Gesund durch Essen
Ernährungsberatung und NAET-Behandlung von Allergien und Unverträglichkeiten
Dr. med. Peter Marko, 
Heinestrasse 26, CH-9008 St.Gallen 
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Letzte redaktionelle Änderung 20.9.06

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Akne, Rosazea, Periorale Dermatitis und Ernährung*

 

Akne oder "Bibeli" entstehen durch das Zusammenspiel folgender 3 Hauptfaktoren: 

  1. Verstopfung der Talgdrüsen

  2. Vermehrte Produktion von Talg durch männliche Hormone

  3. Entzündung der Talgdrüsen durch ein Bakterium, Propionibacterium acnes. Es gibt Leute, bei denen diese Bakterien eher eine Entzündung hervorruft. Sie reagieren empfindlicher.

In unserer Zivilisation ist Akne häufig, nicht nur bei Heranwachsenden. Menschen, die unter ursprünglichen, “primitiven” Bedingungen leben, kennen keine Akne. Wenn sich die Bedingungen ihres Lebens ändern, bekommen manche von ihnen auch Akne. Welche Lebensumstände begünstigen die Entstehung der Akne? 

  • Die kalorienreiche Ernährung der letzten 50 Jahre ändert den Hormonhaushalt. Dies führt u.a. zu Übergewicht und Zuckerkrankheit. Dieselben hormonellen Veränderungen können bei dazu veranlagten Menschen Akne mitverursachen (1).

  • Nach einer Studie (2) bekommen Menschen, die Milch und gewisse Milchprodukte konsumieren eher Akne. Wieder sollen Hormone in der Milch dafür verantwortlich sein.

  • Häufig bessern Akne, wenn man gewisse Nahrungsmittel meidet. Schokolade, Kaffee, Nüsse, fettige und süsse Speisen sind die meistgenannten Nahrungsmittel in diesem Zusammenhang. Wenn man sie jedoch bei einer Gruppe Akneleidender auslässt, bessert die Haut nur bei einem kleinen Teil der Patienten. Davon schliesst man fälschlicherweise, dass Nahrungsmittel dabei keine wesentliche Rolle spielen. Der Grund für die wenig überzeugende Ergebnisse ist, dass jeder Patient auf andere Nahrungsmittel und deren Kombinationen reagiert. Es ist ähnlich wie beim Reizdarm und anderen Unverträglichkeiten.

  • Es ist bekannt, dass Menschen, die mit Mineralölen arbeiten, eher Akne bekommen, weil diese den Ausgang der Talgdrüsen verstopfen.

Auf folgende weitere Einflüsse sollten Menschen mit Akne achten:

  • Pflegeprodukte und Sonnenschutz. Nicht zu fettende Crèmes und Salben benützen.

  • Sonnenstrahlung. Vor allem Patienten, die gewisse Antiaknemittel (Benzoylperoxid, Retinoide, Alpha-Hydroxy-Säuren, usw.) anwenden, reagieren empfindlich.

  • Schminke: Mit Make-up und Puder nur sehr sparsam umgehen, da sie die Poren verschliessen.

  • Gewisse Arzneimittel (Hormone, Anibabypille, Antiepileptika, Lithium, u.a.) und B-Vitamine können Akne verschlimmern.

  • Fluorhaltige Zahnpasten (z.B. Elmex) auch.

Mit der NAET-Methode kann man  

  • feststellen, welche Nahrungsmittel und andere Einflüsse sich bei der betreffenden Person an der Entstehung der Akne beteiligen

  • die Wirkung dieser „Übeltäter“, sowie

  • die Empfindlichkeit auf das Propionibacterium acnes vermindern.

Wir können Ihnen bei den entsprechenden Ernährungsänderungen helfen.  

Mit Akne verwandt sind weitere zwei Krankheitsbilder - 

Rosazea und Periorale Dermatitis. 

Sie unterscheiden sich von Akne  eher in der Erscheinung als in den Ursachen ihrer Entstehung, vor allem was Nahrung betrifft. Es ist bekannt, dass unter Rosazea  oft Menschen leiden, die den Alkoholgetränken zugeneigt sind. Sie trifft jedoch nicht selten auch strenge Abstinenten und Gelegenheitstrinker, weil auch nichtalkoholische Gärungsprodukte wie Essig, Brot eine wesentliche Rolle bei ihrer Entstehung spielen. Kohlenhydratreiche Nahrung, besonders mit vielen einfachen Zuckern und zu viel Obst, führt zur Vermehrung von Candida, eine Hefegattung, die in kleiner Menge normalerweise zur Darmflora gehört. Candida vergärt die Kohlenhydrate und produziert u.a. auch Alkohol in unserem Darm. 

* Verwendete Literatur: 
    1 Cordain L: Acne vulgaris A disease of western civilization. Arch Dermatol 2002;138:1584-90.
    2 Adebamowo CA, Spiegelman D, Danby FW, Frazier AL, Willett WC, Holmes MD: High school dietary 
       dairy intake and teenage acne. J Am Acad Dermatol. 2005 Feb;52:207-14.
    3 Webster GF: New developments in Rosacea. Suppl to SKIN & AGING 2006:10-13 (Aus Ars Medici 2006(18);874-5
    4 Graf M: Praktische Überlegungen in der Therapie der Akne. Ars Medici (Medicos) 2006;/:3-7.

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