Je mehr man sich bewegt (so weit man es wegen des Schwindels und der begleitenden Übelkeit kann) sowie mit Hilfe gewisser Manöver, verschwindet der Schwindel.

Die dritte Art, wie die Ernährung den Schwindel hervorrufen kann, sind  Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien. Den genauen Mechanismus, wie es geschieht, kennt man noch nicht. Vielleicht leidet darunter die Blutversorgung des Innenohres, vielleicht die Menge und Zusammensetzung der Flüssigkeit, vielleicht beides und noch mehr. In diesem Sinne können Allergene wie bei Heuschnupfen wirken. Dabei sind auch die Kreuzreaktionen wichtig. Es gibt mehrere wissenschaftliche Arbeiten, die zeigen, dass sogar die schwerste Form des Innenohrschwindels, Morbus Ménière, nach Auslassen der Nahrungssmittel, welche die Unverträglichkeiten verursachen, wesentlich bessert, oder sogar verschwindet. Welche Nahrungssmittel es sind, kann man durch NAET oder Nahrungsmittel-IgG-Bestimmung erfahren (1). Mit NAET kann man die verschiedene Einflüsse auch behandeln. Der Erfolg wird durch die Rotation beschleunigt und gefestigt. Beide Behandlungen, die kinesiologische NAET und die Rotation, ergänzen und unterstützen sich gegenseitig.

Welche Lebensmittel und wie oft sich diese an der Entstehung des Reizdarmes beteiligen, erfahren Sie unter „Lebensmittel und Reizdarm“. Diese Angaben gelten ungefähr auch für andere Unverträglichkeiten.

Gegen Schwindel können wir seitens Ernährung folgendes tun:

  1. Auf die ausgewogene, gesunde Zusammensetzung unserer Körperflüssigkeiten durch basisch betonte Ernährung achten.

  2. Die schädlichen Nahrungssmittel auslassen. Welche in Frage kommen, zeigt uns NAET oder die Nahrungsmittel-IgG-Bestimmung*.

  3. Durch Rotiation können wir die Entstehung neuer Unverträglichkeiten vermeiden.

* Man kann statt dessen beobachten, nach Einnahmen welcher Lebensmittel der Schwindel eintritt. (Vorsicht: Alkoholkonsum und ein "gutes" Essen rufen durch die akute Übersäuerung den Schwindel hervor, ähnlich den Nieren- und Gallensteinkoliken und den Gichtattacken).

  1. Dixon HS: Treatment of delayed food allergy based on specific immunoglobulin G RAST testing. Otolaryngol Head Neck Surg 2000;123(1):48-54.

Falls Sie uns wieder besuchen möchten
(was uns unheimlich freuen würde)

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