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Letzte redaktionelle Änderung 20.9.06
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ganze Homepage können Sie hier nach Worten
und Begriffen durchsuchen.
Akne, Rosazea,
Periorale Dermatitis und Ernährung*
Akne oder "Bibeli"
entstehen durch das Zusammenspiel folgender 3 Hauptfaktoren:
-
Verstopfung
der Talgdrüsen
-
Vermehrte
Produktion von Talg durch männliche Hormone
-
Entzündung der Talgdrüsen
durch ein Bakterium, Propionibacterium acnes. Es gibt
Leute, bei denen diese Bakterien eher eine Entzündung
hervorruft. Sie reagieren empfindlicher.

In unserer Zivilisation ist Akne häufig,
nicht nur bei Heranwachsenden. Menschen, die unter ursprünglichen,
“primitiven” Bedingungen leben, kennen keine Akne. Wenn sich die
Bedingungen ihres Lebens ändern, bekommen manche von ihnen auch
Akne. Welche Lebensumstände begünstigen die Entstehung der Akne?
-
Die
kalorienreiche Ernährung der
letzten 50 Jahre ändert den Hormonhaushalt. Dies führt u.a. zu
Übergewicht und Zuckerkrankheit. Dieselben hormonellen Veränderungen
können bei dazu veranlagten Menschen Akne mitverursachen (1).
-
Nach
einer Studie (2) bekommen Menschen, die Milch
und gewisse Milchprodukte
konsumieren eher Akne. Wieder sollen Hormone
in der Milch dafür verantwortlich sein.
-
Häufig
bessern Akne, wenn man gewisse Nahrungsmittel
meidet. Schokolade, Kaffee, Nüsse, fettige
und süsse Speisen sind die meistgenannten Nahrungsmittel in
diesem Zusammenhang. Wenn man sie jedoch bei einer Gruppe
Akneleidender auslässt, bessert die Haut nur bei einem kleinen
Teil der Patienten. Davon schliesst man fälschlicherweise, dass
Nahrungsmittel dabei keine wesentliche Rolle spielen. Der Grund
für die wenig überzeugende Ergebnisse ist, dass jeder Patient
auf andere Nahrungsmittel und deren Kombinationen reagiert. Es
ist ähnlich wie beim Reizdarm und
anderen Unverträglichkeiten.
-
Es ist bekannt, dass
Menschen, die mit Mineralölen arbeiten, eher Akne bekommen,
weil diese den Ausgang der Talgdrüsen verstopfen.
Auf folgende weitere Einflüsse
sollten Menschen mit Akne achten:
-
Pflegeprodukte
und Sonnenschutz. Nicht zu fettende Crèmes und Salben benützen.
-
Sonnenstrahlung.
Vor allem Patienten, die gewisse Antiaknemittel (Benzoylperoxid,
Retinoide, Alpha-Hydroxy-Säuren, usw.) anwenden, reagieren
empfindlich.
-
Schminke:
Mit Make-up und Puder nur sehr sparsam umgehen, da sie die Poren
verschliessen.
-
Gewisse
Arzneimittel (Hormone, Anibabypille, Antiepileptika, Lithium,
u.a.) und B-Vitamine können Akne verschlimmern.
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Fluorhaltige Zahnpasten
(z.B. Elmex) auch.
Mit der NAET-Methode
kann man
-
feststellen,
welche Nahrungsmittel und andere Einflüsse sich bei der
betreffenden Person an der Entstehung der Akne beteiligen
-
die
Wirkung dieser „Übeltäter“, sowie
-
die Empfindlichkeit auf das
Propionibacterium acnes vermindern.
Wir können Ihnen bei den
entsprechenden Ernährungsänderungen
helfen.
Mit Akne verwandt sind weitere zwei
Krankheitsbilder -
Rosazea und
Periorale Dermatitis.
Sie unterscheiden sich von Akne
eher in der Erscheinung als in den Ursachen ihrer Entstehung, vor
allem was Nahrung betrifft. Es ist bekannt, dass unter Rosazea
oft Menschen leiden, die den Alkoholgetränken zugeneigt sind. Sie
trifft jedoch nicht selten auch strenge Abstinenten und
Gelegenheitstrinker, weil auch nichtalkoholische Gärungsprodukte
wie Essig, Brot eine wesentliche Rolle bei ihrer Entstehung spielen.
Kohlenhydratreiche Nahrung, besonders mit vielen einfachen Zuckern
und zu viel Obst, führt zur Vermehrung von Candida, eine
Hefegattung, die in kleiner Menge normalerweise zur Darmflora gehört.
Candida vergärt die Kohlenhydrate und produziert u.a. auch Alkohol
in unserem Darm.
* Verwendete Literatur:
1 Cordain L: Acne vulgaris A disease of western
civilization. Arch
Dermatol 2002;138:1584-90.
2 Adebamowo
CA, Spiegelman
D, Danby
FW, Frazier
AL, Willett
WC, Holmes
MD: High school dietary
dairy
intake and teenage acne. J
Am Acad Dermatol.
2005 Feb;52:207-14.
3 Webster GF: New developments in Rosacea.
Suppl to SKIN & AGING 2006:10-13 (Aus Ars Medici 2006(18);874-5
4 Graf M: Praktische Überlegungen in der
Therapie der Akne. Ars Medici (Medicos) 2006;/:3-7.
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