Gesund durch Essen
Ernährungsberatung und NAET-Behandlung von Allergien und Unverträglichkeiten
Dr. med. Peter Marko, 
Heinestrasse 26, CH-9008 St.Gallen 
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Letzte redaktionelle Änderung 5.11.06  

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Eine richtige Pflege der Patienten mit Herzschwäche erreicht mehr als viele Medikamente und instrumentelle Eingriffe.

Ph. A. Poole-Wilson in New England Journal of Medicine 2007;356:2227-8.

Herzschwäche (Herzinsuffizienz) und

Ernährung

Die Herzschwäche ist üblicherweise eine Folge des hohen Blutdrucks und der schlechten Herzdurchblutung. Dass die Ernährung wesentlich diese beiden Ursachen beeinflusst, ist gut bekannt, sogar die Spatzen auf den Dächern schwätzen schon darüber, und so möchten wir nur darauf hinweisen, dass die basisch betonte Ernährung die beste langfristige Vorbeugung (sog. Primärprophylaxe) dagegen ist.

Deutsche Forscher zeigten kürzlich, dass Herzschwäche auch durch das falschgeleitete Immunsystem entstehen kann. In dem Falle ist sie eine Art der Autoimmunkrankheiten. Wie weit sich dass Immunsystem an der Herzschwäche allgemein beteiligt, ist zu untersuchen.

Weniger geläufig ist, dass die Ernährung auch die bereits vorhandene Herzschwäche beeinflusst (sog. Sekundärprophylaxe). Der Hauptgrund für die Spitaleinweisungen wegen Herzschwäche ist die falsche Ernährung, wozu man selbstverständlich auch das Trinken rechnet.

Es ist merkwürdig, dass der Körper nur gegen die Bedrohung durch akute Herzversagen, z. B. bei vermehrten Blutverlust grundsätzlich durch drei Reaktionen wirksam hilft.: 

  1. Das Herz schlägt schneller

  2. Der Blutdruck steigt

  3. (auch durch) Ansammlung der Flüssigkeit im Körper.

Mehr über diese Reaktionen und ihre hormonelle Steuerung hier.

Auf diese Weise reagieren wir auch bei der chronischen Herzschwäche. Das Herz wird dadurch langfristig belastet und da es bereits geschwächt ist, zusätzlich geschädigt. Offensichtlich war es in der früheren Geschichte der Menschheit kein Vorteil, wenn die Leute mit chronischer Herzschwäche länger lebten, länger litten. Man kann es auch als eine Art natürlicher Sterbehilfe betrachten.

             Aderlass                      blutiges Schröpfen                    Blutegel 

sind uralte Massnahmen gegen die chronische Herzschwäche.

 

Was hat die Ernährung damit zu tun?

Wenn man zu viel Flüssigkeit und Kochsalz einnimmt, wird die krankhafte Ansammlung der Flüssigkeit noch verstärkt, der Blutdruck steigt, das Herz wird zusätzlich belastet, geschwächt und eher erschöpft. Man muss dann noch mehr herzstärkende, wassertreibende und blutdrucksenkende Medikamente einnehmen. Mit jedem Medikament und ihrer Kombination steigt die Möglichkeit der unerwünschten, manchmal schädlichen Nebenwirkungen. Wenn man nicht unbedingt muss und wenn man es kann, warum es nicht durch harmlose, sogar allgemein nützliche Massnahme wie richtige Ernährung vermeiden? Selbstverständlich kommt man bei bereits vorhandener Herzschwäche ohne gewisse Medikamente nicht aus.

Wie kann man dem kranken Herzen durch Ernährung helfen?

Herzkranke Menschen sollen sich noch mehr als die herzgesunden kochsalzarm+*, basen-, d.h. kalium- und magnesiumreich, anders gesagt überwiegend pflanzlich und vollwertig ernähren. Die dabei üblicherweise nicht zu grosse Eisenvorräte wirken sich auch günstig aus. Sie sollen sehr auf richtige Trinkmenge achten, da weder zu wenig noch zuviel Flüssigkeit dem kranken Herzen zuträglich ist.

Ein besonderes Problem ist das Übergewicht, das ein eigenständiger Risikofaktor für die Entstehung der Herzschwäche ist. Bei Übergewichtigen muss das Herz in Ruhe vermehrt arbeiten um die grössere Körpermasse mit Blut zu versorgen, was nicht dasselbe ist wie die Belastung bei Muskelarbeit, bei der viele nützliche Stoffe produziert werden. Ausserdem bewegen sich die Übergewichtigen weniger. Bewegung in vernünftigem Masse nützt auch dem kranken Herzen.

Vor kurzer Zeit erschien ein Bericht, in dem behauptet wurde, dass die Übergewichtigen länger mit der Herzschwäche überleben, als die Normalgewichtigen. Dann wäre Übergewicht in diesem Sinne vorteilhaft. Abgesehen von allen anderen bekannten Nachteilen des Übergewichtes, vergassen die Autoren der Studie, dass die Übergewichtigen die Zeichen der Herzschwäche beim Tragen ihrer schweren Last früher spüren. Die Qualität ihres Lebens ist früher und länger beeinträchtigt.

Wenn schon das Herz geschwächt ist, soll man für seine Arbeit gute Bedingungen schaffen und es nicht zusätzlich (unnötig) schwächen. Seitens Ernährung gehört zu den guten Bedingungen die gute Versorgung mit den Hauptnahrungsmitteln (optimale Zusammensetzung von Kohlenhydraten, Eiweissen und Fetten), Vitaminen und Spurenelementen (Selen, Zink) und keine chronische Säurebelastung**. Von den Vitaminen ist vor allem bei Alkoholbelastung das Vitamin B1 wichtig. Als Folge der falschen Ernährung und der Nahrungsmittelunverträglichkeiten ist die Einnahme von Eisen und Vitamin B12 nicht selten beeinträchtigt, da beide durch besondere und empfindliche Systeme aus Darm in Blut aufgenommen werden. Ihre Menge sollte man kontrollieren, da sie die Stärke der Herzaktion direkt beeinflussen (zu viel Eisen ist aber auch nicht gut) und eventuell dann durch Zusätze normalisieren. Enorm wichtig ist die optimale Versorgung mit den Hauptbasen Kalium und Magnesium. Sie stärken das Herz, helfen das überflüssige Wasser auszuscheiden und beugen den gefährlichen Herzrhythmusstörungen vor. Ohne Kontrollen sollte man sie jedoch nicht als Zusatz nehmen, da es vor allem bei einer beeinträchtigten Nierenfunktion zu einem gefährlichen Überschuss kommen kann.

Am besten ist,

sich natürlich, vollwertig, basisch betont, abwechslungsreich zu ernähren. Damit versorgt man den Körper und das Herz mit allen wichtigen, gesunden Bestandteilen der Nahrung und schafft gute Bediengungen für die Arbeit des kranken, geschädigten Herzens.

+ Kürzlich wurde eine Arbeit veröffentlich, die zeigt, dass die fehlende Kochsalzeinnahmebeschränkung der häufigste Grund für die Verschlechterung der Herzschwäche und die damit verbundene Spitaleinweisung ist.

*Kochsalz ist nicht nur in Speisen, die offensichtlich "salzig" schmecken, sondern auch, ähnlich den Fetten, "versteckt". Wir sind schon an den salzigen Geschmack so gewohnt, dass wir ihn oft nicht mehr bemerken.

Kochsalzinhalt mancher Nahrungsmittel (g Kochsalz / 100g):

Gemüse, Früchte 0,001 - 0,07
Büchsengemüse 0,2 - 0,7
Oliven mariniert 2,4
Sauerkraut 0,65
Ketchup 1,05
Senf 1,3
Cornflakes 0,6
Brot 0,2 - 0,5
Ei 0,135
Kuhmilch 0,057
Kondensmilch gesüsst 0,11
Camembert 1,15
Emmentaler 0,74
Schmelzkäse 1,26
Fleich (ohne Zusatz) um 0,08
Innereien (ohne Zusatz) 0,08 - 0,25
Bündnerfleisch 4,3
Wurstwaren 0,6 - 1,2
Aal 0,08
Aal geräuchert 0,8
Hering 0,118
Hering mariniert 1,0
Hering geräuchert 0,7

Der tägliche Bedarf liegt nur zwischen 1 und 2 g Kochsalz. Mit unserer gegenwärtig üblichen Ernährung konsumieren wir 5 bis 10 mal mehr!

** Selbstverständlich auch die gute Einstellung der Zuckerkrankheit und der Blutfette

Falls Sie uns wieder besuchen möchten
(was uns unheimlich freuen würde)

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