Gesund durch Essen
Ernährungsberatung und NAET-Behandlung von Allergien und Unverträglichkeiten
Dr. med. Peter Marko, 
Heinestrasse 26, CH-9008 St.Gallen 
Anmeldung T: 071 250 15 18 Fax: 071 250 15 19 E-mail: Peter.J.Marko@hin.ch


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Letzte redaktionelle Änderung 5.10.2006

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Kuhmilch und Allergien

Es gibt Beweise, dass der Grund für verschiedene Krankheiten bereits in der Ernährung der werdenden Mutter liegt. Die Ernährung des Neugeborenen und des Säuglings spielt eine noch grössere Rolle. Das Kuhmilcheiweiss ist das erste fremde Eiweiss, mit dem das Immunsystem des Darmes u. U. in (zu) grosser Menge in Kontakt kommt. Das Verdauungs- und das Immunsystem des Darmes reifen langsam und sind nur allmählich bereit, andere, fremde Eiweisse normal  immunologisch neutral zu verdauen. Das für die Verdauung des Milcheiweisses bestimmte Ferment, Chymotrypsin, ist so gebaut, dass es bei Menschen eher das menschliche als ein fremdes Milcheiweiss verdaut. Deswegen bestätigt dessen Abwesenheit nach dem 4. Lebensjahr, dass die Menschen, entgegen der üblichen Behauptung, im späteren Alter eher nicht für grosse Mengen von Milch und Milchprodukten gebaut und geeignet sind. Wenn sie es auch jenseits des Säuglings- und Kleinkindsalters konsumieren, treten nicht selten Probleme ein. Nebst Weizeneiweiss ist das Kuhmilcheiweiss das häufigste Allergen auch im Erwachsenenalter. Es ist nicht nur für Neurodermitis, Asthma, chronische Nasen- und Nasennebenhöhlenentzündungen, aber auch für Krankheiten anderer Organsysteme mitverantwortlich. Wie wir bereits in unseren Tipps berichtet haben, können die Beschwerden verbunden mit der Refluxkrankheit (Rücklauf des (sauren) Mageninhaltes in die Speiseröhre) bei Säuglingen und Kleinkindern durch eine Allergie auf Kuhmilcheiweiss verursacht werden. Dasselbe gilt für das Erbrechen und die Verstopfung in diesem Alter. Die Frage drängt sich auf, ob nur in diesem Alter; die entsprechenden Untersuchungen laufen wahrscheinlich bereits.

Was man dagegen tun kann?

  • Vorbeugend in jedem Alter und Zustand, vor allem aber während der Schwangerschaft und Stillzeit rotieren.

  • Die Säuglinge so lange es geht, bis sie allmählich eine andere Kost (5. - 6. Monat) aufnehmen können, stillen. Wenn es nicht geht, sogenannte hydrolysierte, anverdaute Säuglingsnahrung füttern.

  • Wenn das Kind oder der Erwachsene unter einer entsprechenden Krankheit leidet, Milch und Milchprodukte für gewisse Zeit (mehrere Monate) aus der Ernährung auslassen, später nur rotierend und in kleinen Mengen zu sich nehmen. Falls die Beschwerden wiederkehren, weiterhin oder wieder auslassen. Solche Kinder sollen unbedingt rotieren, da sie besonders zu Nahrungsmittelallergien neigen!

  • Es hat keinen Sinn, die Kuhmilch durch eine andere tierische Milch oder sogar pflanzliche, wie Sojamilch, zu ersetzen, da die Betreffenden gegen diese Ersätze ebenfalls allergisch werden können. Eben - ohne Rotieren kein Erfolg!

  • Die NAET Methode hilft nicht nur bei der Suche nach dem krankmachenden Lebensmittel bei Mutter und Kind, sondern sie kann die krankhafte Reaktion auf die Reize (Trigger) verringen, bremsen, beseitigen. Beide Behandlungen, die NAET und die Rotation, ergänzen und unterstützen sich gegenseitig.

Dass Mütter mit Zöliakie  ihre Kinder möglichst lange stillen (6-8 Monate) sollen und  möglichst spät und wenig Kuhmilch und Milchprodukte in die Nahrung einführen, zeigte eine Studie.

Diese Massnahmen gelten nicht nur für Milch, sondern auch für andere Lebensmittel, vor allem Weizen, Eier, Zitrusprodukte, Nüsse, Fische. Es trifft meistens leider die Lebensmittel, die wir gerne und viel essen, künstliche Zusatzprodukte nicht vergessen!

Wie oft sich die Milch und die Milchprodukte an der Entstehung des Reizdarmes beteiligen, erfahren Sie unter „Lebensmittel und Reizdarm“. Diese Angaben gelten ungefähr auch für andere Unverträglichkeiten.

Schauen Sie auch Vergleich Mutter- und Kuhmilch.

Unsere vielen anderen Seiten über die Bedeutung und Auswirkung von Lebensmittelallergien finden Sie in der "Ernährung" unter  "Nahrungsmittelintoleranzen".

 

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