Gesund durch Essen
Ernährungsberatung und NAET-Behandlung von Allergien und Unverträglichkeiten
Dr. med. Peter Marko, 
Heinestrasse 26, CH-9008 St.Gallen 
Anmeldung T: 071 250 15 18 Fax: 071 250 15 19 E-mail: Peter.J.Marko@hin.ch


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Essstörungen (ausschliesslich Übergewicht)

Zu den Eigenschaften der Menschen mit Essstörungen gehört, dass sie sich besonders viel mit Ernährungsproblemen beschäftigen. Sie sind auch in unserem Gesprächsforum oft gesehene, aktive, willkommene Gäste. Wir möchten erklären, was wir ihnen diesbezüglich (und anderen Besuchern) bieten, wie wir ihnen helfen können und wo und warum diesen Bemühungen Grenzen gesetzt sind.

Ein Vorteil des Internetkontaktes ist die Entfernung. In einem Forum ist sogar die Anonymität gewährleistet. Dadurch ist die Schwelle zur Mitteilung des Problems tiefer, die Zweifel, ob es wichtig, gravierend ist, wie es entgegengenommen wird, kleiner. Für scheue, zurückhaltende, eher feine Menschen eine grosse Erleichterung. Auf der anderen Seite wurzelt hier unsere Pflicht bei Verdacht auf eine Essstörung, unsere Vermutung der/dem Fragenden auch mitzuteilen. Wir erfahren (im Internet und in der Praxis), dass viele Untergewichtige immer wieder auf verschiedene Krankheiten untersucht werden, ohne dass man ihnen die Möglichkeit einer Essstörung erwähnt, oder zu erwähnen wagt. Dabei sind die Heilungsaussichten desto grösser und die Folgen dieser Krankheiten kleiner, je früher man mit der Behandlung beginnt. Der erste, sehr wichtige Schritt ist mit der Annahme der Krankheit getan.

Wann soll man an eine Essstörung denken? Sicher nicht erst bei Problemen mit dem Gewicht*. Wie bei den meisten chronischen Krankheiten, gibt es Vorstadien und mildere Formen. Auf eine Essstörung weißt folgendes hin:

  1. Zwanghafte Beschäftigung mit den Problemen von Gewicht und Essen und dem Bedürfnis, sie unter Kontrolle zu haben. Angst vor einer Gewichtzunahme.

  2. Störung des Eigenbildes, z. B. trotz unterem Normalgewicht oder sogar starkem Untergewicht, Gefühl von entstellenden Fettansammlungen an verschiedenen Körperteilen

  3. Zwanghaftes Bewegungsbedürfnis, das dem Ernährungszustand und der Leistungsfähigkeit nicht mehr entspricht.

  4. Erbrechen und Einnahme von verschiedenen Medikamenten, die das Gewicht unter Kontrolle bringen sollen (abfuhr- und harntreibende Mittel, Schilddrüsenhormone).

  5. Untergewicht und Widerstand, es zu normalisieren.

  6. Fressattacken.

  7. Fehlende Menstruation.

  8. Essstörungen kommen nicht selten bei gewissen Sportarten vor.

Essstörungen sind keine harmlosen Krankheiten. Je schwerer sie sind und je länger sie dauern, desto schwerere Schäden können sie für den Rest des Lebens hinterlassen. Bis 20% der schweren Magersüchtigen sterben frühzeitig an den Folgen dieser Krankheit!

Die Patienten mit einer Essstörung wenden sich an uns meistens mit folgenden zwei unerfüllbaren Wünschen:

  • Sie wollen irgendeine wundersame Speise oder Ernährungsweise, die ihnen zwar Kraft gibt und die negativen Folgen der Mangelernährung behebt, aber zu keiner Gewichtzunahme führt.

  • Sie wollen dadurch und/oder durch irgendwelche besondere Übungen ihre als störend empfundenen, in Wirklichkeit nicht (mehr) existierenden Fettablagerungen auf andere Körperstellen verschieben.

  • Weitere Beispiele findet man z. B. in unserem Gesprächsforum.

Die Essstörungen kann man leider nicht mit einfachen Ernährungsempfehlungen heilen. Die Ernährungsberatung soll jedoch eine gründliche Behandlung begleiten und ergänzen, die eine Auseinandersetzung mit persönlichen Problemen einschliesst. Sie ist langfristig und die Patienten können keine schnelle Wunder erwarten. Es ist vorteilhaft, wenn sich die Familie beteiligt.

Unten dazu die Stimme einer Besucherin unseres Forums**.

Wir bieten den essgestörten Besuchern:

  1. Wie bereits oben erwähnt, die erste Beratung bei meistens anonym präsentierter Unsicherheit, ob es sich um eine Essstörung handelt.

  2. Diese Seite zur weiteren Information.

  3. Nützliche Literaturangaben***.

  4. Folgende weitere Links: 

Ausserdem:

  1. Die NAET-Behandlung in der Praxis hilft die psychischen und körperlichen Blockaden abzubauen und die dazu gehörenden und vorhandenen Allergien und Unverträglichkeiten zu beseitigen. Der psychische und der körperliche Zustand bessern, die Bereitschaft zur Therapie steigt, sie ist wirksamer.

  2. Die basisch betonte Ernährung bessert die Stoffwechsellage und mildert die Schäden der Essstörungen. Es gibt Anhaltspunkte, dass sowohl die Meidung der Candida-Belastung, wie auch der Lebensmittelunverträglichkeiten die Sucht bessert.

  3. In Ausnahmen bei Wunsch die gezielte Ernährungsberatung per e-mail.

* Hier können Sie Ihren BMI (Body Mass Index) ausrechnen.

** "Liebe Sarah,

Ich melde mich mal bei Dir, um Dir Mut zu machen die Magersucht wirklich therapeutisch anzugehen.
Ich bin mit ca. 16 Jahren magersüchtig geworden. 5 Jahre lang konnte und wollte ich es nicht erkennen, dass ich wirklich magersüchtig bin. Freunde und meine Mutter haben sich Sorgen gemacht. Hier liegt eine große Gefahr, denn man kann sich daran gewöhnen, dass andere sich Sorgen machen und die Aufmerksamkeit, die man dadurch bekommt total genießen. 
Das wird dann ein richtiger Teufelskreis, wenn man da nicht rechtzeitig die Bremse zieht.
Und da möchte ich Dich gerne als, nun sagen wir, ältere Leidensgenossin warnen, weil ich Dir wünsche, dass Du nicht so lange mit dem Essproblem und den Hintergründen kämpfen mußt.
Bei mir war der Knackpunkt, dass ich einen sehr lieben Mann kennengelernt habe, ich wollte
dann meine Eßstörung überwinden, weil ich auch Familie haben wollte. Ich bin dann für 3 Monate ( ich weiß, eine lange Zeit ) in eine
Klinik für Patienten mit Eßstörungen gegangen. Es war eine harte, aber doch effektive Zeit. Es hat dann nochmal ca. 5 Jahre gedauert, bis ich sagen konnte, ich habe die Magersucht besiegt. Mittlerweile habe ich sogar einen 7 Monate alten Sohn.
Dir ist der Sport sehr wichtig, deshalb überlege Dir, ob Du nicht lieber einmal richtig eine Therapie machen möchtest, um diesen Sport
auch weiterhin gut ausüben zu können. Denn alleine findet man die Bremse nicht, auch wenn Du schon wieder etwas mehr wiegst.
Das ist der Druck von aussen, nur Du mußt es wirklich wollen, sonst bringt es nichts."

***  
- In dem Buch von B. Guldenschuh „Wege aus der Essstörung“ berichten 56 Frauen, die mit oder ohne Hilfe von Therapien die Magersucht und/oder Bulimie hinter sich gelassen haben, was für sie auf diesem Weg wichtig und hilfreich war. Es werden auch Probleme der vollständigen Heilung und des Restes der Störung und der Ruckfälle besprochen. Die Frauen ziehen Lehren aus ihrem Weg. Das Buch kann man den Betroffenen, ihren Familien und Freunden wärmstens empfehlen. Ich habe auch viel dazu gelernt.

- MacLeod S: Hungern, meine einzige Waffe. Der verzweifelte Kampf eines jungen Mädchens um seine Identität. Ein autobiographischer Bericht über die Magersucht. Kösel, München, 1983.
- Kloth B: Zum Kotzen. Attempto Verlag, Tübbingen, 1989.
- Gerlinghoff M, Backmund H: Magersucht. Anstösse für eine Krankheitsbewältigung. Trias Thieme, Hippokrates, Enke, Stuttgart, 1994.
- Wise K: Wenn Essen zum Zwang wird. Wege aus der Bulimie. PAL Verlagsgemeinschaft, Mannheim, 1994. 

Es ist wichtig den Weg einzuschlagen. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei den einzelnen Schritten zum Ziel - zur weniger beschwerlichen, gesunderen Lebensweise!

Falls Sie uns wieder besuchen möchten
(was uns unheimlich freuen würde)

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