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Letzte redaktionelle Änderung 1.1.2010
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Risikofaktor Homocystein
Homocystein, ein Abkömmling der schwefelhaltigen
Aminosäure Methionin, ist ein wesentlicher, mit Cholesterin
vergleichbarer Risikofaktor für Gefäss- wie auch andere
Krankheiten (s.u.). Aminosäuren sind Bausteine des Eiweisses und
manche von ihnen sind auch sonst für den Stoffwechsel und die
Funktion des Organismus wichtig. Das schwefelhaltige Methionin gehört
zu den essentiellen Aminosäuren, d.h. der menschliche Körper kann
es nicht synthetisieren, sondern muss es durch die Nahrung erhalten,
sonst wird er krank.
Methionin wird über Homocystein abgebaut (Bild),
wozu man Vitamin B6 braucht. Bei Bedarf kann es wieder aus
Homocystein entstehen. Dies geschieht mit Hilfe von Vitamin B12
und B9 (Folsäure). Damit kann Homocystein als ein kleines, beschränktes
Zwischen-, oder Notlager für Methionin dienen.

Zur Ansammlung des Homocysteins führen also
-
vermehrte Zufuhr
des Methionins (Käse und Fleisch)
und / oder
-
Mangel an Vitaminen B6, B9 (Folsäure) und B12,
die für dessen Umwandlung zu Methionin oder für dessen Abbau
notwendig sind.
Angeborene Störungen der Enzyme, die sich an
diesen Stoffwechselwegen beteiligen, sind selten, aber dank ihnen
wurde die Schädlichkeit des Homocysteins entdeckt.
Auch Rauchen manche Medikamente und Krankheiten
(verminderte Nieren- und Schilddrüsenfunktion, Krebs),
erhöhen die Blutwerte des Homocysteins.
Was bewirken erhöhte Mengen des
Homocysteins?
Homocystein schädigt die Gefässwand,
beschleunigt die Blutgerinnung und die Oxidation verschiedener
Stoffe, z.B. der Cholesterinverbindungen, die sich dann an den geschädigten
Gefässwänden leichter ablagern. Dies führt zu
-
Durchblutungsstörungen
verschiedener Organe und ihren Folgen, wie
-
Angina pectoris und
Herzinfarkten,
-
Schlaganfällen,
-
Beindurchblutungsstörungen
("Raucherbein"),
-
Thrombosen und
-
Aborten.
-
Die schlechte
Nierendurchblutung verursacht erhöhten Blutdruck.
-
Die Nervenzellen
werden nicht nur durch die verminderte Blutzufuhr, sondern auch
direkt durch die vermehrte Oxidation und die toxischen Wirkungen
geschädigt. So trägt die Erhöhung des Homocysteins sowohl zur
Entwicklung der Demenz, wie auch
anderer neuropsychiatrischer Krankheiten, wie Schizophrenie,
bei.
-
Es gibt neuerlich Hinweise
auf Beziehung zwischen erhöhtem Homocystein und der Osteoporose.
Was kann man dagegen tun?
Die Vegetarier haben tiefere
Homocysteinwerte als die Fleisch- (und Käse-!) esser weil
Beim Alkohol-Abbau verbraucht man verschiedene
Vitamine B, u.a. auch Folsäure und Vitamin B6, sodass bei
vermehrtem Alkoholkonsum, der häufig noch mit nicht vollwertiger
Ernährung vergesellschaftet wird, Vitamin B Mangel herrscht, und
folge dessen das Homocystein erhöht ist.
Um die Schäden des erhöhten Homocysteins (s.o.)
zu vermeiden und zu beheben, müssen wir weder Vegetarier noch
Abstinenten werden, wir brauchen nur den Konsum von Fleisch,
Hartkäse und Alkohol auf ein vernünftiges Mass beschränken,
mehr Gemüse, Salat und Früchte
essen, sich basisch-betont ernähren. Falls
es nicht reicht, kann man sich zusätzlich mit Vitaminpräparaten
helfen. Die Vitamineinnahme soll jedoch kontrolliert erfolgen, da
die Überdosierung von allen drei Vitaminen (Folsäure, B6
und B12) kann sich negativ
auswirken!
Falls
Sie uns wieder besuchen möchten
(was uns unheimlich freuen würde)
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