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Letzte redaktionelle Änderung
5.10.2006
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Kuhmilch
und Allergien
Es gibt Beweise, dass der Grund für
verschiedene Krankheiten bereits in der Ernährung der
werdenden Mutter liegt. Die Ernährung des Neugeborenen und
des Säuglings spielt eine noch grössere Rolle. Das
Kuhmilcheiweiss ist das erste
fremde Eiweiss, mit dem das Immunsystem des Darmes u. U. in
(zu) grosser Menge in Kontakt kommt. Das Verdauungs- und das
Immunsystem des Darmes reifen langsam und sind nur allmählich
bereit, andere, fremde Eiweisse normal immunologisch
neutral zu verdauen. Das für die Verdauung des
Milcheiweisses bestimmte Ferment, Chymotrypsin, ist so gebaut,
dass es bei Menschen eher das menschliche als ein fremdes
Milcheiweiss verdaut. Deswegen bestätigt dessen
Abwesenheit nach dem 4. Lebensjahr, dass die Menschen, entgegen
der üblichen Behauptung, im späteren Alter eher nicht
für grosse Mengen von Milch und Milchprodukten gebaut und
geeignet sind. Wenn sie es auch jenseits des Säuglings-
und Kleinkindsalters konsumieren, treten nicht selten Probleme
ein. Nebst Weizeneiweiss ist das
Kuhmilcheiweiss das häufigste Allergen auch im
Erwachsenenalter. Es ist nicht nur für Neurodermitis,
Asthma, chronische Nasen- und Nasennebenhöhlenentzündungen,
aber auch für Krankheiten
anderer Organsysteme mitverantwortlich. Wie wir bereits in
unseren Tipps berichtet haben, können
die Beschwerden verbunden mit der Refluxkrankheit
(Rücklauf des (sauren) Mageninhaltes in die Speiseröhre)
bei Säuglingen und Kleinkindern durch eine Allergie auf
Kuhmilcheiweiss verursacht werden. Dasselbe gilt für das
Erbrechen und die Verstopfung in diesem Alter. Die Frage drängt
sich auf, ob nur in diesem Alter; die entsprechenden
Untersuchungen laufen wahrscheinlich bereits.
Was man dagegen tun kann?
Vorbeugend in
jedem Alter und Zustand, vor allem aber während der
Schwangerschaft und Stillzeit
rotieren.
Die Säuglinge
so lange es geht, bis sie allmählich eine andere Kost (5.
- 6. Monat) aufnehmen können, stillen. Wenn es nicht
geht, sogenannte hydrolysierte, anverdaute Säuglingsnahrung
füttern.
Wenn das Kind
oder der Erwachsene unter einer entsprechenden
Krankheit leidet, Milch und Milchprodukte für gewisse
Zeit (mehrere Monate) aus der Ernährung auslassen, später
nur rotierend und in kleinen
Mengen zu sich nehmen. Falls die Beschwerden wiederkehren,
weiterhin oder wieder auslassen. Solche Kinder sollen
unbedingt rotieren, da sie besonders zu
Nahrungsmittelallergien neigen!
Es hat keinen
Sinn, die Kuhmilch durch eine andere tierische Milch oder
sogar pflanzliche, wie Sojamilch, zu ersetzen, da die
Betreffenden gegen diese Ersätze ebenfalls allergisch
werden können. Eben - ohne Rotieren
kein Erfolg!
Die NAET Methode
hilft nicht nur bei der Suche nach dem krankmachenden
Lebensmittel bei Mutter und Kind, sondern sie kann die
krankhafte Reaktion auf die Reize (Trigger) verringen,
bremsen, beseitigen. Beide Behandlungen, die NAET
und die Rotation, ergänzen und unterstützen sich
gegenseitig.
Dass Mütter mit Zöliakie ihre Kinder
möglichst lange stillen (6-8
Monate) sollen und möglichst spät und wenig
Kuhmilch und Milchprodukte in die
Nahrung einführen, zeigte eine
Studie.
Diese Massnahmen gelten nicht nur für
Milch, sondern auch für andere Lebensmittel, vor allem
Weizen, Eier, Zitrusprodukte, Nüsse, Fische. Es trifft
meistens leider die Lebensmittel, die wir gerne und viel essen,
künstliche Zusatzprodukte nicht vergessen!
Wie oft sich die Milch und die Milchprodukte an
der Entstehung des Reizdarmes beteiligen,
erfahren Sie unter „Lebensmittel und
Reizdarm“. Diese Angaben gelten ungefähr auch
für andere Unverträglichkeiten.
Schauen Sie auch Vergleich
Mutter- und Kuhmilch.
Unsere vielen anderen Seiten über die
Bedeutung und Auswirkung von Lebensmittelallergien finden Sie
in der "Ernährung"
unter "Nahrungsmittelintoleranzen".
Falls
Sie uns wieder besuchen möchten
(was uns unheimlich freuen würde)
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