Gesund durch Essen
Ernährungsberatung und NAET-Behandlung von Allergien und Unverträglichkeiten
Dr. med. Peter Marko, 
Heinestrasse 26, CH-9008 St.Gallen 
Anmeldung T: 071 250 15 18 Fax: 071 250 15 19 E-mail: Peter.J.Marko@hin.ch


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Letzte redaktionelle Änderung 5.8.07

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Altersbedingtes Nachlassen der Sehkraft
 (Macula
*
Degeneration) und Ernährung
 

In den Wohlstandsländern ist das altersbedingte Nachlassen der Sehkraft (Macula Degeneration) die häufigste Ursache der erworbenen Sehschwäche. 


Die zentrale Stelle in der Netzhaut, Macula = gelber Fleck, mit der wir die Farben wahrnehmen und scharf sehen, “nützt sich ab“, degeneriert. 

Jeder 20. Mensch zwischen 65 und 75 leidet darunter. Mit der Zeit hat man immer mehr Mühe mit Lesen, Schreiben und genauem Arbeiten. Die Orientierung im Raum bleibt erhalten. Mit dem Alter steigt sowohl die Zahl der Betroffenen, wie die Schwere der Beeinträchtigung. Die Neigung dazu wird vererbt. Die veränderten Lebensbedingungen, wozu auch die Ernährung gehört, spielen jedoch eine wichtige Rolle. Erhöhter Blutzucker und verschiedene Krankheiten wie Unterfunktion der Schilddrüse, Mangel an Vitaminen (vor allem Vitamin B12), Mineralien und Spurenelementen und starkes, direktes (Sonnen-) Licht, wie auch Rauchen wirken sich dabei negativ aus. Macula Degeneration kommt auch häufiger bei übergewichtigen Menschen (BMI) und bei erhöhtem Homocystein

Eine neue Studie zeigte, dass die Mischung von Folsäure und Vitaminen B6 und B12, das letzte in einer hohen Dosis (1 mg), verhinderte um 1/3 die Maculadegeneration bei Patientinnen mit Herz-Kreislaufkrankheiten. Es gibt keinen ersichtlichen Grund, warum die Wirkung nur auf Patientinnen mit Herz-Kreislaufkrankheiten beschränkt werden sollte. Diese Vitamine beteiligen sich an dem Abbau von Homocystein, einer Aminosäure, die, wie wir bereits oben erwähnten, bei MD erhöht ist. Vitamin B12 wirkt auch dem sog. oxidativen Stress entgegen, der sich an der Entstehung der Maculadegeneration beteiligt.

In dieser Studie ging es nur darum, die Wirkung zu beweisen oder zu widerlegen. Es ist anzunehmen, dass
die Vitaminmischung eher bei Menschen mit Vitaminmangel wirkt, wobei wegen der komplizierten und empfindlichen Aufnahme am ehesten Vitamin B12 in Frage kommt. Sein Mangel ist in der Tat sehr häufig. Es wurden weder die Ausgangswerte von Homocystein, Folsäure und Vitamin B12 bestimmt, noch geschaut, bei welchen Patientinnen die MD trotz der Vitamingabe eintrat. 

Vitamin B12-Mangel ist mitverantwortlich für die Entstehung und/oder Verlauf vieler Krankheiten. In unserer Praxis bemühen wir uns bei allen Patienten mit Unverträglichkeiten, Allergien, Ekzemen, Schuppenflechte, anderen Autoimmunkrankheiten, Darmkrankheiten, Fibromyalgie, chronischer Müdigkeit, Gedächtnisstörungen, u.a., das Vitamin B12 zu bestimmen und bei verminderten Werten zu verabreichen. Wie man sieht, beugt man damit auch der Maculadegeneration vor.

Taurin, eine Aminosäure, das als Neurotransmitter (ein Stoff, der die Nervenerregung überträgt) und Antioxidans wirkt, ist in einer grossen Menge in der Netzhaut vorhanden. Wir können es nur zum Teil selbst bilden und sind auf dessen Zufuhr in der Nahrung angewiesen. Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte enthalten viel, Milch und Milchprodukte wesentlich weniger, Gemüse und Früchte praktisch kein Taurin. Es gibt Hinweise, dass Zusätze von Taurin sich positiv auf die Macula Degeneration auswirken können. Wie bei Vitamin B12 und Zink (s.u.) bestimmen wir zuerst, ob bei dem Patienten Taurinmangel überhaupt vorhanden ist.

Wie können wir mit der Ernährung die Macula Degeneration verhindern? 

  • Sich ausgewogen, abwechslungsreich, möglichst mit vollwertigen, frischen Produkten ernähren.

  • Mindestens fünfmal pro Tag Salat, Gemüse, Früchte rotierend essen.

  • Möglichst kaltgepresste pflanzliche Öle (rotierend) benützen.

  • Zweimal pro Woche frische, nicht tief gefrorene und nicht gebratene Fischgerichte speisen.

  • Zweimal pro Woche frische, biologisch gezüchtete weiche Eier essen.

  • Während der Saison frische, sonst tiefgefrorene Heidelbeeren zweimal pro Woche essen.

  • Zusätzlich einmal pro Woche ein Omega-3 Fettsäuren Präparat einnehmen.

  • Grundsätzlich sich basisch betont, rotierend ernähren. 

  • Süssigkeiten und Süssgetränke meiden.

Es gehört zwar nicht zur Ernährung, sondern zum Lebensstil: 

  • Sehr wirksam ist mit dem Rauchen aufzuhören!

  • Der Blutdruck soll nicht erhöht sein.

  • Es ist einfach und wirksam -  bei Sonnenstrahlung soll man eine gute Sonneschutzbrille tragen.

Dieses sowieso gesunde Vorgehen  ist bei uns allen, nicht nur bei bereits Betroffenen und ihren Verwandten angebracht, da leider niemand ausschliessen kann, dass sich bei ihm mit dem steigenden Alter eine Macula Degeneration entwickelt.   

Den vielen Studien nach enthalten vor allem Gemüse  und Früchte verschiedene Stoffe wie Vitamine, Antioxidantien, Mineralien und Spurenelemente, die vor der Abnützung die Netzhaut schützen. Heidelbeeren sollen diesbezüglich besonders vorteilhaft sein. Eigelb ist reich an zwei Stoffen, Lutein and Zeaxanthin, die für das Augenlicht wichtig sind. Auch kurzkettige Omega-3 Fettsäuren in den pflanzlichen Ölen und langkettige in Fischen wirken sich positiv aus. Genug Vitamin D schützt auch gegen Macuka Degeneration.  

Menschen, die Nahrungsmittel mit hohen Betacaroten- (Provitamin A), Vitamin C, D und E und Zinkinhlat essen, leiden weniger unter Macula Degeneration. Wahrscheinlich sind auch viele andere Bestandteile solcher Nahrungsmittel mitverantwortlich für diese gute Wirkung. Es gibt inzwischen verschiedene (nichtkassenzulässige) Präparate, die diese Zusätze (Lutein und Zeaxanthin, Heidelbeerenextrakt) enthalten. In einer guten Studie half eine Mischung von Vitamin C (500 mg), Vitamin E (400 IE), Betacaroten (15 mg), Zink (80 mg) und Kupferoxid (2 mg) einmal pro Tag eingenommen bei 25% der Betroffenen das Fortschreiten der Degeneration zu verzögern.  

Ob es Sinn und Zweck hat, allgemein, ohne Unterschied, noch dazu zeitlich unbeschränkt, Zink und Kupfer einzunehmen, ist zu bezweifeln:

  • Die Resultate wurden in einer grossen Studie erhoben, in der die Wirkung grundsätzlich nur bestätigt oder ausgeschlossen werden sollte. Die Autoren, wie bei solchen Studien häufig, bestimmten nicht, wer welche verminderte Werte hat, d.h. sie berücksichtigen nicht die individuellen Bedürfnisse.
  • Die Kombination von Zink, Vitaminen und Antioxidantien verzögerte die Maculadegeneration bei mehreren Patienten, als wenn sie nur Zink, Vitamine oder Antioxidantien einzel genommen haben, weil
  • Patienten mit genug Zink von Anfang an, kaum Zink brauchen. 
  • Dies gilt auch für diejenigen, bei welchen ein Mangel (nach mehreren Monaten der Zinkeinnahme) bereits behoben wurde.
  • Kupfer wurde in der Studie ebenfalls dazu gegeben, damit kein Mangel entstehen kann, weil Zink dessen Aufnahme verhindert. Sowohl Zink wie Kupfer sind Gegenspieler, aber auch Eisen, Mangan und anderer Mineralien. 

    Wir gehen bei unseren Patienten folgendermassen vor:

    1. Vor der Therapie bestimmen wir Zink im Blutplasma. 
    2. Ist der Wert > 11 nmol/l geben wir keinen Zinkzusatz,
    3. ist er ein Raucher, auch kein Betacaroten, weil es (nur) bei ihnen die Entstehung des Lungenkrebses begünstigen kann. 
    4. Ist der Zinkwert in Plasma < 11 nmol/L, verordnen wir 8,5 – 15 mg Zink streng auf leeren Magen höchstens jeden 2. Tag, getrennt von eventuellen anderen Mineralienzusätzen (Calcium, Magnesium, Eisen, Mangan).
    5. Auch die anderen Vitamine und Antioxydantien nehmen die Patienten höchstens jeden 2. Tag.
    6. Falls wir Zink geben, kontrollieren wir in 4 – 6 Monaten den Zink- und sicherheitshalber auch Kupferspiegel im Plasma.
    7. Wenn Zinkmangel nachgewiesen wurde, hören wir nicht ganz mit seiner Gabe auf, weil wir den Grund dafür nicht beheben konnten, sondern
    8. wir passen die weitere Dosierung an, eventuell auch die des Kupfers. Manche Patienten nehmen dann Zink nur einmal in 1-2 Wochen.

Warum dieses Vorgehen:

  • Wir belasten die Patienten nicht unnötig mit Zink und Kupfer und
  • behindern so auch die Aufnahme der anderen Mineralien weniger.
  • Wenn der Patient Zink streng auf leeren Magen nimmt, wird es besser resorbiert und er braucht es weniger und kürzer zu nehmen.
  • Mit den Pausen von mindestens einem Tag zwischen den Zinkdosen (rotierend) entstehen weniger unerwünschte Nebenwirkungen und Unverträglichkeiten.

Mit NAET kann man versuchen festzustellen, wer welche Zusatzstoffe (Mineralien, Vitamine, Spurenelemente, Taurin) und in welcher Dosierung braucht. 

Eine Übersicht in englischer Sprache fasst kritisch die Einflüsse des Lebensstils auf die Macula Degeneration kritisch zusammen.

* Macula = gelber Fleck in der Mitte der Netzhaut mit Konzentration der farbempfindlichen Zäpfchen, Ort des Farb- und Scharfsehens

 

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