Gesund durch Essen
Ernährungsberatung und NAET-Behandlung von Allergien und Unverträglichkeiten
Dr. med. Peter Marko, 
Heinestrasse 26, CH-9008 St.Gallen 
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Letzte redaktionelle Änderung 14.01. 2004

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Schmerzen des Bewegungsapparates

 

Auch wenn die Skeletmuskeln volumenmässig das grösste Organsystem des Menschen sind (bei manchen erst nach dem Fettgewebe), denken wir zu wenig, dass sie die Quelle, die Ursache der Schmerzen des Bewegungaparates sein können. Wenn wir die Muskeln anschlagen, reissen, merken wir, dass sie weh tun. Nach einer aussergewöhnlichen Beanspruchung bekommen wir eine andere Art des Muskelschmerzes - den Muskelkater. Weniger bekannt ist, dass Muskeln schmerzen können, auch wenn sie damit unzufrieden sind, wie wir mit ihnen umgehen, z.B. wenn wir sie belasten, ohne sie dafür vorher durch Training und Dehnung vorzubereiten, oder wenn wir sie nach grösserer Belastung nicht genug erholen lassen. Eine zwar kleine, aber lang andauernde Spannung des Muskels bei schlechter Lagerung während des Schlafes, oder falsche Bewegungen während der Arbeit können auch zu Muskelschmerzen führen. Oft treten solche Schmerzen erst verspätet nach einem Anschlag, einer Zerrung (erlitten auch bei einer Operation durch Druck oder Zug), sodass uns der Zusammenhang nicht klar ist, desto mehr, als die Muskeln meistens nicht direkt schmerzen, sondern nur ihre Verlängerungen - die Sehnen, am häufigsten an ihren Ansätzen, nahe der Gelenke. Dabei tun die Bewegungen oder eine gewisse Lage weh, z. B. die Schulter oder die Hüfte schmerzt, wenn wir auf ihrer Seite liegen. Wir meinen dann falsch, dass das Gelenk betroffen und nicht in Ordnung sei.

Es kann jedoch auch umgekehrt sein, das Gelenk ist, z. B. nach einer Verletzung oder bei einer beginnenden Abnützung nur leicht verändert, schmerzt aber selbst (noch) nicht, sondern nur die Muskeln und Sehnen, die sich an dessen Bewegungen beteiligen. Wir schonen dann das Gelenk und bewegen es zu wenig, damit vermindern wir dessen Durchblutung und Ernährung, und der Schaden, die Abnützung, schreitet schneller voran.

Schon früher gab es Ärzte und Forscher, die die Bedeutung der Muskeln für die Entstehung der Schmerzen des Bewegungsapparates erkannt haben. Die "Leibärztin" des amerikanischen Präsidenten J. F. Kennedy, Frau J. Travell und ihr Kollege D. G. Simons, verhalfen mit

ihrem zweibändigen Buch " Myofascial Pain and Dysfunction. The Trigger Point Manual" zum Durchbruch dieser wichtigen Kenntnisse und der darauf gegründeten sehr wirksamen Therapiemöglichkeiten. Man nennt diese Methode "Triggerpunkt-Therapie" oder offiziell "Myofasziale Triggerpunkt-Therapie". Dank dem Winterthurer Rheumatologen Dr. Dejung, existiert auch in der Schweiz, die auf diesem Gebiet in Europa führend ist, eine Gesellschaft für Ärzte und Physiotherapeuten, die diese Therapie ausüben  (Interessentgemeinschaft für Myofasziale Triggerpunkt-Therapie, www.imtt.ch).

Was sind Triggerpunkte?

Unter den oben beschriebenen Umständen existieren in den Muskeln, Sehnen und Gewebe, die die Muskeln untereinander und an den Knochen bindet (Bindegewebe, Faszien) kleine, manchmal nur ein paar Millimeter grosse Bereiche, eben Punkte, die verändert, gequollen und berührungs- und druckschmerzhaft sind. Häufig schmerzt nicht dieser Punkt sondern auch ein anderer, sogar ein entfernter edreich sogar i9n einem anderen Muskel. Dann sprechen wir über sekundäre Triggerpunkte und projizierten Schmerz. Die Triggerpunkte tun nicht nur bei Berührung und Druck weh, sie verursachen Schmerzen in den Gelenken, bei den Sehnen, und Sehnenscheiden bei Bewegung der entsprechenden Muskeln.

 

Wie behandelt man durch Triggerpunkte verursachte Schmerzen?

Man drückt, massiert die Punkte und dehnt anschliessend den Muskel. Der Patient trägt selbst zur Heilung bei, indem er 2-3 mal täglich kurz die Muskeln dehnt. Die entprechenden Dehnungsübungen zeigt ihm der Therapeut. Die Therapie ist schmerzloser und wirksamer, wenn man die Punkte unmittelbar vor der Behandlung kühlt. Eine andere Technik ist das sog. "Dry-Needling". Dabei sticht man mit einer Akupunkturnadel in dem Triggerpunkt herum und anschliessend dehnt man wieder den Muskel. Durch die Behandlung werden die Triggerpunkte besser durchgeblutet, sie schwellen ab und verschwinden schlussendlich, lösen sich auf und mit ihnen auch die Schmerzen, die sie verursachten.

 

 

 

In der Regel braucht man mehrere Behandlungen in Abständen von 2-3 Tagen bis einer Woche. Wenn nach 2-3 Behandlungen keine Besserung der Schmerzen und der Bewegungen eintritt, ist diese Therapie (noch) nicht angebracht, die Triggerpunkte sind dann nicht der Hauptgrund der Beschwerden, den man weiter suchen sollte.

Bei welchen Beschwerden soll man an Triggerpunkte denken?

Bei allen Schmerzen des Bewegungsapparates, die nicht durch eindeutige Ursachen wie Entzündung oder mechanische Wirkung (Bandscheibenvorfall) bedingt sind. Aber auch in solchen Fällen können sich die Triggerpunkte, vor allem bei längerem Verlauf, an den Schmerzen beteiligen. Bei unklaren und auf andere Therapien nicht reagierende Beschwerden sollte man die Muskeln auf das Vorhandensein von Triggerpunkten abklären und die (Versuchs-) Triggerpunkt-Therapie den anderen, komplizierten und kostspieligen Untersuchungen (MRI) und Behandlungen (Stosswellentherapie, Operation) vorziehen.

Die Triggerpunkt-Therapie ist angebracht und erfolgreich bei Schmerzen im Kopf-, Nacken-, Schulter-, Ellenbogen-, Hand-, Brust-, Bauch-, Lenden-, Leisten-, Hüft-, Bein-, Knie-, Wade- und Fussbereich, z.B. bei Tennisellbogen, Sehnenscheideentzündungen, Hexenschuss, Ischias, Fersensporn.

Was bieten wir?

Eine gründliche Untersuchung mit der Frage nach Triggerpunkten als (Mit-) Ursache der Beschwerden. Bei positivem Befund 1-3 Triggerpunkt-Versuchsbehandlungen. Falls diese erfolgreich sind, die Überweisung zu einem(r) geeigneten TherapeutIn in der Nahe Ihres Wohnortes.

Je nach der Entstehung und der Dauer der Beschwerden spielen auch emotionelle Faktoren eine Rolle. Z.B. bei einem Schleudertrauma erleiden wir auch einen psychischen Schock, wir erleben Angst und Wut. Solange man diese Komponenten nicht beruhigt, vom Ereignis abkoppelt, verschwinden die Beschwerden nicht (ganz). Um beim Beispiel des Schleudertraumas zu bleiben: beim Autofahren geraten wir immer wieder in ähnliche Situationen wie vor oder beim Trauma, die gegen unseren Willen wieder dieselben Reaktionen wie Verspannung, sogar Schmerzen hervorrufen. Es ist wie mit dem Traum - erleben wir etwas während des Tages, treffen wir jemanden - nachts träumen wir verschiedene, oft fantasievolle Bilder, die damit zusammenhängen. Mit der  NAET-Methode können wir diese Seite der Beschwerden mildern und sogar zum Verschwinden bringen.

S. auch die "Patienteninformation" der IMTT.

Die Kosten:

Die Kosten für Beratung und manuellmedizinische Behandlung werden von der Grundversicherung übernommen. 

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