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Redaktionsänderung 21.10.2009
Unsere
ganze Homepage können Sie hier nach Worten
und Begriffen durchsuchen.
Vitamin D und Ernährung
Ähnlich Eisen, Zink
und Vitamin B12 können
wir zu wenig Vitamin D haben, auch wenn wir uns richtig,
gesund ernähren. Der Hauptgrund des Vitamin D-Mangels
ist, dass seine wichtigste Quelle nicht die Nahrung,
sondern seine Synthese im Körper (s.u.) ist. Der
Wirkungsweise nach ist Vitamin D eigentlich ein Hormon,
der verschiedene Organsysteme in ihren Aufgaben auf
verschiedene Weise beeinflusst:
Die Reihe der
Krankheiten, bei der Vitamin D-Mangel eine Rolle spielt
ist viel länger, deswegen anstatt zu versuchen, sie
hier aus zu zählen, können wir Folgendes empfehlen:
Bei jeder chronischen oder
wiederholenden Krankheit Vitamin D zu bestimmen,
oder
eigentlich sollte jeder von uns
wissen, ob er genug Vitamin D hat.
Wenn nicht genug, zusätzlich nehmen (s.u.)!
Es hilft Krankheiten vor zu
beugen, sie zu heilen und Medikamentennebenwirkungen zu
vermindern.
Ohne genug Vitamin D, gibt es auf lange Sicht keine gute
Gesundheit und gute Leistungsfähigkeit!
Menschen, die genug Vitamin D haben, sterben später,
und was noch wichtiger ist, leben gesünder! (Arch
Intern Med 2007;167:1709-10)
Wie viel ist genug?
Früher, als man nur die
Knochenschwäche (Rachitis bei Kindern und Osteomalazie
bei Erwachsenen) als Folge des Vitamin D-Mangels kannte,
dachte man es genüge so viel, damit man diese
Krankheiten vermeidet und heilt. Seit wir auch die
anderen Wirkungen von Vitamin D kennen, hat sich die
Menge wesentlich erhöht. Ob man genug Vitamin D hat,
kann man im Blut kontrollieren. Optimal ist
100 – 150 nmol/l 25-OH-Vitamin D.
Warum haben wir nicht genug
Vitamin D?
Den Bedarf an Vitamin D
decken wir nur zu einem geringen Teil aus der Nahrung
(einer der Gründe, warum es kein richtiges Vitamin
ist). Unser Körper kann unter optimalen Bedingungen
genug Vitamin D selbst synthetisieren (Abb.1).
In der Leber wird aus einfachen, zur
genüge vorhandenen Bausteinen Desoxycholesterol
synthetisiert, aus welchem einerseits das Cholesterin,
anderseits in der Haut unter Einwirkung der
Sonnenstrahlen das Vitamin D3 entsteht. Vitamin D3 wird
in der Leber zum 25-OH D3 und dann noch in der Niere zum
wirksamen 5,25 OH D3 umgewandelt.
Aus der Nahrung können wir sowohl Vitamin D3 wie auch
25-OH-D3 erhalten. Die besten Nahrungsquellen des
Vitamins D sind Fische, vor allem fette Meeresfische wie
Lachs, Makrelen, Sardinen, Heringe und Lebertran.
Vitamin D3 ist fettlöslich, d.h. wenn nicht genug Fette
in der Nahrung sind und/oder ihre Aufnahme beeinträchtigt
ist, wird Vitamin D schlecht aufgenommen. Dies ist der
Fall auch bei Leber- und Gallenkrankheiten. Ausserdem
vermindern Leberkrankheiten die Synthese von
Desoxycholesterol und die Umwandlung von Vitamin D3 zum
25-OH D3. Bei fortgeschrittenen Nierenkrankheiten wird
die Umwandlung des 25-OH in das wirksame 5,25-OH Vitamin
D3 beeinträchtigt.
Für den Vitamin D3-Haushalt ist die Sonnenstrahlung
entscheidender, wichtiger als die Nahrung. Die Leber
muss schon sehr angegriffen sein, dass sie nicht genug
Desoxycholesterol produziert. Unter Sonnenstrahlung
entsteht daraus Vitamin D3 (s.o.). Es reicht dazu ca. 10
Minuten Wintermittagssonne pro Tag, die auf das Gesicht,
Hände und Unterarme strahlt. Im Sommer ist die Zeit kürzer
und lieber vom Mittag verschoben. Zu viel Sonne, vor
allem während der Kindheit und für Menschen mit heller
Haut ist bekanntlich schädlich und ruft Alterung und
Krebs der Haut her vor. Die künstliche Strahlung in
Solarien schädigt die Haut auch und produziert weniger
Vitamin D als die natürliche Sonnenstrahlung. In
manchen Ländern will man Kindern und Jugendlichen den
Zutritt in Solarien verbieten und empfiehlt zur Bräunung
eher chemische Mittel. Hoffentlich rufen sie bei längerer
Anwendung keine Allergien und andere Schäden hervor.
Mit unserer von Sonne geschützter Lebensweise und mit
von der Kleidung bedeckter Haut bekommen wir zu wenig
Sonne. Besonders gefährdet sind dunkelhäutige
Menschen, die in unseren Breiten leben, weil ihre Haut
sie vor Schädigung schützt aber auch die Vitamin
D-Produktion vermindert. Dasselbe gilt auch für durch
Kleidung zu gut geschützte Frauen in den islamischen Ländern.
Auch die Haut älterer Menschen synthetisiert weniger
Vitamin D.
Natürlich kann nicht zu viel Vitamin D entstehen, weil
es dann in der Haut zerstört wird. Es ist ein Zeichen,
dass zu viel Vitamin D auch nicht gut tut.
Wie häufig ist Vitamin D-Mangel?
Überraschend häufig:
Mehr als die Hälfte von uns (auch Jüngere) hat nicht
genug Vitamin D! Mit dem Alter steigt diese Zahl, weil
die Fähigkeit Vitamin D in der Haut zu produzieren
nachlässt. Bis vor wenigen Jahren bekamen nur Kinder
< 1 Jahr zusätzlich Vitamin D Tropfen, weil man
meinte, später bekommen sie genug mit der Nahrung.
Jetzt weiss man, dass Kinder jeden Alters zusätzlich
Vitamin D brauchen. Schwangere und stillende Frauen
brauchen mehr Vitamin D, auch im Interesse ihrer Kinder.
Was können wir gegen Vitamin
D-Mangel tun?
Bei Krankheiten, welche
die Aufnahme und Synthese von Vitamin D stören, sollen
die Ärzte Vitamin D-Menge im Blut kontrollieren und den
Mangel durch zusätzliche Gaben beheben. Man kann dazu
Vitamin D3, 25-OH D3 und bei schweren Nierenkrankheiten
das teurere 5,25-OH D3 benützen. Bei schlechter
Aufnahme kann man 25-OH D3 in den Muskel spritzen.
Früher wurde zur Vorbeugung der Knochenschwäche bei
Kindern (Rachitis) und Erwachsenen (Osteomalazie) 400
internationalen Einheiten (IE) Vitamin D pro Tag
empfohlen. Jetzt weiss man, dass man 1000 – 2000 IE
braucht für eine optimale Menge zur Vorbeugung und
Therapie all der Folgen des Vitamin D-Mangels.
Bald kommt die Zeit, wenn viele Grundnahrungsmittel mit
Vitamin D an gereicht werden, damit wir alle genug
Vitamin D bekommen und nicht unter den Folgen eines
Mangels leiden, besser und länger leben.
Falls
Sie uns wieder besuchen möchten
(was uns unheimlich freuen würde)
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