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Letzte redaktionelle Änderung 20.9.06
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Lebertran adieu, es gibt etwas Besseres, Umweltschonenderes!
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Werter Bürger denk daran,
wenn's kühl wird, dann nimm Lebertran,
denn dann wirst Du alt und grau
und hast Du was von der AHV.
Anonym in der 60-er Jahren nach der Einführung der Schweizer
Altersrente (AHV)
Einführung:
Lebertran wurde schon seit langer Zeit als
Quelle der Vitamine D und A geschätzt und früher auch zu
Hause und in den Schulen den Kindern mehr oder weniger
gewaltsam verabreicht. Wegen seines nicht gerade
hervorragenden Geschmackes stiess dieses Vorgehen auf
Ablehnung (und der Lebertran übel auf). Diese Abneigung blieb
bei vielen Leuten lebenslang bestehen. Den belastenden
Geschmack kann man jedoch einfach bekämpfen. Wir zeigen Ihnen
wie.
In den 40-er Jahre des vorigen Jahrhunderts
merkte der amerikanische Heilpraktiker D. D. Alexander, dass
der Lebertran bei Vorbeugung und Therapie des Rheumas und
anderer Krankheiten nicht nur wegen des Inhaltes an Vitaminen
D und A wirkt*. Bereits damals fand er dafür auch Belege
in der wissenschaftlichen Literatur. Wie so oft blieben diese
Befunde, und seine Beobachtungen und Ansichten von der
offiziellen akademischen, meinungsbildenden Medizin
unbeachtet.
Die Einsicht, dass gewisse Stoffe im
Lebertran für unsere Gesundheit wesentlich sind, setzte sich
langsam ab Ende der 50-er Jahre allgemein durch. Der Grund war
zuerst die Beobachtung, dass die Eskimos trotz ihrer fett- und
eiweissreichen Ernährung und enorm hohen Cholesterinwerten
praktisch nicht unter Herz-, Hirn und anderen
Durchblutungskrankheiten litten. Die Eskimos haben damals noch
viele Fische, noch dazu in rohem Zustand gegessen. Bald zeigte
sich, dass die im kalten Extrakt der Fischleber, im Lebertran,
reichlich vorhandenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren die
Gefässe schonen. Die weitere Forschung erklärte nicht nur
den Grund dafür, aber man erfuhr, dass ihr Mangel sich auch
bei der Entstehung vieler anderer Krankheiten beteiligt.
Definition:

Die Omega-3 , oder n-3 Fettsäuren sind
mehrfach ungesättigte längere Fettsäuren, dessen erste
ungesättigte Bindung beim 3. Kohlenatom ab dem Omega, oder n-
Ende beginnt.

Quellen:

 
Die Omega-3 Fettsären werden vor allem
durch grüne Pflanzen, dann auch Bakterien und Tiere
synthetisiert. Wenn sich die Tiere, deren Fleisch der Mensch
isst und deren Milch er trinkt, mit grünen Pflanzen ernähren,
produzieren sie mehr omega-3-Fettsärue.
Z. B. die Eier der im Gras frei pickenden Hühner enthalten
ebenfalls viel Omega-3-Fettsäuren, die künstlich gefütterten
Hühner, lagern den Überfluss an Cholesterin in ihre Eier ab,
ähnlich, wie wir es in die geschädigten Gefässe tun. Die
auf der Alp weidende Kühe haben in ihrer Milch (und
entsprechend im Käse, der davon gemacht wird) mehr als
doppelt so viel Omega-3 Fettsäuren als die im Stahl gefütterten
Kühe.
In der letzten Zeit zeigte die Forschung,
dass der Mensch die langkettigen mehrfach ungesättigten
Omega-3 Fettsäuren selbst in einer genügenden Menge
synthetisieren kann, wenn er sich entsprechend ernährt und
ihre Vorstufen einnimmt. Er besitzt dafür die nötigen Enzyme
(Elongasen für die Verlängerung der Kette und Desostasen für
die Bildung der ungesättigten Doppelbildung). Gute Quellen
sind die pflanzlichen kaltgepressten Öle, vor allem
diejenigen, welche Alfa-Linolensäure (ALA) enthalten (s.
Tabelle).
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Sorte
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% ALA
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Leinsamenöl
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56-71
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Chiaöl
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50-65
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Weizenkeimöl
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55-60
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Walnussöl
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9-15
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Rapsöl
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5-14
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Sojaöl
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4,5-11
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Hanföl
|
7
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Selbstverständlich sind auch andere
kaltgepresste Öle wie Olivenöl, Sonnenblumenöl, Kürbiskernöl,
Haselnussöl, usw. sehr geeignet. Auch in diesem Falle ist am
Besten, die Ölsorten wechseln, mit ihnen rotieren.
Grüne Algen enthalten eine grössere Menge
der langkettigen Omega-3-Fettsäuren. Sie dienen kleinen
Fischen als Nahrungsquelle und werden so angereicht. Die
weitere Konzentration erfolgt, wenn die kleinen Fische von den
grösseren, Raubfischen gefressen werden. Es gibt neuerlich
ein Präparat allsan Omega3Vega, das aus den Algen
gewonnen wird. Damit kann man ohne schlechtes Gewissen
(Fischfang), umweltschonend und Angst vor Verunreinigungen
(Schwermetalle, Pestizide, Herbizide, Fungizide) den Bedarf
zusätzlich decken.
Durch Licht und starke Erwärmung (Braten,
Frittieren) werden die empfindlichen ungesättigten Bindungen
gesprengt, die Fettsäuren verlieren ihren Charakter und ihre
Eigenschaften und nützen nicht mehr. Es entstehen sog.
Transfettsäuren, die der Gesundheit schaden. Deswegen
aufbewahrt man die Öle im Kühlschrank in dunklen Flaschen.
Man gibt sie auf die Speisen erst nach dem Kochen, Braten und
Frittieren. Für Braten und Frittieren benützt man (sparsam!)
Kokosfett, Bratbutter oder andere tierische Fette.
Wirkungsweise:
-
Die Omega-3
Fettsäuren sind Bestandteil der Zellwände. Diese
Funktion ist vor allem im wachsenden Gehirn wichtig.
Deswegen wird auch später das Hirn vorzüglich mit diesen
Säuren versorgt. Andere Organe leiden eher unter ihren
Mangel.
-
Mehrere
Systeme, mehrere Stoffe reagieren auf verschiedene Reize
im Körper. Die Prostaglandine gehören zu den wichtigsten
und wirksamsten. Es gibt Prostaglandine, die die für die
Abwehr oft sehr nützliche Entzündung fördern, und die
Gefässe verengen. Als Gegenspieler gibt es solche, welche
die Entzündung hemmen und die Gefässe erweitern. Für
die letzteren dienen als Ausgangsstoff eben die Omega-3
Fettsäuren. Bei derer Mangel überwiegt die Entzündung.
-
Ähnlich gibt es Prostaglandine, welche
die Blutgerinnung fördern und andere, die sie hemmen.
Wieder, für die letzteren dienen als Ausgangsstoff die
Omega-3 Fettsäuren. Bei derer Mangel überwiegt die
Blutgerinnung.
Folgen des Mangels:
-
Hat man zu
wenig der Omega-3 Fettsäuren leidet die Funktion der äusseren
und innerer Zellwände.
-
Das
Immunsystem gerät aus dem Gleichgewicht. Die Entzündungsreaktionen
sind stärker und dauern länger als nötig.
-
Die Gefässe
verengen sich, die Durchblutung verringert sich, auch wenn
es nicht (mehr) nötig ist.
-
Das Blut gerinnt leichter, die Gefässe
werden verstopft.
Der Mangel kann bei der Entstehung und beim
Verlauf von vielen Krankheiten verschieden grosse
Rollen spielen. Dazu gehören vor allem Entzündungen als
Folge der immunologischen Reaktion wie Ekzem, Psoriasis,
verschiedene Arten von Rheuma, Arthrose,
Asthma, manche Nierenentzündungen (Glomerulonephritiden),
Nervenkrankheiten wie Multiple Sklerose,
Demenz, M. Parkinson, Epilepsie, Depression, Alterssehschwäche,
Altersbedingtes nachlassen der Sehkraft (Macula
Degeneration), Darmentzündungen wie Colitis
ulcerosa und Morbus Crohn, weiter Durchblutungsstörungen,
Zystische Fibrose, Zuckerkrankheit, Fettstoffwechselstörungen,
Herz-Gefässkrankheiten, Herzrhytmusstörungen,
Allergien, Infektanfälligkeit,
verminderte Lern (Kinder!)- und Leistungsfähigkeit,
Schwangerschaftsvergiftung, Menstruationsschmerz, Erholung
nach Operationen und schweren Verletzungen, usw.
Das Verhältnis von Omega-3 und Omega-6 ungesättigten
Fettsäuren in der Muttermilch ist wichtig für die Entstehung
von Allergien und Unverträglichkeiten
bei gestillten Kindern.
Die Abhilfe:
(Basisch-betonte) Ernährung
überwiegend aus pflanzlichen Quellen.
Kurzfristig die zusätzliche Einnahme von Omega-3 Fettsären
als Lebertran.
Wie:
-
In Form von
reinem, flüssigem Lebertran. Den ekelhaften Geschmack und
Geruch von Lebertran kann man wesentlich mildern, wenn man
ihn mit frisch ausgedrucktem Saft einer Orange im Verhältnis
1:1 mischt, wobei die Menge des Lebertrans 20-30 ml nicht
überschreiten soll. Der Lebertran soll frisch, nicht
ranzig sein und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Man
soll nicht zu viel nehmen (s. u.), da die dort enthaltenen
Vitamine D und A in grösseren Mengen, während längerer
Zeit eingenommen, zu Vergiftung führen können. Die
Lebertrane können mit verschiedenen Mengen von giftigen
Schwermetallen (Quecksilber, Kadmium) verunreinigt sein.
Meistens sind sie davon jetzt gereinigt, worüber der
Apotheker Auskunft geben muss.
-
In Form von
Kapseln mit Lebertran. Die Kapseln sind meistens sowohl
von den Vitaminen wie auch von den Schwermetallen
gereinigt. Die teuren Feniko Kapseln sind diesbezüglich
die besten. Noch dazu sind sie mit den Omega-3 Fettsäuren
angereichert, sodass sich der Zuschlag mehr als lohnt. Sie
sind in der Schweiz nur auf besondere Bestellung aus der
BRD erhältlich, die jedoch jede Apotheke vornehen kann,
Die Verhältnisse in Österreich sind uns nicht bekannt.
Das Nachtkerzenöl steht als Efamol-Kapseln oder unter
anderen Namen zur Verfügung.
Wie nehmen:
-
Die flüssige
Form, oder Kapsel immer auf leeren Magen. Dann soll man
ca. 45 - 90 Min warten bis sich der Hunger meldet. So
mischen sich die Fettsäuren nicht mit den Speisen und übergehen
besser ins Blut. Als Folge stiesst man den unangenehmen
Geschmack nicht auf. Man soll nicht mehr als 5-6 Kapseln
pro Mal nehmen und sie mit nur wenig Flüssigkeit, die
eben zum Schlucken reicht, runterspülen. Am Anfang kann
man es mehrmals pro Tag tun, später nur einmal, am besten
entweder morgens statt Frühstück, oder vor dem Schlaf,
wobei die Pause zwischen der letzten Speiseneinnahme
mindestens 3 Stunden betragen soll. Falls man unangenehme
Folgen spürt (schwerer Magen, Aufstiessen, Bauchkrämpfe,
Durchfall) soll man die Dosis verringern und / oder den
Abstand zum Essen vergrössern. Wenn diese Massnahmen
nicht helfen, ist man auf das Präparat empfindlich
geworden.
-
Schon wegen den Prinzipien
der Rotation, aber auch als Vorbeugung der Überdosierung
mit den Vitaminen D und A (Lebertran) sollen wir, welche
Form auch, nicht öfters als jeden 5. Tag nehmen. Mit der
Zeit können die Abstände grösser werden.
Die Omega-3-Fettsäuren
sind essentiell, das heisst, ohne ihrer genügenden Zufuhr
kann der Mensch nicht (gut) leben.
Mehr Informationen z. B.
unter www.acibas.net.
* Alexander DD: Arthritis and common sense. A starting
revelation on arthritis and what you can do about it in your
own home. The World's Work, Kingswood,15th impr,
1968. |
Falls
Sie uns wieder besuchen möchten
(was uns unheimlich freuen würde)
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