Gesund durch Essen
Ernährungsberatung und NAET-Behandlung von Allergien und Unverträglichkeiten
Dr. med. Peter Marko, 
Heinestrasse 26, CH-9008 St.Gallen 
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Letzte redaktionelle Änderung 28.11.2009

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Tiefer Blutdruck (Hypotonie) und Ernährung 

 

Der Kopf der Giraffe überwindet in kurzer Zeit mehrere Meter Distanz, wenn sie etwas am Boden und Sekunden später oben in den Bäumen abgrast und umgekehrt. Es wird ihr dabei weder schwindelig noch kippt sie um, da die Gefässe im Hals und im Kopf besonders dafür gebaut sind. Aber ohne zusätzlicher nervlicher und hormoneller Regulationen des Kreislaufes könnte sie diese Belastung nicht aushalten.

 

Wir müssen unseren Kopf zwar nicht so schnell und so hoch heben und senken wie die Giraffen, aber was unser Kreislauf schon beim Aufstehen leistet, ist enorm. Dies wird uns bewusst, wenn wir länger bettlägerig sind oder ziemlich über den Strich Alkohol getrunken haben. Danach in die steile Lage zu kommen, macht Mühe. Es gibt genügend Menschen, die auch ohne solche besondere Umstände beim Aufstehen, besonders nachts oder morgens, Schwindel spüren und/oder umfallen. Vermehrt sind davon ältere Leute betroffen, dessen nervliche und hormonelle Regulation des Kreislaufes träger wird und/oder gewisse Medikamente nehmen.

Eine wichtige Rolle spielt dabei das sogenanntes Vasopressin-Renin-Angiotensin-Aldosteron-System, dass wir näher auf einer anderen Stelle beschreiben. 

Nicht selten ist Mangel an Vitamin B12 Ursache des tiefen Blutdruckes und der damit verbundenen Neigung zur Ohnmacht. Stickstoffoxid (NO), das die Gefässe öffnet, wird dabei ungenügend durch Vitamin B12 abgebaut - der Blutdruck sinkt.

Menschen, die unter dauerndem oder gelegentlich tiefen Blutdruck leiden, können ihre Beschwerden beheben oder mindestens vermindern, wenn sie Ernährung und Lebensstil ändern.   

Ernährung: 

  • Vermehrt salzen und gesalzene Nahrungsmittel konsumieren (9 – 15 g Kochsalz pro Tag)

  • Auf keinem Fall zu wenig trinken (2 –2,5 L/Tag)

  • Keine grosse Mahlzeiten zu sich nehmen, oft und wenig essen

  • Keine reine kohlenhydratreiche und süsse Mahlzeiten, da sie zu vermehrter Ausschüttung von Insulin führen, das den Blutdruck kurzfristig senkt

  • Vorsicht mit Alkohol, der auch kurzfristig die Gefässe erweitert und den Blutdruck senkt

  • Keine körperliche Anstrengung kurz nach dem Essen.

Lebensstil:  

  • Liegen mit 20-40° erhöhtem Kopf

  • Langsam, schrittweise aufstehen, vorher Beine heben und bewegen

  • Einfache Übungen mit Lagewechsel des Rumpfes, der Beine und des ganzen Körpers trocken und im Wasser

  • Kreuzen der Beine beim längeren Stehen

  • Tragen von  Stützstrümpfen

Angaben aus Previsdomini M, Perren A, Marone C: Orthostatische Hypotonie. Swiss Med Forum 2006;6:913-8

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