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Letzte redaktionelle Änderung
30.03.09
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Schwindel,
Ohrensausen (Tinnitus), Morbus Ménière und
Ernährung
Schwindel und Ohrensausen gehören zum
sogenannten "Crux medicorum", d. h. sie sind ein für
die Patienten und die Ärzte schwer zu tragendes Kreuz, da
man diesbezüglich nur beschränkt helfen kann. Auch
manche Fachleute würde es überraschen zu erfahren,
dass die Ernährung diese unangenehmen Beschwerden
beeinflussen kann.
Die Erklärung:
Es gibt verschiedene Arten von Schwindel und
viele Gründe dafür. Nach dem psychisch bedingten
Schwindel ist derjenige hervorgerufen durch Störungen des
Innenohrs am zweithäufigsten. Dieser tritt typisch bei
Lagewechsel, im Grunde genommen bei Bewegungen des Kopfes und /
oder in verschiedenen Körperlagen auf. In gewissen
Ruhestellungen wird er schwächer oder verschwindet ganz.
In der Regel ist er durch Übelkeit, sogar Erbrechen
begleitet. Seine schwerste Form ist die Ménièrsche
Krankheit (Morbus Ménière), weil ihn keine Lage
mildern lässt und noch ein quälendes Ohrsausen
dazukommt.

Das Innenohr besteht aus dem Lage wahrnehmenden
(statischen), dem Lagewechsel wahrnehmenden (kinetischen) und
dem Geräusche wahrnehmenden (akustischen) Teil.

Der statokinetische Apparat besteht aus drei
Bogen (Gängen), die in rechtswinkligen Ebenen
zueinander liegen (Bild 2). Der akustische Apparat ist in einer
Schnecke untergebracht (Bild 2). Die Gänge wie auch
die Schnecke sind mit einer Flüssigkeit, der sogenannten
Endolymphe gefüllt. Ihre Zusammensetzung ist
wesentlich verschieden von anderen Körperflüssigkeiten
(Blut, Lymphe, Flüssigkeit zwischen der Zellen). Sie
ähnelt dem Inneren der Zellen. Bei den Bewegungen des
Kopfes beschleunigt sich ihr Fluss in den Gängen des
kinetischen Apparats, was von beiden Innenohren gleich
wahrgenommen wird. In den Auswölbungen der Gänge sind
zwei besonders empfindliche Stellen, auf denen aus Kalzium
bestehende kleine Steine liegen. Je nach der Lage üben
die Steine, wieder in beiden Ohren, einen verschieden starken
Druck auf die zwei Stellen aus. Dadurch wird unsere Lage -
(Statik) - wahrgenommen.
In der Schnecke hängen feine Membranen.
Je nach dem Durchmesser der Stelle sind sie kürzer oder
länger und damit werden sie durch verschiedene Töne
und Geräusche in Schwingungen gebracht. Die Änderungen
in dem Innenohr werden durch die Nerven in die Hirnzentren
weitergeleitet und dann wahrgenommen.

Die Exolymphe (s. Bild oben) ist wie die
extrazellulären
Flüssigkeit, während die Endolymphe der
intrazellulären Flüssigkeit ähnelt. Ihre Zusammensetzung
ist von der Ernährung
abhängig. Bei unseren Betrachtungen über Schwindel
und Ohrgeräusche sind vor allem die Salze, sog.
Elektrolyte wichtig. Nehmen wir mehr Kochsalz zu uns, steigt
die Menge von Natrium und Chlorid (Bestandteile von Kochsalz)
in der extrazellulären Flüssigkeit. Kommt dazu, wie
so oft noch eine verminderte Einnahme des Kaliums,
das für das Zelleninnere, somit auch für die
Flüssigkeit des Innenohrs, die Endolymphe wichtig ist,
wird das gesunde Verhältnis zwischen den Salzen in der
Endolymphe einerseits und im Blut und der extrazellulären
Flüssigkeit anderseits gestört. In den Muskeln kommt
es dabei häufig zu einem Krampf, da sich die Muskelfasern
auch ohne entsprechenden Anlass zusammenziehen. Im Innenohr
kommt es dann eher zur unerwünschten Aktivität der
wahrnehmenden Zellen und je nach dem zum Schwindel oder zum
Ohrensausen (Tinnitus), manchmal, wie bei Morbus Ménière
leider zu beidem.
Ausser Natrium, Chlorid (Kochsalz)
und Kalium übt auch Kalzium,
Magnesium, Phophat
und Sulfat in der
Ernährung einen Einfluss auf die Zusammensetzung der
Körperflüssigkeiten und der Endolymphe, somit auf die
Enstehung des Schwindels aus.
Wir erwähnten bereits die aus Kalzium
und Phosphat bestehenden Steine in
dem lagewahrnehmenden (statischen) Apparat des Innenohres.
Unter Umständen reicht eine kleine Verschiebung der
Zusammensetzung der Endolymphe und der extrazellulären
Flüssigkeit und es fallen weitere Kalziumphosphat-Flocken
in der Endolymphe aus, die den Lauf der Flüssigkeit in den
Kanälen des Bewegungs- (kinetischen)-Apparats des
Innenohres behindern. Während der Ruhe verklumpen die
Flocken und daher beginnt dieser Schwindel meistens nachts oder
morgens beim Austehen. Je mehr man sich bewegt (so weit man es
wegen des Schwindels und der begleitenden Übelkeit kann)
sowie mit Hilfe gewisser Manöver, verschwindet der
Schwindel.
Die dritte Art, wie die Ernährung den
Schwindel hervorrufen kann, sind
Nahrungsmittelunverträglichkeiten
und Allergien. Den genauen Mechanismus, wie es geschieht,
kennt man noch nicht. Vielleicht leidet darunter die
Blutversorgung des Innenohres, vielleicht die Menge und
Zusammensetzung der Flüssigkeit, vielleicht beides und
noch mehr. In diesem Sinne können Allergene
wie bei Heuschnupfen wirken. Dabei sind auch die
Kreuzreaktionen wichtig. Es
gibt mehrere wissenschaftliche Arbeiten, die zeigen, dass sogar
die schwerste Form des Innenohrschwindels, Morbus Ménière,
nach Auslassen der Nahrungssmittel, welche die
Unverträglichkeiten verursachen, wesentlich bessert, oder
sogar verschwindet. Welche Nahrungssmittel es sind, kann man
durch NAET oder
Nahrungsmittel-IgG-Bestimmung
erfahren (1). Mit NAET kann man die
verschiedene Einflüsse auch behandeln. Der Erfolg wird
durch die Rotation beschleunigt und gefestigt. Beide
Behandlungen, die kinesiologische NAET
und die Rotation, ergänzen und
unterstützen sich gegenseitig.
Welche Lebensmittel und wie oft sich diese an der Entstehung
des Reizdarmes beteiligen, erfahren Sie unter „Lebensmittel
und Reizdarm“. Diese Angaben gelten ungefähr
auch für andere Unverträglichkeiten.
Gegen Schwindel können wir seitens
Ernährung folgendes tun:
Auf die
ausgewogene, gesunde Zusammensetzung unserer
Körperflüssigkeiten durch basisch
betonte Ernährung achten.
Die
schädlichen Nahrungssmittel auslassen. Welche in Frage
kommen, zeigt uns NAET oder die
Nahrungsmittel-IgG-Bestimmung*.
Durch Rotiation
können wir die Entstehung neuer
Unverträglichkeiten vermeiden.
* Man kann statt dessen beobachten, nach Einnahmen welcher
Lebensmittel der Schwindel eintritt. (Vorsicht: Alkoholkonsum
und ein "gutes" Essen rufen durch die akute
Übersäuerung den Schwindel
hervor, ähnlich den Nieren-
und Gallensteinkoliken und den Gichtattacken).
Dixon HS: Treatment
of delayed food allergy based on specific immunoglobulin G
RAST testing. Otolaryngol Head Neck Surg
2000;123(1):48-54.
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