Gesund durch Essen
Ernährungsberatung und NAET-Behandlung von Allergien und Unverträglichkeiten
Dr. med. Peter Marko, 
Heinestrasse 26, CH-9008 St.Gallen 
Anmeldung T: 071 250 15 18 Fax: 071 250 15 19 E-mail: Peter.J.Marko@hin.ch


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Letzte redaktionelle Änderung 20.9.06

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Lebertran adieu, es gibt etwas Besseres, Umweltschonenderes!  

Werter Bürger denk daran,
wenn's kühl wird, dann nimm Lebertran,
denn dann wirst Du alt und grau
und hast Du was von der AHV.
                                                                                                
Anonym in der 60-er Jahren nach der Einführung der Schweizer Altersrente (AHV)

Einführung:

Lebertran wurde schon seit langer Zeit als Quelle der Vitamine D und A geschätzt und früher auch zu Hause und in den Schulen den Kindern mehr oder weniger gewaltsam verabreicht. Wegen seines nicht gerade hervorragenden Geschmackes stiess dieses Vorgehen auf Ablehnung (und der Lebertran übel auf). Diese Abneigung blieb bei vielen Leuten lebenslang bestehen. Den belastenden Geschmack kann man jedoch einfach bekämpfen. Wir zeigen Ihnen wie.

In den 40-er Jahre des vorigen Jahrhunderts merkte der amerikanische Heilpraktiker D. D. Alexander, dass der Lebertran bei Vorbeugung und Therapie des Rheumas und anderer Krankheiten nicht nur wegen des Inhaltes an Vitaminen D und A wirkt*. Bereits damals fand er dafür auch Belege in der wissenschaftlichen Literatur. Wie so oft blieben diese Befunde, und seine Beobachtungen und Ansichten von der offiziellen akademischen, meinungsbildenden Medizin unbeachtet.

Die Einsicht, dass gewisse Stoffe im Lebertran für unsere Gesundheit wesentlich sind, setzte sich langsam ab Ende der 50-er Jahre allgemein durch. Der Grund war zuerst die Beobachtung, dass die Eskimos trotz ihrer fett- und eiweissreichen Ernährung und enorm hohen Cholesterinwerten praktisch nicht unter Herz-, Hirn und anderen Durchblutungskrankheiten litten. Die Eskimos haben damals noch viele Fische, noch dazu in rohem Zustand gegessen. Bald zeigte sich, dass die im kalten Extrakt der Fischleber, im Lebertran, reichlich vorhandenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren die Gefässe schonen. Die weitere Forschung erklärte nicht nur den Grund dafür, aber man erfuhr, dass ihr Mangel sich auch bei der Entstehung vieler anderer Krankheiten beteiligt.

Definition:

Die Omega-3 , oder n-3 Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte längere Fettsäuren, dessen erste ungesättigte Bindung beim 3. Kohlenatom ab dem Omega, oder n- Ende beginnt.

Quellen:

 

Die Omega-3 Fettsären werden vor allem durch grüne Pflanzen, dann  auch Bakterien und Tiere synthetisiert. Wenn sich die Tiere, deren Fleisch der Mensch isst und deren Milch er trinkt, mit grünen Pflanzen ernähren, produzieren sie mehr omega-3-Fettsärue.  

Z. B. die Eier der im Gras frei pickenden Hühner enthalten ebenfalls viel Omega-3-Fettsäuren, die künstlich gefütterten Hühner, lagern den Überfluss an Cholesterin in ihre Eier ab, ähnlich, wie wir es in die geschädigten Gefässe tun. Die auf der Alp weidende Kühe haben in ihrer Milch (und entsprechend im Käse, der davon gemacht wird) mehr als doppelt so viel Omega-3 Fettsäuren als die im Stahl gefütterten Kühe.

In der letzten Zeit zeigte die Forschung, dass der Mensch die langkettigen mehrfach ungesättigten Omega-3 Fettsäuren selbst in einer genügenden Menge synthetisieren kann, wenn er sich entsprechend ernährt und ihre Vorstufen einnimmt. Er besitzt dafür die nötigen Enzyme (Elongasen für die Verlängerung der Kette und Desostasen für die Bildung der ungesättigten Doppelbildung). Gute Quellen sind die pflanzlichen kaltgepressten Öle, vor allem diejenigen, welche Alfa-Linolensäure (ALA) enthalten (s. Tabelle).  

 

Sorte  

% ALA

Leinsamenöl  

  56-71

Chiaöl

50-65

Weizenkeimöl    

55-60

Walnussöl 

9-15

Rapsöl 

 5-14

Sojaöl  

4,5-11

Hanföl   

 7

 

Selbstverständlich sind auch andere kaltgepresste Öle wie Olivenöl, Sonnenblumenöl, Kürbiskernöl, Haselnussöl, usw. sehr geeignet. Auch in diesem Falle ist am Besten, die Ölsorten wechseln, mit ihnen rotieren.

Grüne Algen enthalten eine grössere Menge der langkettigen Omega-3-Fettsäuren. Sie dienen kleinen Fischen als Nahrungsquelle und werden so angereicht. Die weitere Konzentration erfolgt, wenn die kleinen Fische von den grösseren, Raubfischen gefressen werden. Es gibt neuerlich ein Präparat allsan Omega3Vega, das aus den Algen gewonnen wird. Damit kann man ohne schlechtes Gewissen (Fischfang), umweltschonend und Angst vor Verunreinigungen (Schwermetalle, Pestizide, Herbizide, Fungizide) den Bedarf zusätzlich decken. 

Durch Licht und starke Erwärmung (Braten, Frittieren) werden die empfindlichen ungesättigten Bindungen gesprengt, die Fettsäuren verlieren ihren Charakter und ihre Eigenschaften und nützen nicht mehr. Es entstehen sog. Transfettsäuren, die der Gesundheit schaden. Deswegen aufbewahrt man die Öle im Kühlschrank in dunklen Flaschen. Man gibt sie auf die Speisen erst nach dem Kochen, Braten und Frittieren. Für Braten und Frittieren benützt man (sparsam!) Kokosfett, Bratbutter oder andere tierische Fette.

Wirkungsweise:

  1. Die Omega-3 Fettsäuren sind Bestandteil der Zellwände. Diese Funktion ist vor allem im wachsenden Gehirn wichtig. Deswegen wird auch später das Hirn vorzüglich mit diesen Säuren versorgt. Andere Organe leiden eher unter ihren Mangel.

  2. Mehrere Systeme, mehrere Stoffe reagieren auf verschiedene Reize im Körper. Die Prostaglandine gehören zu den wichtigsten und wirksamsten. Es gibt Prostaglandine, die die für die Abwehr oft sehr nützliche Entzündung fördern, und die Gefässe verengen. Als Gegenspieler gibt es solche, welche die Entzündung hemmen und die Gefässe erweitern. Für die letzteren dienen als Ausgangsstoff eben die Omega-3 Fettsäuren. Bei derer Mangel überwiegt die Entzündung.

  3. Ähnlich gibt es Prostaglandine, welche die Blutgerinnung fördern und andere, die sie hemmen. Wieder, für die letzteren dienen als Ausgangsstoff die Omega-3 Fettsäuren. Bei derer Mangel überwiegt die Blutgerinnung.

Folgen des Mangels:

  1. Hat man zu wenig der Omega-3 Fettsäuren leidet die Funktion der äusseren und innerer Zellwände.

  2. Das Immunsystem gerät aus dem Gleichgewicht. Die Entzündungsreaktionen sind stärker und dauern länger als nötig.

  3. Die Gefässe verengen sich, die Durchblutung verringert sich, auch wenn es nicht (mehr) nötig ist.

  4. Das Blut gerinnt leichter, die Gefässe werden verstopft.

Der Mangel kann bei der Entstehung und beim Verlauf von vielen Krankheiten verschieden grosse Rollen spielen. Dazu gehören vor allem Entzündungen als Folge der immunologischen Reaktion wie Ekzem, Psoriasis, verschiedene Arten von Rheuma, Arthrose, Asthma, manche Nierenentzündungen (Glomerulonephritiden), Nervenkrankheiten wie Multiple Sklerose, Demenz, M. Parkinson, Epilepsie, DepressionAlterssehschwäche, Altersbedingtes nachlassen der Sehkraft (Macula Degeneration), Darmentzündungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn, weiter Durchblutungsstörungen,  Zystische Fibrose, Zuckerkrankheit, Fettstoffwechselstörungen, Herz-Gefässkrankheiten, Herzrhytmusstörungen, Allergien, Infektanfälligkeit, verminderte Lern (Kinder!)- und Leistungsfähigkeit, Schwangerschaftsvergiftung, Menstruationsschmerz, Erholung nach Operationen und schweren Verletzungen, usw.

Das Verhältnis von Omega-3 und Omega-6 ungesättigten Fettsäuren in der Muttermilch ist wichtig für die Entstehung von Allergien und Unverträglichkeiten bei gestillten Kindern.

Die Abhilfe:

(Basisch-betonte) Ernährung überwiegend aus pflanzlichen Quellen. Kurzfristig die zusätzliche Einnahme von Omega-3 Fettsären als Lebertran. 

Wie:

  1. In Form von reinem, flüssigem Lebertran. Den ekelhaften Geschmack und Geruch von Lebertran kann man wesentlich mildern, wenn man ihn mit frisch ausgedrucktem Saft einer Orange im Verhältnis 1:1 mischt, wobei die Menge des Lebertrans 20-30 ml nicht überschreiten soll. Der Lebertran soll frisch, nicht ranzig sein und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Man soll nicht zu viel nehmen (s. u.), da die dort enthaltenen Vitamine D und A in grösseren Mengen, während längerer Zeit eingenommen, zu Vergiftung führen können. Die Lebertrane können mit verschiedenen Mengen von giftigen Schwermetallen (Quecksilber, Kadmium) verunreinigt sein. Meistens sind sie davon jetzt gereinigt, worüber der Apotheker Auskunft geben muss.

  2. In Form von Kapseln mit Lebertran. Die Kapseln sind meistens sowohl von den Vitaminen wie auch von den Schwermetallen gereinigt. Die teuren Feniko Kapseln sind diesbezüglich die besten. Noch dazu sind sie mit den Omega-3 Fettsäuren angereichert, sodass sich der Zuschlag mehr als lohnt. Sie sind in der Schweiz nur auf besondere Bestellung aus der BRD erhältlich, die jedoch jede Apotheke vornehen kann, Die Verhältnisse in Österreich sind uns nicht bekannt. Das Nachtkerzenöl steht als Efamol-Kapseln oder unter anderen Namen zur Verfügung.

Wie nehmen:

  1. Die flüssige Form, oder Kapsel immer auf leeren Magen. Dann soll man ca. 45 - 90 Min warten bis sich der Hunger meldet. So mischen sich die Fettsäuren nicht mit den Speisen und übergehen besser ins Blut. Als Folge stiesst man den unangenehmen Geschmack nicht auf. Man soll nicht mehr als 5-6 Kapseln pro Mal nehmen und sie mit nur wenig Flüssigkeit, die eben zum Schlucken reicht, runterspülen. Am Anfang kann man es mehrmals pro Tag tun, später nur einmal, am besten entweder morgens statt Frühstück, oder vor dem Schlaf, wobei die Pause zwischen der letzten Speiseneinnahme mindestens 3 Stunden betragen soll. Falls man unangenehme Folgen spürt (schwerer Magen, Aufstiessen, Bauchkrämpfe, Durchfall) soll man die Dosis verringern und / oder den Abstand zum Essen vergrössern. Wenn diese Massnahmen nicht helfen, ist man auf das Präparat empfindlich geworden.

  2. Schon wegen den Prinzipien der Rotation, aber auch als Vorbeugung der Überdosierung mit den Vitaminen D und A (Lebertran) sollen wir, welche Form auch, nicht öfters als jeden 5. Tag nehmen. Mit der Zeit können die Abstände grösser werden.

Die Omega-3-Fettsäuren sind essentiell, das heisst, ohne ihrer genügenden Zufuhr kann der Mensch nicht (gut) leben.

Mehr Informationen z. B. unter www.acibas.net.

* Alexander DD: Arthritis and common sense. A starting revelation on arthritis and what you can do about it in your own home. The World's Work, Kingswood,15th impr, 1968.

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