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Letzte redaktionelle Änderung 5.8.07
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Altersbedingtes
Nachlassen der Sehkraft
(Macula* Degeneration)
und Ernährung
In den Wohlstandsländern ist das altersbedingte
Nachlassen der Sehkraft (Macula Degeneration) die häufigste Ursache
der erworbenen Sehschwäche.

Die zentrale Stelle in der Netzhaut, Macula = gelber Fleck, mit der
wir die Farben wahrnehmen und scharf sehen, “nützt sich ab“,
degeneriert.

Jeder 20. Mensch zwischen 65 und 75 leidet
darunter. Mit der Zeit hat man immer mehr Mühe mit Lesen, Schreiben
und genauem Arbeiten. Die Orientierung im Raum bleibt erhalten. Mit
dem Alter steigt sowohl die Zahl der Betroffenen, wie die Schwere
der Beeinträchtigung. Die Neigung dazu wird vererbt. Die veränderten
Lebensbedingungen, wozu auch die Ernährung gehört, spielen jedoch
eine wichtige Rolle. Erhöhter Blutzucker und verschiedene
Krankheiten wie Unterfunktion der Schilddrüse, Mangel an Vitaminen
(vor allem Vitamin
B12), Mineralien und Spurenelementen und starkes, direktes
(Sonnen-) Licht, wie auch Rauchen
wirken sich dabei negativ aus. Macula Degeneration kommt
auch häufiger bei übergewichtigen Menschen
(BMI) und bei erhöhtem Homocystein.
Eine neue Studie zeigte, dass die Mischung von
Folsäure und Vitaminen B6 und B12, das letzte in einer hohen Dosis
(1 mg), verhinderte um 1/3 die Maculadegeneration bei Patientinnen
mit Herz-Kreislaufkrankheiten. Es gibt keinen ersichtlichen
Grund, warum die Wirkung nur auf Patientinnen mit
Herz-Kreislaufkrankheiten beschränkt werden sollte. Diese Vitamine
beteiligen sich an dem Abbau von Homocystein,
einer Aminosäure, die, wie wir bereits oben erwähnten, bei MD erhöht
ist. Vitamin B12 wirkt auch dem sog.
oxidativen Stress entgegen, der sich an der Entstehung der
Maculadegeneration beteiligt.
In dieser Studie ging es nur darum, die Wirkung zu beweisen oder
zu widerlegen. Es ist anzunehmen, dass
die Vitaminmischung eher bei Menschen mit Vitaminmangel wirkt, wobei
wegen der komplizierten und empfindlichen Aufnahme am ehesten
Vitamin B12 in Frage kommt. Sein Mangel ist in der Tat sehr häufig.
Es wurden weder die Ausgangswerte von Homocystein,
Folsäure und Vitamin B12 bestimmt,
noch geschaut, bei welchen Patientinnen die MD trotz der Vitamingabe
eintrat.
Vitamin B12-Mangel ist mitverantwortlich für die Entstehung
und/oder Verlauf vieler Krankheiten. In unserer Praxis bemühen wir
uns bei allen Patienten mit Unverträglichkeiten,
Allergien, Ekzemen, Schuppenflechte, anderen Autoimmunkrankheiten,
Darmkrankheiten, Fibromyalgie,
chronischer Müdigkeit, Gedächtnisstörungen,
u.a., das Vitamin B12 zu bestimmen und
bei verminderten Werten zu verabreichen. Wie man sieht, beugt man
damit auch der Maculadegeneration vor.
Taurin, eine Aminosäure, das als
Neurotransmitter (ein Stoff, der die Nervenerregung überträgt) und
Antioxidans wirkt, ist in einer grossen Menge in der Netzhaut
vorhanden. Wir können es nur zum Teil selbst bilden und sind auf
dessen Zufuhr in der Nahrung angewiesen. Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte
enthalten viel, Milch und Milchprodukte wesentlich weniger, Gemüse
und Früchte praktisch kein Taurin. Es gibt Hinweise,
dass Zusätze von Taurin sich positiv auf die Macula Degeneration
auswirken können. Wie bei Vitamin B12 und Zink
(s.u.) bestimmen wir zuerst, ob bei dem Patienten Taurinmangel überhaupt
vorhanden ist.
Wie können wir mit der Ernährung
die Macula Degeneration verhindern?
-
Sich ausgewogen,
abwechslungsreich, möglichst mit vollwertigen,
frischen Produkten ernähren.
-
Mindestens fünfmal
pro Tag Salat, Gemüse, Früchte rotierend
essen.
-
Möglichst kaltgepresste
pflanzliche Öle (rotierend) benützen.
-
Zweimal pro Woche
frische, nicht tief gefrorene und nicht gebratene Fischgerichte
speisen.
-
Zweimal pro Woche
frische, biologisch gezüchtete weiche Eier essen.
-
Während der Saison
frische, sonst tiefgefrorene Heidelbeeren zweimal pro Woche
essen.
-
Zusätzlich einmal
pro Woche ein Omega-3 Fettsäuren
Präparat einnehmen.
-
Grundsätzlich sich basisch
betont, rotierend ernähren.
-
Süssigkeiten und Süssgetränke meiden.
Es gehört zwar
nicht zur Ernährung, sondern zum Lebensstil:
-
Sehr wirksam ist
mit dem Rauchen aufzuhören!
-
Der Blutdruck
soll nicht erhöht sein.
-
Es ist einfach und
wirksam - bei Sonnenstrahlung soll man eine gute Sonneschutzbrille
tragen.
Dieses sowieso gesunde Vorgehen ist bei uns
allen, nicht nur bei bereits Betroffenen und ihren Verwandten
angebracht, da leider niemand ausschliessen kann, dass sich bei ihm
mit dem steigenden Alter eine Macula Degeneration entwickelt.
Den vielen Studien nach enthalten vor allem Gemüse
und Früchte verschiedene Stoffe wie Vitamine, Antioxidantien,
Mineralien und Spurenelemente, die vor der Abnützung die Netzhaut
schützen. Heidelbeeren sollen diesbezüglich
besonders vorteilhaft sein. Eigelb ist reich an zwei Stoffen, Lutein
and Zeaxanthin, die für das Augenlicht wichtig sind. Auch
kurzkettige Omega-3 Fettsäuren in den pflanzlichen
Ölen und langkettige in Fischen wirken
sich positiv aus. Genug Vitamin D schützt
auch gegen Macuka Degeneration.
Menschen, die Nahrungsmittel mit hohen
Betacaroten- (Provitamin A), Vitamin C, D und E und Zinkinhlat
essen, leiden weniger
unter Macula Degeneration. Wahrscheinlich
sind auch viele andere Bestandteile solcher Nahrungsmittel
mitverantwortlich für diese gute Wirkung. Es gibt inzwischen
verschiedene (nichtkassenzulässige) Präparate, die diese Zusätze
(Lutein und Zeaxanthin, Heidelbeerenextrakt) enthalten. In einer
guten Studie half eine Mischung von Vitamin C (500 mg), Vitamin E
(400 IE), Betacaroten (15 mg), Zink (80 mg) und Kupferoxid (2 mg)
einmal pro Tag eingenommen bei 25% der Betroffenen das Fortschreiten
der Degeneration zu verzögern.
Ob es Sinn und Zweck hat, allgemein, ohne
Unterschied, noch dazu zeitlich unbeschränkt, Zink
und Kupfer einzunehmen, ist zu bezweifeln:
- Die Resultate wurden in einer grossen Studie
erhoben, in der die Wirkung grundsätzlich nur bestätigt oder
ausgeschlossen werden sollte. Die Autoren, wie bei solchen
Studien häufig, bestimmten nicht, wer welche verminderte Werte
hat, d.h. sie berücksichtigen nicht die individuellen Bedürfnisse.
- Die Kombination von Zink, Vitaminen und
Antioxidantien verzögerte die Maculadegeneration bei mehreren
Patienten, als wenn sie nur Zink, Vitamine oder Antioxidantien
einzel genommen haben, weil
- Patienten mit genug Zink von Anfang an, kaum
Zink brauchen.
- Dies gilt auch für diejenigen, bei welchen ein
Mangel (nach mehreren Monaten der Zinkeinnahme) bereits behoben
wurde.
- Kupfer wurde in der Studie ebenfalls dazu
gegeben, damit kein Mangel entstehen kann, weil Zink dessen
Aufnahme verhindert. Sowohl Zink wie Kupfer sind Gegenspieler,
aber auch Eisen, Mangan und anderer Mineralien.
Wir gehen bei unseren Patienten folgendermassen
vor:
1. Vor der Therapie bestimmen wir Zink im Blutplasma.
2. Ist der Wert > 11 nmol/l geben wir keinen Zinkzusatz,
3. ist er ein Raucher, auch kein Betacaroten, weil es (nur) bei
ihnen die Entstehung des Lungenkrebses begünstigen kann.
4. Ist der Zinkwert in Plasma < 11 nmol/L, verordnen wir 8,5
– 15 mg Zink streng auf leeren Magen höchstens jeden 2. Tag,
getrennt von eventuellen anderen Mineralienzusätzen (Calcium,
Magnesium, Eisen, Mangan).
5. Auch die anderen Vitamine und Antioxydantien nehmen die
Patienten höchstens jeden 2. Tag.
6. Falls wir Zink geben, kontrollieren wir in 4 – 6 Monaten
den Zink- und sicherheitshalber auch Kupferspiegel im Plasma.
7. Wenn Zinkmangel nachgewiesen wurde, hören wir nicht ganz mit
seiner Gabe auf, weil wir den Grund dafür nicht beheben
konnten, sondern
8. wir passen die weitere Dosierung an, eventuell auch die des
Kupfers. Manche Patienten nehmen dann Zink nur einmal in 1-2
Wochen.
Warum dieses Vorgehen:
- Wir belasten die Patienten nicht unnötig mit
Zink und Kupfer und
- behindern so auch die Aufnahme der anderen
Mineralien weniger.
- Wenn der Patient Zink streng auf leeren Magen
nimmt, wird es besser resorbiert und er braucht es weniger und kürzer
zu nehmen.
- Mit den Pausen von mindestens einem Tag
zwischen den Zinkdosen (rotierend) entstehen weniger unerwünschte
Nebenwirkungen und Unverträglichkeiten.
Mit NAET kann man
versuchen festzustellen, wer welche Zusatzstoffe (Mineralien,
Vitamine, Spurenelemente, Taurin) und in welcher Dosierung braucht.
Eine Übersicht
in englischer Sprache fasst kritisch die Einflüsse des Lebensstils
auf die Macula Degeneration kritisch zusammen.
* Macula = gelber
Fleck in der Mitte der Netzhaut mit Konzentration der
farbempfindlichen Zäpfchen, Ort des Farb- und Scharfsehens
Falls
Sie uns wieder besuchen möchten
(was uns unheimlich freuen würde)
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