Gesund durch Essen
Ernährungsberatung und NAET-Behandlung von Allergien und Unverträglichkeiten
Dr. med. Peter Marko, 
Heinestrasse 26, CH-9008 St.Gallen 
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Letzte redaktionelle Änderung 1.1.2010

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Risikofaktor Homocystein

Homocystein, ein Abkömmling der schwefelhaltigen Aminosäure Methionin, ist ein wesentlicher, mit Cholesterin vergleichbarer Risikofaktor für Gefäss- wie auch andere Krankheiten (s.u.). Aminosäuren sind Bausteine des Eiweisses und manche von ihnen sind auch sonst für den Stoffwechsel und die Funktion des Organismus wichtig. Das schwefelhaltige Methionin gehört zu den essentiellen Aminosäuren, d.h. der menschliche Körper kann es nicht synthetisieren, sondern muss es durch die Nahrung erhalten, sonst wird er krank.

Methionin wird über Homocystein abgebaut (Bild), wozu man Vitamin B6 braucht. Bei Bedarf kann es wieder aus Homocystein entstehen. Dies geschieht mit Hilfe von Vitamin B12 und B9 (Folsäure). Damit kann Homocystein als ein kleines, beschränktes Zwischen-, oder Notlager für Methionin dienen.

Zur Ansammlung des Homocysteins führen also

  • vermehrte Zufuhr des Methionins (Käse und Fleisch) und / oder

  • Mangel an Vitaminen B6, B9 (Folsäure) und B12, die für dessen Umwandlung zu Methionin oder für dessen Abbau notwendig sind.

Angeborene Störungen der Enzyme, die sich an diesen Stoffwechselwegen beteiligen, sind selten, aber dank ihnen wurde die Schädlichkeit des Homocysteins entdeckt.

Auch Rauchen manche Medikamente und Krankheiten (verminderte Nieren- und Schilddrüsenfunktion, Krebs), erhöhen die Blutwerte des Homocysteins.

Was bewirken erhöhte Mengen des Homocysteins?

Homocystein schädigt die Gefässwand, beschleunigt die Blutgerinnung und die Oxidation verschiedener Stoffe, z.B. der Cholesterinverbindungen, die sich dann an den geschädigten Gefässwänden leichter ablagern. Dies führt zu

  • Durchblutungsstörungen verschiedener Organe und ihren Folgen, wie

  • Angina pectoris und Herzinfarkten,

  • Schlaganfällen,

  • Beindurchblutungsstörungen ("Raucherbein"),

  • Thrombosen und

  • Aborten.

  • Die schlechte Nierendurchblutung verursacht erhöhten Blutdruck.

  • Die Nervenzellen werden nicht nur durch die verminderte Blutzufuhr, sondern auch direkt durch die vermehrte Oxidation und die toxischen Wirkungen geschädigt. So trägt die Erhöhung des Homocysteins sowohl zur Entwicklung der Demenz, wie auch anderer neuropsychiatrischer Krankheiten, wie Schizophrenie, bei.

  • Es gibt neuerlich Hinweise auf Beziehung zwischen erhöhtem Homocystein und der Osteoporose.  

Was kann man dagegen tun?

Die Vegetarier haben tiefere Homocysteinwerte als die Fleisch- (und Käse-!) esser weil 

  • sie weniger Eiweiss damit weniger Methionin konsumieren und

  • mehr Folsäure und genug Vitamin B6 bekommen. Sie müssen jedoch auf eine genügende Zufuhr von Vitamin B12 achten.

Beim Alkohol-Abbau verbraucht man verschiedene Vitamine B, u.a. auch Folsäure und Vitamin B6, sodass bei vermehrtem Alkoholkonsum, der häufig noch mit nicht vollwertiger Ernährung vergesellschaftet wird, Vitamin B Mangel herrscht, und folge dessen das Homocystein erhöht ist.

Um die Schäden des erhöhten Homocysteins (s.o.) zu vermeiden und zu beheben, müssen wir weder Vegetarier noch Abstinenten werden, wir brauchen nur den Konsum von Fleisch, Hartkäse und Alkohol auf ein vernünftiges Mass beschränken, mehr Gemüse, Salat und Früchte essen, sich basisch-betont ernähren. Falls es nicht reicht, kann man sich zusätzlich mit Vitaminpräparaten helfen. Die Vitamineinnahme soll jedoch kontrolliert erfolgen, da die Überdosierung von allen drei Vitaminen (Folsäure, B6 und B12) kann sich negativ auswirken!

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(was uns unheimlich freuen würde)

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