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Letzte redaktionelle Änderung 6.6.06
Unsere
ganze Homepage können Sie hier nach Worten
und Begriffen durchsuchen.
Gesund durch die Rotationsernährung
S. dazu auch die ergänzenden Seiten "Störungen
des Immunsystems durch die Eintönigkeit der Ernährung"
und "Untersuchung und Behandlung von
Unverträglichkeiten und Allergien".
Nicht nur am Anfang des Jahres besinnen wir uns
und fassen gute Vorsätze. Aus verschiedenen mehr oder weniger
zwingenden Gründen möchten wir ab und zu ein neues, besseres Leben
beginnen und u. a. unsere Ernährung ändern,
umstellen.
Unser Lebensstil
hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr geändert.
Dem Thema entsprechend betrachten wir hier nur die Ernährung.
In den Wohlstandsgebieten leiden wir nicht unter Mangel an Nahrung.
Umgekehrt, werden immer mehr Nahrungsmittel das ganze Jahr durch in
genügender Menge angeboten. Dadurch wurden zwar viele
lebensbedrohliche Krankheiten verbannt, wir leben länger und
geniessen den Ueberfluss wie keine Generation vor uns, aber wir
leiden zunehmend unter teilweise neuen, sogenannten Zivilisationskrankheiten,
die unser Leben nicht nur erschweren, sondern auch verkürzen. Somit
wird uns dieser Genuss leider verdorben. Die
Verderber
sind verschiedene Stoffwechselstörungen, wie zu
viel Fett im Blut, an den Gefässwänden und auch sonst im ganzen Körper,
Zuckerkrankheit, Gicht, die unedlen, umso
schmerzhafteren Nieren- und
Gallensteine, Gelenkabnützungen, Störungen
der Magen-Darm-Tätigkeit, u.a. Auch die Allergien
nehmen zu. Die Medizin bietet uns dagegen immer mehr, immer teurere
Medikamente und andere Behandlungen an, mit zwar seltenen, aber
leider doch Nebenwirkungen und Gefahren. Man versucht uns zur Änderung
der lieb gewonnenen Ernährung, und des Lebensstils sowie zu
mehr Bewegung zu bringen. Wir wechseln jedoch ungern unter Druck und
aus Angst unsere Gewohnheiten, eher aus eigener, freier
Entscheidung. Wir entdecken die Liebe zum exotischen Essen, weil
es „in“ ist, nicht weil wir dazu aufgefordert wurden. Die Rotationsernährung
ist zwar nicht exotisch, aber eine interessante, noch dazu gesunde
Erfahrung, die durch ihre Vorteile bald zur Gewohnheit wird.
Eintönigkeit und
Gleichschaltung
Wie es auch auf den ersten Blick unverständlich
und merkwürdig erscheint, ernährten sich die Menschen während
ihrer Millionen von Jahren dauernden Geschichte selten so
abwechslungsarm, so eintönig, trotz des Überflusses, wie wir
heute. Aus Mangel und durch saisonale Einflüsse mussten die Urahnen
die Lebensmittel oft wechseln. Die Not, später begleitet von religiösen
Vorschriften, zwang sie, Pausen mit einzelnen oder sogar mit allen
Nahrungsmitteln (Fastenzeiten) einzulegen. Es fehlten ihnen die
technischen Möglichkeiten, die Produktion eines Nahrungssmittels während
des ganzen Jahres aufrechtzuerhalten oder grosse Vorräte anzulegen.
Erst seit ein paar Jahrzehnten gibt es Maschinen, die riesige Felder
bewässern und beackern, Treibhäuser, Mastfabriken, Tiefkühltruhen
und andere Konservierungsmöglichkeiten, die uns zusammen mit
schnellen Transporten, das ganze Jahr Fleisch, Milch, Milchprodukte,
Eier, Tomaten, Erdbeeren, Orangen, Bananen, Salat, alle Gemüsesorten,
Brot, Reis, Mais und Kartoffeln liefern. Und so können wir jahrein,
jahraus fertige Müeslimischungen mit Milch oder Joghurt,
Orangensaft, weiche, harte oder Spiegel- Eier zum Frühstück,
Bananen zum Znüni, gleiche Salatmischungen mit gleicher Sauce,
Fleisch mit Teigwaren, Kartoffeln oder Reis zum Mittagessen, Gipfel
mit Butter zum Zvieri, Aufschnitt, Käse, Brot zum Abendessen zu uns
nehmen, Milch, Coca-cola, Kaffee
oder Schwarztee dazu trinken. Durch die Massenproduktion werden
möglichst gleiche Nahrungsmittel produziert, die Vielfalt
verschwindet. In den Geschäften bekommen wir deshalb zwar während
des ganzen Jahres z.B. Aepfel und Birnen, aber nur in wenigen Sorten
angeboten. Dazu sind sie mit denselben chemischen Mitteln präpariert,
„verbessert“ und konserviert.
Die (unangenehmen) Folgen
Unser Verdauungssystem, der Magen-Darm-Trakt, hat
ein sehr grosses und wirksames Abwehrsystem, das uns gegen schädliche
Einflüsse schützt. Es bildet eine Einheit mit ähnlichen Systemen
der anderen Schleimhäute (Atmungs-, Harn- und Geschlechtsorgane)
und der Haut. Was in einem Teil geschieht,
beeinflusst das Ganze. Die Mehrheit der Pollenallergiker reagiert
nicht nur auf die Pollen in der Luft, sondern auch auf verschiedene
Speisen wie Honig, Gewürze, Nüsse und manche Obstsorten. Das
Abwehrsystem entwickelt sich allmählich. Für Säuglinge ist die Muttermilch
die geeignetste Speise, schon die fremdartige Kuhmilch
kann Schwierigkeiten in Form von Ausschlägen, Erbrechen und Koliken
bereiten. Mit der Zeit kann man den Kindern immer kompliziertere,
fremdere Speisen anbieten. Aber auch später soll man damit nicht
übertreiben. Das Abwehrsystem des
Magen-Darm-Traktes ist während der Millionen von Jahren der
Menschheitsentwicklung auf Vielfalt, Abwechslung und Pausen gewohnt
und angepasst. Das zwar gegenwärtig grössere, aber ununterbrochene
Angebot und der dauernde Konsum derselben Lebensmittel überfordert
das Abwehrsystem und stört dessen Gleichgewicht. Je nach den
vererbten Eigenschaften reagieren wir früher oder später, der eine
mit Sodbrennen, Blähungen,
Verstopfung oder Durchfall, der andere mit Hautausschlägen,
Asthma oder Kopfschmerzen. Die Reihe
der Beschwerden ist lang, jede Krankheit, bei der die Körperabwehr
eine Rolle spielt, und es sind viele, wird durch die Ernährung
beeinflusst. Auch solche, bei denen wir kaum an diese Verbindung
denken würden, wie z.B. gewisse Arten von Schwindel.
Die Hochleistungssportler ernähren sich
anscheinend sehr gesund. Trotzdem leiden sie überdurchschnittlich
unter Allergien, Erkältungen und
Nebenhöhlenentzündungen (und Knochenbrüchen).
Es wird dem erhöhten Stress während ihrer Wettkämpfe
zugeschrieben. Ihre einseitige Ernährung mit den dauernden Unmengen
von Pasta, Bananen, Orangensaft, u.ä. trägt auch wesentlich dazu
bei.
Die (wirksame) Abhilfe -
die Rotation
 
Der Ursprung des Rotationsprinzips stammt aus der
Diagnose und Therapie von Allergien. Man
isst dabei in Abständen von mehreren Tagen Nahrungssmittel, die
verwandt sind und auf die der Körper gleich reagieren kann. So
findet man leichter heraus, welche Lebensmittel die Beschwerden
verursachen. Während der Pausen erholt sich das Abwehrsystem von
der Belastung mit dem schädigenden Nahrungsmittel. Die Ernährung
wird damit abwechslungsreicher, und man isst von den einzelnen
Nahrungsmitteln insgesamt weniger.
Ein Beispiel: wenn jemand am ersten Tag Mais isst, am zweiten
Kartoffeln, am dritten Reis und am vierten Weizen (Brot, Teigwaren)
und sich nur am vierten Tag sein Bauch bläht, leidet er womöglich
unter der Weizeneiweissunverträglichkeit. Rotiert er weiter
(Weizenprodukte weiterhin nur jeden 5. Tag), erholt sich sein Darm während
der vier weizenfreien Tage vom Weizen, die Gesamtmenge des
verspiesenen Weizens verringert sich gegenüber früher und sein
Darm und Körper reagieren immer weniger auf Weizen mit unangenehmen
Erscheinungen. Noch schneller erreicht er die Beschwerdenfreiheit,
wenn er den Weizen für eine gewisse Zeit, in der Regel mehrere
Monate, ganz aus der Ernährung weglässt.
Die Tabelle zeigt ein
8-Tage-Rotationsschema für Obst. Gleiche Schemen gibt es für
Getreide, Gemüse, Salate, Kräuter, Fleisch, Fische, Nüsse, Fette
und Oele. Zum besseren Verständnis noch ein Beispiel: an einem Tag
gibt es Kalb-, Rindfleisch und Milchprodukte, an einem anderen Tag
Geflügel und Eier.
Wie Sie unseres vollständiges Rotationsschema
erwerben können, erfahren Sie hier.
Wir bieten dazu auch entsprechende Beratung.
Die (angenehmen) Folgen
Durch die Rotation
wird unsere Ernährung bunter und vielfältiger, wie erwähnt, während
der Pausen erholt sich das Abwehrsystem des Darmes und reagiert
nicht mehr so krankhaft auf die Lebensmittel. Wir leiden nicht unter
den verschiedenen Zeichen der Lebensmittelunverträglichkeiten.
Die einfachen, trotzdem schmackhaften, abwechslungsreichen Speisen
der Rotationsernährung können aus Prinzip keine der üblichen, täglichen
Kalorienbomben sein.
Der Erfolg des Television-Kochs Jamie Oliver soll daran gründen,
dass er, ähnlich uns, in der Regel einfache
Gerichte mit nur wenigen gängigen Zutaten bereitet.
Sie aktivieren und benützen verschiedene
Umwandlungswege und überlasten den Stoffwechsel nicht. Dadurch
erreicht man das Normalgewicht und leidet
nicht unter den immer häufigeren „Zivilisationskrankheiten“.
Vorteilhafterweise isst man natürlich keine Fertigprodukte, da man
ja deren Zusammensetzung nicht immer kennt. Somit vermeidet man auch
die nicht selten schädlichen Zusatzstoffe. Für die Rotationsernährung
sollte in folgender Reihenfolge eingekauft weden: 1. Frische
Produkte aus biologischem Anbau. 2. Sonstige frische Produkte. 3.
Einzelne, gefrorene Lebensmittel (keine Mischungen). 4. Getrocknete
und gedörrte Lebensmittel. Die frischen Lebensmittel und deren
schonende Zubereitung garantieren für eine genügende Zufuhr von
Vitaminen und anderen bioaktiven Stoffen, deren Bedeutung für
unsere Gesundheit immer mehr bestätigt wird.
Wie man sieht, ist das Kochen bei der Rotationsernährung
dem gegenwärtigen (gesunden) Trend
entsprechend eine wichtige Tätigkeit, die mehr Zeit verlangt als
die Fast-Food-Ernährung. Unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden sind
es aber wert. Diese „verlorene“ Zeit gewinnen wir nicht nur
durch die selteneren Arztbesuche zurück, sondern auch durch die
steigende Leistungsfähigkeit.
Man kann sich auch bei Einladungen und Festen an
den altgewohnten Köstlichkeiten erfreuen, wenn dann jedoch wieder
die ursprünglichen Probleme auftauchen, kehrt man umso lieber zur
Rotationsernährung zurück. Sowohl Gewicht wie unser Wohlbefinden
stimmen dann bald wieder.
Wie streng und wie lange soll
man rotieren
erfahren Sie hier.
S. dazu auch die ergänzenden Seiten "Störungen
des Immunsystems durch die Eintönigkeit der Ernährung"
und "Untersuchung und Behandlung von
Unverträglichkeiten und Allergien".
Die "Rotationswelle" erreichte bereits auch die
Restaurants, wie dieser Beispiel zeigt:

Informationen über Dinkel und seine verschiedene
schmackhafte Zubereitungen findet man hier.
Weiterführende Literatur:
Brostoff J, Gamlin L: Lebensmittelallergie. Droemer Verlag; München.
Da vergriffen, leider nur über Fachbibliotheken auszuleihen.
Poschet J, Juchheim JK: Allergien. BLV Verlagsgesellschaft, München.
Flade S: Nahrungsmittelallergie natürlich behandeln. GU Ratgeber
Naturmedizin.
Cuttler EW: Winning the war against asthma&allergies. Delmar
Publishers, New York, 1998, ISBN 0-8273-8622-2.
Falls
Sie uns wieder besuchen möchten
(was uns unheimlich freuen würde)
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