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Letzte redaktionelle Änderung 16.04.2009
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ganze Homepage können Sie hier nach Worten
und Begriffen durchsuchen.
Bedeutung zu grosser Kochsalzmengen* im
Essen
Das Kochsalz war früher etwas
Seltenes, Wertvolles, fast wie Gold, nur eben auch im täglichen
Leben zum Lagern und Vorbereiten der Speisen brauchbar. Während Jahrtausenden
mussten unsere Vorahnen mit wenig Kochsalz auskommen. Unsere Nieren
sind deswegen so gebaut, dass sie möglichst viel Kochsalz für den
Organismus zurückbehalten und wenig ausscheiden. In den letzten 200
Jahren stieg der Kochsalzkonsum mehr als zehn Mal, da dessen
Gewinnung und der Transport einfacher und billiger wurden.
Vermehrter Kochsalzverbrauch hängt auch mit unseren veränderten
Essgewohnheiten zusammen: wir essen mehr Fleisch, das ohne Kochsalz
fade schmeckt, mehr Käse, der ohne Salz auch nicht das ist, was wir
gern haben (Altkäse) und mehr Fertig- und Dosenprodukte, die (auch
als Konservierungsmittel) viel Salz enthalten. Unser Geschmack hat
sich geändert (s. Über Geschmack und
seine Änderung), man kann in Restaurants Leute beobachten,
die, ohne die Speise zu kosten, Salz darüber streuen.

Leider wirkt sich der vermehrte
Kochsalzkonsum auf die Gesundheit schädlich aus:
1. Der Blutdruck steigt bei
empfindlicheren Menschen besonders stark an.
2. Mit Kochsalz wird im Körper
Wasser gespeichert, weswegen nicht nur das Gewicht erhöht wird, das
Herz muss auch noch mehr Flüssigkeit
pumpen. Alle drei Faktoren, erhöhter Blutdruck, erhöhtes Gewicht
und die Mehrarbeit (in Ruhe) schädigen das Herz (s. auch Wieviel
Flüssigkeit braucht der Mensch).
3. Die Niere
tauscht das zurückgehaltene Natrium aus dem Kochsalz gegen Kalium
und Kalzium um. Je mehr wir salzen, desto mehr Natrium zurückgehalten
wird, und desto mehr wir an Kalium und Kalzium verlieren.
2 g
eingenommenes Natrium verursacht Ausscheidung von 30 - 40 mg Kalzium
im Urin, d.h. 15-30% der normalerweise ausgeschiedener Menge
pro Tag.
Unsere gegenwärtige Kost ist sowieso kaliumarm (s. Grundlagen
einer gesunden (basischen) Ernährung, Basen
in der Ernährung und Schwefel in
der Ernährung). Dies trägt wesentlich zur Verarmung
unserer Knochen, zur sog. Osteoporose bei (s auch später Zusammenhang
von Knochenbau und Kalzium in der Ernährung).
4. Der vermehrte Kochsalzkonsum
beteiligt sich an der Entstehung von Magenkrebs
und von manchen Nierensteinen.
Kochsalz
aktiviert Helicobacter pylori, ein
Bakterium, das chronische Magenentzündung, Magengeschwür und
Magenkrebs mitverursacht.
5. Asthma, Herzschwäche
und manche Nierenkrankheiten werden
verschlechtert.
Die AMA (American Medical Association
= Die Amerikanische Ärztegesselschaft) betrachtet den vermehrten
Salzkonsum als einen der wichtigsten gesundheitsschädigenden Einflüssen
und oft eine Art von Sucht. Sie rief zum ähnlichen Kampf gegen
Salzkonsum wie gegen erhöhten Cholesterol, Blutdruck und Gewicht.
Das vermehrte, schädliche Salzen
ist eine schlechte Gewohnheit, die wir uns abgewöhnen können (s. Über
Geschmack und seine Änderung).
Wenig(er) Kochsalz tut unserer
Gesundheit gut!
* Kochsalz ist nicht nur in Speisen, die offensichtlich
"salzig" schmecken, sondern auch, ähnlich den Fetten,
"versteckt". Wir sind schon an den salzigen Geschmack so
gewohnt, dass wir ihn oft nicht mehr bemerken.
Kochsalzinhalt mancher Nahrungsmittel (g Kochsalz / 100g):
Gemüse, Früchte 0,001 - 0,07
Büchsengemüse 0,2 - 0,7
Oliven mariniert 2,4
Sauerkraut 0,65
Ketchup 1,05
Senf 1,3
Cornflakes 0,6
Brot 0,2 - 0,5
Ei 0,135
Kuhmilch 0,057
Kondensmilch gesüsst 0,11
Camembert 1,15
Emmentaler 0,74
Schmelzkäse 1,26
Fleich (ohne Zusatz) um 0,08
Innereien (ohne Zusatz) 0,08 - 0,25
Bündnerfleisch 4,3
Wurstwaren 0,6 - 1,2
Aal 0,08
Aal geräuchert 0,8
Hering 0,118
Hering mariniert 1,0
Hering geräuchert 0,7
Ein Würfel von Knorr und/oder Maggi-Bouillon 5 g !!!
Der tägliche Bedarf liegt nur zwischen 1
und 2 g Kochsalz. Mit unserer gegenwärtig üblichen (in beiden
Sinnen) Ernährung konsumieren wir 5 bis 10 mal mehr!
Falls
Sie uns wieder besuchen möchten
(was uns unheimlich freuen würde)
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