Gesund durch Essen
Ernährungsberatung und NAET-Behandlung von Allergien und Unverträglichkeiten
Dr. med. Peter Marko, 
Heinestrasse 26, CH-9008 St.Gallen 
Anmeldung T: 071 250 15 18 Fax: 071 250 15 19 E-mail: Peter.J.Marko@hin.ch


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Letzte redaktionelle Änderung 6.6.06

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Gesund durch die Rotationsernährung   

S. dazu auch die ergänzenden Seiten "Störungen des Immunsystems durch die Eintönigkeit der Ernährung" und "Untersuchung und Behandlung von Unverträglichkeiten und Allergien".

Nicht nur am Anfang des Jahres besinnen wir uns und fassen gute Vorsätze. Aus verschiedenen mehr oder weniger zwingenden Gründen möchten wir ab und zu ein neues, besseres Leben beginnen und u. a. unsere Ernährung ändern, umstellen.

 Unser  Lebensstil 

hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr geändert. Dem Thema entsprechend betrachten wir hier nur die Ernährung. In den Wohlstandsgebieten leiden wir nicht unter Mangel an Nahrung. Umgekehrt, werden immer mehr Nahrungsmittel das ganze Jahr durch in genügender Menge angeboten. Dadurch wurden zwar viele lebensbedrohliche Krankheiten verbannt, wir leben länger und geniessen den Ueberfluss wie keine Generation vor uns, aber wir leiden zunehmend unter teilweise neuen, sogenannten Zivilisationskrankheiten, die unser Leben nicht nur erschweren, sondern auch verkürzen. Somit wird uns dieser Genuss leider verdorben. Die 

 Verderber

sind verschiedene Stoffwechselstörungen, wie zu viel Fett im Blut, an den Gefässwänden und auch sonst im ganzen Körper, Zuckerkrankheit, Gicht, die unedlen, umso schmerzhafteren Nieren- und Gallensteine, Gelenkabnützungen, Störungen der Magen-Darm-Tätigkeit, u.a. Auch die Allergien nehmen zu. Die Medizin bietet uns dagegen immer mehr, immer teurere Medikamente und andere Behandlungen an, mit zwar seltenen, aber leider doch Nebenwirkungen und Gefahren. Man versucht uns zur Änderung der lieb gewonnenen Ernährung,  und des Lebensstils sowie zu mehr Bewegung zu bringen. Wir wechseln jedoch ungern unter Druck und aus Angst unsere Gewohnheiten, eher aus eigener, freier Entscheidung. Wir entdecken die Liebe zum exotischen Essen, weil es „in“ ist, nicht weil wir dazu aufgefordert wurden. Die Rotationsernährung ist zwar nicht exotisch, aber eine interessante, noch dazu gesunde Erfahrung, die durch ihre Vorteile bald zur Gewohnheit wird.

 Eintönigkeit und Gleichschaltung 

Wie es auch auf den ersten Blick unverständlich und merkwürdig erscheint, ernährten sich die Menschen während ihrer Millionen von Jahren dauernden Geschichte selten so abwechslungsarm, so eintönig, trotz des Überflusses, wie wir heute. Aus Mangel und durch saisonale Einflüsse mussten die Urahnen die Lebensmittel oft wechseln. Die Not, später begleitet von religiösen Vorschriften, zwang sie, Pausen mit einzelnen oder sogar mit allen Nahrungsmitteln (Fastenzeiten) einzulegen. Es fehlten ihnen die technischen Möglichkeiten, die Produktion eines Nahrungssmittels während des ganzen Jahres aufrechtzuerhalten oder grosse Vorräte anzulegen. Erst seit ein paar Jahrzehnten gibt es Maschinen, die riesige Felder bewässern und beackern, Treibhäuser, Mastfabriken, Tiefkühltruhen und andere Konservierungsmöglichkeiten, die uns zusammen mit schnellen Transporten, das ganze Jahr Fleisch, Milch, Milchprodukte, Eier, Tomaten, Erdbeeren, Orangen, Bananen, Salat, alle Gemüsesorten, Brot, Reis, Mais und Kartoffeln liefern. Und so können wir jahrein, jahraus fertige Müeslimischungen mit Milch oder Joghurt, Orangensaft, weiche, harte oder Spiegel- Eier zum Frühstück, Bananen zum Znüni, gleiche Salatmischungen mit gleicher Sauce, Fleisch mit Teigwaren, Kartoffeln oder Reis zum Mittagessen, Gipfel mit Butter zum Zvieri, Aufschnitt, Käse, Brot zum Abendessen zu uns nehmen, Milch, Coca-cola, Kaffee oder Schwarztee dazu trinken. Durch die Massenproduktion werden möglichst gleiche Nahrungsmittel produziert, die Vielfalt verschwindet. In den Geschäften bekommen wir deshalb zwar während des ganzen Jahres z.B. Aepfel und Birnen, aber nur in wenigen Sorten angeboten. Dazu sind sie mit denselben chemischen Mitteln präpariert, „verbessert“ und konserviert.

 Die (unangenehmen) Folgen 

Unser Verdauungssystem, der Magen-Darm-Trakt, hat ein sehr grosses und wirksames Abwehrsystem, das uns gegen schädliche Einflüsse schützt. Es bildet eine Einheit mit ähnlichen Systemen der anderen Schleimhäute (Atmungs-, Harn- und Geschlechtsorgane) und der Haut. Was in einem Teil geschieht, beeinflusst das Ganze. Die Mehrheit der Pollenallergiker reagiert nicht nur auf die Pollen in der Luft, sondern auch auf verschiedene Speisen wie Honig, Gewürze, Nüsse und manche Obstsorten. Das Abwehrsystem entwickelt sich allmählich. Für Säuglinge ist die Muttermilch die geeignetste Speise, schon die fremdartige Kuhmilch kann Schwierigkeiten in Form von Ausschlägen, Erbrechen und Koliken bereiten. Mit der Zeit kann man den Kindern immer kompliziertere, fremdere Speisen anbieten. Aber auch später soll man damit nicht übertreiben. Das Abwehrsystem des Magen-Darm-Traktes ist während der Millionen von Jahren der Menschheitsentwicklung auf Vielfalt, Abwechslung und Pausen gewohnt und angepasst. Das zwar gegenwärtig grössere, aber ununterbrochene Angebot und der dauernde Konsum derselben Lebensmittel überfordert das Abwehrsystem und stört dessen Gleichgewicht. Je nach den vererbten Eigenschaften reagieren wir früher oder später, der eine mit Sodbrennen, Blähungen, Verstopfung oder Durchfall, der andere mit Hautausschlägen, Asthma oder Kopfschmerzen. Die Reihe der Beschwerden ist lang, jede Krankheit, bei der die Körperabwehr eine Rolle spielt, und es sind viele, wird durch die Ernährung beeinflusst. Auch solche, bei denen wir kaum an diese Verbindung denken würden, wie z.B. gewisse Arten von Schwindel. Die Hochleistungssportler ernähren sich anscheinend sehr gesund. Trotzdem leiden sie überdurchschnittlich unter Allergien, Erkältungen und Nebenhöhlenentzündungen (und Knochenbrüchen). Es wird dem erhöhten Stress während ihrer Wettkämpfe zugeschrieben. Ihre einseitige Ernährung mit den dauernden Unmengen von Pasta, Bananen, Orangensaft, u.ä. trägt auch wesentlich dazu bei.

 Die (wirksame) Abhilfe - die Rotation   

Der Ursprung des Rotationsprinzips stammt aus der Diagnose und Therapie von Allergien. Man isst dabei in Abständen von mehreren Tagen Nahrungssmittel, die verwandt sind und auf die der Körper gleich reagieren kann. So findet man leichter heraus, welche Lebensmittel die Beschwerden verursachen. Während der Pausen erholt sich das Abwehrsystem von der Belastung mit dem schädigenden Nahrungsmittel. Die Ernährung wird damit abwechslungsreicher, und man isst von den einzelnen Nahrungsmitteln insgesamt weniger. 

Ein Beispiel: wenn jemand am ersten Tag Mais isst, am zweiten Kartoffeln, am dritten Reis und am vierten Weizen (Brot, Teigwaren) und sich nur am vierten Tag sein Bauch bläht, leidet er womöglich unter der Weizeneiweissunverträglichkeit. Rotiert er weiter (Weizenprodukte weiterhin nur jeden 5. Tag), erholt sich sein Darm während der vier weizenfreien Tage vom Weizen, die Gesamtmenge des verspiesenen Weizens verringert sich gegenüber früher und sein Darm und Körper reagieren immer weniger auf Weizen mit unangenehmen Erscheinungen. Noch schneller erreicht er die Beschwerdenfreiheit, wenn er den Weizen für eine gewisse Zeit, in der Regel mehrere Monate, ganz aus der Ernährung weglässt. 

Die Tabelle zeigt ein 8-Tage-Rotationsschema für Obst. Gleiche Schemen gibt es für Getreide, Gemüse, Salate, Kräuter, Fleisch, Fische, Nüsse, Fette und Oele. Zum besseren Verständnis noch ein Beispiel: an einem Tag gibt es Kalb-, Rindfleisch und Milchprodukte, an einem anderen Tag Geflügel und Eier.

Wie Sie unseres vollständiges Rotationsschema erwerben können, erfahren Sie hier. Wir bieten dazu auch entsprechende Beratung.

  Die (angenehmen) Folgen 

Durch die Rotation wird unsere Ernährung bunter und vielfältiger, wie erwähnt, während der Pausen erholt sich das Abwehrsystem des Darmes und reagiert nicht mehr so krankhaft auf die Lebensmittel. Wir leiden nicht unter den verschiedenen Zeichen der Lebensmittelunverträglichkeiten. Die einfachen, trotzdem schmackhaften, abwechslungsreichen Speisen der Rotationsernährung können aus Prinzip keine der üblichen, täglichen Kalorienbomben sein. 

Der  Erfolg des Television-Kochs Jamie Oliver soll daran gründen, dass er, ähnlich uns, in der Regel einfache Gerichte mit nur wenigen gängigen Zutaten bereitet.

Sie aktivieren und benützen verschiedene Umwandlungswege und überlasten den Stoffwechsel nicht. Dadurch erreicht man das Normalgewicht und leidet nicht unter den immer häufigeren „Zivilisationskrankheiten“. Vorteilhafterweise isst man natürlich keine Fertigprodukte, da man ja deren Zusammensetzung nicht immer kennt. Somit vermeidet man auch die nicht selten schädlichen Zusatzstoffe. Für die Rotationsernährung sollte in folgender Reihenfolge eingekauft weden: 1. Frische Produkte aus biologischem Anbau. 2. Sonstige frische Produkte. 3. Einzelne, gefrorene Lebensmittel (keine Mischungen). 4. Getrocknete und gedörrte Lebensmittel. Die frischen Lebensmittel und deren schonende Zubereitung garantieren für eine genügende Zufuhr von Vitaminen und anderen bioaktiven Stoffen, deren Bedeutung für unsere Gesundheit immer mehr bestätigt wird. 

Wie man sieht, ist das Kochen bei der Rotationsernährung dem gegenwärtigen (gesunden) Trend entsprechend eine wichtige Tätigkeit, die mehr Zeit verlangt als die Fast-Food-Ernährung. Unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden sind es aber wert. Diese „verlorene“ Zeit gewinnen wir nicht nur durch die selteneren Arztbesuche zurück, sondern auch durch die steigende Leistungsfähigkeit. 

Man kann sich auch bei Einladungen und Festen an den altgewohnten Köstlichkeiten erfreuen, wenn dann jedoch wieder die ursprünglichen Probleme auftauchen, kehrt man umso lieber zur Rotationsernährung zurück. Sowohl Gewicht wie unser Wohlbefinden stimmen dann bald wieder.   

Wie streng und wie lange soll man rotieren

erfahren Sie hier. S. dazu auch die ergänzenden Seiten "Störungen des Immunsystems durch die Eintönigkeit der Ernährung" und "Untersuchung und Behandlung von Unverträglichkeiten und Allergien".

Die "Rotationswelle" erreichte bereits auch die Restaurants, wie dieser Beispiel zeigt:

 

Informationen über Dinkel und seine verschiedene schmackhafte Zubereitungen findet man hier.

 Weiterführende Literatur:

Brostoff J, Gamlin L: Lebensmittelallergie. Droemer Verlag; München. Da vergriffen, leider nur über Fachbibliotheken auszuleihen.
Poschet J, Juchheim JK: Allergien. BLV Verlagsgesellschaft, München.
Flade S: Nahrungsmittelallergie natürlich behandeln. GU Ratgeber Naturmedizin.
Cuttler EW: Winning the war against asthma&allergies. Delmar Publishers, New York, 1998, ISBN 0-8273-8622-2.

 


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