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Letzte redaktionelle Änderung 14.9.05
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Mastozytose - Urtikaria pigmentosa
Mastozyten sind
Zellen, die verschiedene Stoffe (u. a. Histamin) enthalten, die sie
bei allergischen und nicht allergischen Reaktionen (Unverträglichkeiten)
ausschütten. Unter Mastozytose versteht man eine Krankheit,
bei der die Mastozyten in verschiedenen Geweben vermehrt vorhanden
sind und dadurch diese Stoffe schneller und stärker wirken.
Vorkommen: häufiger als
angenommen, da die Zeichen noch oft übersehen und missdeutet sind.
Selten familiäre Häufung, über Vererbung sind noch keine sicheren
Angaben möglich
Formen (je
nach Gewebebefall):
1. Kutane (Haut), überwiegend
von Kindheit aus, kann vor allem nach Pubertät verschwinden, wenn
Beginn später, ist sie meistens mit anderen, systemischen Formen
verbunden. Sie hat verschiedene Erscheinungen:
1.1. Diffuse kutane Mastozytose (DCM)
1.2. Hautmastozytom
1.3. Teleangiectasia macularis
eruptiva perstans
1.4. Am häufigsten kommt sie als
Nesselfieber (Urtikaria) vor. Da die Ausschläge oft Farb- (Pigment-)flecken
hinterlassen - nennt man sie Urticaria pigmentosa.
 
2. Systemische (andere,
meistens mehrere Systeme betroffen):
2.1. Magen-Darm-Trakt (Leber
inbegriffen)
2.2. Lymphatisches System (Milz
inbegriffen)
2.3. Knochen und Knochenmark (oft mit
Urticaria pigmentosa verbunden)
Die reinen systemischen Formen können
selten maligne (bösartig) entarten (die mit sog. C-Kit Mutationen),
sodass sie diesbezüglich überwacht werden sollen. Dies betrifft
jedoch nicht die Haut- und die mit Haut gemischten Formen.
Die Symptome
(Zeichen) der Mastozytose sind verschieden, diese
gehört zu den sog. "Chamäleon"-Krankheiten. Sie werden
durch verschiedene Reize (mechanisch (Druck, Biegen), oder
biochemisch (Ernährung) hervorgerufen und/oder verschlechtert. Die
häufigsten:
1. Hauterscheinungen, die manchmal
sehr diskret sein können, am häufigsten jedoch als Urtikaria
pigmentosa (pigmentiertes Nesselfieber)
2.1 Magen-Zwölfingerdarm Geschwüre,
Bauchschmerzen, Durchfälle
2.2 Lymphdrüsenschwellungen,
Vermehrung von Lymphozyten
2.3. Knochenschmerzen, Knochenveränderungen
2.4 Reizblase
2.5 Vermehrte Blutgerinnung
2.6. Vermehrte Reaktion auf
Insektenstiche
2.7. "Flush" (plötzlich
aufgetretende Rötungen) und Kolaps (Schwäche mit Blutdruckabfall)
2.8. Kopfschmerzen
Diagnose:
-
S.
Zeichen ("daran denken" z. B. bei Insektenallergie)
-
Blut-
und Urinuntersuchung (Tryptase im Blut, Histamin im Blut und im
Urin, N-methyl-imidazole-Essigsäure im Urin)
-
mikroskopische
Untersuchung (betroffenes Gewebe, Blutkörperchen)
-
Röntgenuntersuchung der Knochen
Therapie:
Vermeidung von
verschlechternden Reizen
-
wie
Insektenstichen
-
durch
richtige Hautpflege (Vorsicht mit heissen Bädern und Duschen
und starkem Abrubbeln nach Baden und Duschen)
-
durch Ernährung
(histaminarm, Lebensmittelunverträglichkeiten
beachten)
-
durch
Vorsicht mit gewissen Medikamenten
(besonders Aspirin, Kodein, Opiaten, Procain, Polymyxin B) Kaffee
und Alkohol
-
Die kinesiologischen
Methoden helfen nicht nur bei der Suche nach den
verschlechternden Reizen (Triggern), sondern sie können die
krankhafte Reaktion auf die Reize verringern,
bremsen. Mit NAET
kann man direkt auch die Histaminempfindlichkeit behandeln. Der
Erfolg wird durch die Rotation
beschleunigt und befestigt. Beide Behandlungen, die
NAET und die Rotation, ergänzen und unterstützen sich
gegenseitig.
Medikamente
-
Antihistaminika
(H-1 Rezeptorenhemmer) bei Hautsymptomen
-
H-2
Rezeptorenhemmer (bei Darmsymptomen)
-
Kortikosteroide
-
Cromoglycinsäurepräparate
-
Vitamin
B6 und Vitamin C optimieren die
Aktivität des Enzyms Diaminoxidase, die im
Darm Histamin abbaut
-
Naturmittel
Lebertran als allgemeines Hautstärkungsmittel
-
Neuerlich
wurden zusätzlich Leukotrienantagonisten empfohlen, Mittel, die
man bisher gegen Asthma verwendete
-
Neue molekularbiologische,
immunologische Mittel sind in der Entwicklung
Falls
Sie uns wieder besuchen möchten
(was uns unheimlich freuen würde)
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