Gesund durch Essen
Ernährungsberatung und NAET-Behandlung von Allergien und Unverträglichkeiten
Dr. med. Peter Marko, 
Heinestrasse 26, CH-9008 St.Gallen 
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Letzte redaktionelle Änderung 16.04.2009

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Bedeutung zu grosser Kochsalzmengen* im Essen

 

Das Kochsalz war früher etwas Seltenes, Wertvolles, fast wie Gold, nur eben auch im   täglichen Leben zum Lagern und Vorbereiten der Speisen brauchbar. Während Jahrtausenden mussten unsere Vorahnen mit wenig Kochsalz auskommen. Unsere Nieren sind deswegen so gebaut, dass sie möglichst viel Kochsalz für den Organismus zurückbehalten und wenig ausscheiden. In den letzten 200 Jahren stieg der Kochsalzkonsum mehr als zehn Mal, da dessen Gewinnung und der Transport einfacher und billiger wurden. Vermehrter Kochsalzverbrauch hängt auch mit unseren veränderten Essgewohnheiten zusammen: wir essen mehr Fleisch, das ohne Kochsalz fade schmeckt, mehr Käse, der ohne Salz auch nicht das ist, was wir gern haben (Altkäse) und mehr Fertig- und Dosenprodukte, die (auch als Konservierungsmittel) viel Salz enthalten. Unser Geschmack hat sich geändert (s. Über Geschmack und seine Änderung), man kann in Restaurants Leute beobachten, die, ohne die Speise zu kosten, Salz darüber streuen.

Leider wirkt sich der vermehrte Kochsalzkonsum auf die Gesundheit schädlich aus:

1. Der Blutdruck steigt bei empfindlicheren Menschen besonders stark an.

2. Mit Kochsalz wird im Körper Wasser gespeichert, weswegen nicht nur das Gewicht erhöht wird, das Herz muss auch noch mehr Flüssigkeit pumpen. Alle drei Faktoren, erhöhter Blutdruck, erhöhtes Gewicht und die Mehrarbeit (in Ruhe) schädigen das Herz (s. auch Wieviel Flüssigkeit braucht der Mensch).

3. Die Niere tauscht das zurückgehaltene Natrium aus dem Kochsalz gegen Kalium und Kalzium um. Je mehr wir salzen, desto mehr Natrium zurückgehalten wird, und desto mehr wir an Kalium und Kalzium verlieren. 
2 g eingenommenes Natrium verursacht Ausscheidung von 30 - 40 mg Kalzium im Urin, d.h. 15-30% der normalerweise ausgeschiedener Menge pro Tag.
Unsere gegenwärtige Kost ist sowieso kaliumarm (s. Grundlagen einer gesunden (basischen) Ernährung, Basen in der Ernährung und Schwefel in der Ernährung). Dies trägt wesentlich zur Verarmung unserer Knochen, zur sog. Osteoporose bei (s auch später Zusammenhang von Knochenbau und Kalzium in der Ernährung).

4. Der vermehrte Kochsalzkonsum beteiligt sich an der Entstehung von Magenkrebs und von manchen Nierensteinen.

Kochsalz aktiviert Helicobacter pylori, ein Bakterium, das chronische Magenentzündung, Magengeschwür und Magenkrebs mitverursacht.

5. Asthma, Herzschwäche und manche Nierenkrankheiten werden verschlechtert.

Die AMA (American Medical Association = Die Amerikanische Ärztegesselschaft) betrachtet den vermehrten Salzkonsum als einen der wichtigsten gesundheitsschädigenden Einflüssen und oft eine Art von Sucht. Sie rief zum ähnlichen Kampf gegen Salzkonsum wie gegen erhöhten Cholesterol, Blutdruck und Gewicht.

Das vermehrte, schädliche Salzen ist eine schlechte Gewohnheit, die wir uns abgewöhnen können (s. Über Geschmack und seine Änderung). 

Wenig(er) Kochsalz tut unserer Gesundheit gut!

* Kochsalz ist nicht nur in Speisen, die offensichtlich "salzig" schmecken, sondern auch, ähnlich den Fetten, "versteckt". Wir sind schon an den salzigen Geschmack so gewohnt, dass wir ihn oft nicht mehr bemerken.

Kochsalzinhalt mancher Nahrungsmittel (g Kochsalz / 100g):

Gemüse, Früchte 0,001 - 0,07
Büchsengemüse 0,2 - 0,7
Oliven mariniert 2,4
Sauerkraut 0,65
Ketchup 1,05
Senf 1,3
Cornflakes 0,6
Brot 0,2 - 0,5
Ei 0,135
Kuhmilch 0,057
Kondensmilch gesüsst 0,11
Camembert 1,15
Emmentaler 0,74
Schmelzkäse 1,26
Fleich (ohne Zusatz) um 0,08
Innereien (ohne Zusatz) 0,08 - 0,25
Bündnerfleisch 4,3
Wurstwaren 0,6 - 1,2
Aal 0,08
Aal geräuchert 0,8
Hering 0,118
Hering mariniert 1,0
Hering geräuchert 0,7
Ein Würfel von Knorr und/oder Maggi-Bouillon 5 g !!!

Der tägliche Bedarf liegt nur zwischen 1 und 2 g Kochsalz. Mit unserer gegenwärtig üblichen (in beiden Sinnen) Ernährung konsumieren wir 5 bis 10 mal mehr!

Falls Sie uns wieder besuchen möchten
(was uns unheimlich freuen würde)

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