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Letzte redaktionelle Änderung 29.11.2009
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Der Einfluss der Ernährung auf die Knochen:
(etwas anders s. auch Osteoporose)
Vielleicht überrascht es Sie, dass
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in der
Ernährung nicht nur Calcium und Vitamin
D den Knochenbau beeinflussen, wie man üblicherweise
in diesem Zusammenhang hört und liest, und es
-
für
Erwachsene bessere, vorteilhaftere Calcium-Quellen als Milch
und Milchprodukte
gibt.
-
Milchprodukte
können sich sogar schädlich auf
die Knochen auswirken.
-
ausser Calcium und Vitamin
D spielen auch folgende Bestandteile der Ernährung beim
Knochenbau eine wichtige Rolle:

Zuviel tierische
Eiweisse, d.h. Fleisch und Milchprodukte. Sie sind
zusammengesetzt aus Bausteinen (Aminosäuren), die mehr Schwefel
enthalten als pflanzliche Eiweisse, was für wachsende
Organismen wichtig ist. Die Milch ist eben für sie bestimmt und
geeignet. Diese Schwefelaminosäuren werden bei Erwachsenen nicht
mehr für den Aufbau, nur für den Umbau von Geweben (Bindegewebe,
Knorpel, usw.) und deswegen nur in kleineren Mengen gebraucht. Ihr
Schwefelinhalt wird als Säure durch die Niere ausgeschieden. Die
Schwefelsäure muss dabei durch Basen neutralisiert, begleitet
werden (s. Bild 1 ).
Urin
Nierenzelle
Blut

Dazu braucht die Niere genug Basen,
vor allem Kalium, aber auch Calcium und Magnesium.
Nicht nur Calcium, auch Kalium werden in Knochen gespeichert und bei
vermehrtem Bedarf aus den Knochen herausgelöst,
"ausgelaugt". Fleisch- und Milchprodukte sollten mit basenreichen
Lebensmitteln verzehrt werden. Einfach gesagt, zu Fleisch und Käse
sollten wir sehr viel Salat, Gemüse und Obst essen oder andersrum,
als Erwachsene sollten wir uns mit dem Fleisch- und Käsekonsum
einschränken, und uns eher in Richtung Vegetarismus begeben! Salat,
Gemüse, Getreide, Vollkornprodukte und
Obst enthalten viele Basen,
Kalium, Calcium und Magnesium einerseits und Eiweisse
mit weniger Schwefel andererseits. Sie
helfen, die Knochen auf- und nicht abzubauen.
Im Fleisch ist auch eine andere Säure,
die Phosphorsäure,
in grösseren Mengen als in anderen Lebensmitteln vorhanden. Sie
muss, ähnlich der Schwefelsäure, durch die Niere mit Basen
ausgeschieden werden, und im Überfluss laugt sie die Knochen noch
mehr aus als die Schwefelsäure.
Zu viel Kochsalz.
Kochsalz war während Jahrtausenden
etwas Seltenes, Wertvolles. Unser Organismus ist (seit Jahrtausenden
und noch für Jahrtausende) so eingerichtet, möglichst viel von
diesem kostbaren, früher seltenen Gut zu erhalten, auch wenn wir
inzwischen während der letzten 200 Jahre zunehmend 8 - 20 Mal mehr
Salz als nötig konsumieren! Das Natrium aus dem Kochsalz wird in
der Niere für Kalium und Calcium ausgetauscht, die damit vermehrt
verloren gehen (Bild 2).
2 g
eingenommenes Natrium verursacht Ausscheidung von 30 - 40 mg Kalzium
im Urin, d.h. 15-30% der normalerweise ausgeschiedener Menge
pro Tag.
Mit der früheren vorwiegend pflanzlichen Ernährung
hatte man Kalium während Jahrtausenden im Überfluss, die Niere
musste damit, im Unterschied zu Natrium, nicht sparsam umgehen.
Jetzt ist es umgekehrt, wir salzen zuviel (Fleisch, viele Käsesorten
und Brot sind ohne Salz eher fad) und essen zu wenig
kaliumenthaltende Lebensmittel. Damit laugen wir unsere Knochen noch
mehr aus.
Urin
Nierenzelle
Blut

Eine besondere Stellung hat die
(reine) Milch.
Sie ist basisch (somit sieht man auch wie
wichtig diese Eigenschaft für die Ernährung ist!), sie hat viel
Kalzium, dazu noch Milchzucker, der die Aufnahme von Kalzium aus dem
Darm fördert. Sie ist für junge, wachsende Organismen, für Säuglinge,
die beste Ernährung. Warum ist sie für spätere Lebensabschnitte
unvorteilhaft bis schädlich?
Ausserhalb des Säuglingsalters
trinken wir in der Regel keine Muttermilch. Die Milch hat aber
starke immunologische Eigenschaften, d.h. sie ist für die
Nachkommen der eigenen und nicht einer fremden Art bestimmt. Bei der
fremden Art ruft sie leicht Unverträglichkeiten hervor. Deswegen
sollten Säuglinge möglichst mit Muttermilch gestillt werden. Mit Kuhmilch
ernährte Säuglinge haben eine schwächere Abwehr und häufiger
Probleme mit ihrer Haut und der Verdauung. Es ist naiv zu glauben,
dass dies nur bei Säuglingen zutrifft. Auch für kleine Kinder,
Wachsende und Erwachsene ist Kuhmilch in grösseren Mengen und zu
oft eingenommen mindestens unvorteilhaft, wenn nicht schädlich. In
vielen Kulturen leben Menschen ohne Knochenschwäche, auch wenn sie
ausserhalb des Säuglingsalters keine Milch trinken und wenig
Milchprodukte essen. Sie beziehen das Kalzium aus den Pflanzen, die
wir jetzt auch das ganze Jahr frisch haben können.
Ausserdem enthält Milch relativ viel
Energie (Kalorien). Mit unserer üblichen Ernährung bekommen
wir sowieso schon genug Kalorien. Wenn wir viel Milch statt Wasser
trinken, kann es auf unser Gewicht schlagen.
Dies sind Gründe und Erklärungen,
warum Völker, die als Erwachsene keine Milch und Milchprodukte
trinken und essen, trotzdem nicht unter Osteoporose leiden, solange
sie sich mit pflanzlicher Kost ernähren.
Es gibt noch ein kürzlich entdeckter
Grund, warum die basisch betonte, pflanzliche Ernährung
gut für Knochen ist und der Osteoporose vorbeugt . Neuen
Kenntnissen nach beteiligt sich nicht nur Vitamin
D, sondern auch Vitamin K1, das sonst für die Blutgerinnung
wichtig ist, am Knochenaufbau. Es gehört zu sog. Flavinoiden, einer
chemischen Gruppe, die in vielen Pflanzen, vor allem in Kohl, Kraut,
Salat, Spinat, Broccoli, Soja- und Weizenkeimen enthalten sind. Es
scheint, dass auch andere Flavinoide, wenn auch schwächer, ähnlich
auf die Knochen wirken.
Medikamente, die das Blut „verdünnen“
(Antikoagulantien wie Marcoumar, Sintrom und Warfarin) hemmen die
Wirkung von Vitamin K nicht nur in der Blutgerinnung, sondern auch
bei dem Aufbau des Knochens und. Patienten, die wegen Venenentzündungen
(Thrombophlebitiden), Lungenembolien, Herz – und Gefässkrankheiten
blutverdünnt (antikoaguliert) sind, erleiden eher
Knochenbrüche. Man muss nicht die häufig lebensnotwendige
Blutverdünnung abbrechen, sondern auf andere Weise gegen
Knochenschwäche, u.a. mit entsprechender Ernährung, vorgehen.
Es ist bereits länger bekannt, dass
der Anstieg von Homocystein, einer schwefelhaltigen
Aminosäure, bei der Entstehung von Herz-Kreislauf Krankheiten und Demenz
eine Rolle spielt. Jetzt gibt es Beweise,
dass dies leider auch den Knochenschwund, die Osteoporose betrifft.
Da man mit gesunder,
abwechslungsreicher Ernährung und/oder mit Vitaminen B6, B12
und mit Folsäure die Menge des Homocysteins normalisieren kann, ist
dies ein wichtiger Teil der Therapie der Osteoporose. Sie hat zwei
Vorteile: sie ist günstig und hilft gleichzeitig mehrere
Krankheiten vorzubeugen und/oder zu behandeln.
Ein Beispiel: In einer Studie aus
Japan nahmen einseitig gelähmte Patienten, welche oft und schwer stürzen,
Vitamin B12 (Methylcobalamin). Die Zahl aller Knochenbrüche wie
auch der Hüftbrüche sank bei 280 Patienten um ¾! Die
Knochendichte wurde dabei nicht geändert, d.h. Vitamin B12 wirkt
auf die Knochensubstanz, sog. Matrix, nicht direkt auf die
Mineralisation (Tab.1.):
Zusammenfassend sind für den
Knochenbau vorteilhaft: pflanzliche
Lebensmittel, Vitamin D (auch
dort und in Fischen), Zink, mässig
Sonne, wenig Milch, Milchprodukte,
Fleisch und fast kein Kochsalz.
Schlussfolgerungen:
-
Es
gibt viele Einflüsse der Ernährung (Eiweiss,
Vitamin D, Vitamin
B12, Vitamin K, Mineralien,
Spurenelemente wie Zink) auf die
Entwicklung der Osteoporose.
-
Der
Hauptfaktor ist der Säure-Basen- Haushalt.
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Entscheidend
dabei ist die genügende Zufuhr von Kalium.
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Kochsalz
wirkt sich negativ aus.
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Man
sollte sich basenbildend und
abwechslungsreich ernähren, d.h. viel Gemüse, Salat und Früchte
und wenig Fleisch und Käse essen, salzhaltige Nahrungsmittel
und phosphathaltige (Cola-) Getränke
meiden.
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Die
Substitution mit Mineralien und Spurenelementen sollte wegen
Interaktionen bei der Resorption unterbrochen, rotierend
erfolgen.
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Von
den viel gepriesenen Milch und
Milchprodukten haben nur Milch, Joghurt und Molke einen
positiven Einfluss. Alle Sorten von Käse schwächen den
Knochen.
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Bei
den Mineralwässern ist das positive
Verhältnis zwischen Kalzium und Sulfat
(in mg auf jeder Etikette ablesbar) entscheidend und nicht der
reine Inhalt an Kalzium. Kochsalzhaltige Mineralwässer sind
auch zu meiden. Viele Hahnenwässer sind in diesem Sinne auch günstig
und man kann bei den Wasserwerken deren Inhalt an Kalzium und
Sulfat erfahren.
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Ein
mehrtägiges Fasten ist ungünstig, auch wenn man auf den genügenden
Zufuhr von Basen, Vitaminen und Spurenelementen besonders
achtet.
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Ausser gesunder Ernährung
ist die Bewegung enorm wichtig.
(Etwas anders s. auch Osteoporose)
Falls
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(was uns unheimlich freuen würde)
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