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Redaktionsänderung 8.4.08
Unsere
ganze Homepage können Sie hier nach Worten
und Begriffen durchsuchen.
Wozu
NAET, wozu «antiallergische»
Ernährung ?
Durch
Unverträglichkeiten gerät das Immunsystem aus
dem Gleichgewicht und produziert
Stoffe, die sowohl allergische Reaktionen, Entzündungen,
Schmerzen, wie auch Gewichtszunahme
fördern können. Manche von ihnen, wie z.B. Histamin,
Serotonin dienen auch im zentralen und peripheren Nervensystem
als Botschaftsvermittler, sog. Transmitter und Modulatoren.
Dies erklärt, warum die Verminderung
oder Eliminierung der Unverträglichkeiten
so eine breite positive Wirkung auf viele krankhafte Zustände
verschiedener Organsysteme hat. Ohne Anspruch auf
Vollständigkeit, hier manche Beispiele:
Nervensystem:
Akute
und chronische Angstzustände, Aufmerksamkeitsstörungen,
Hyperaktivitätsstörungen, Verhaltensstörungen
bei Kindern, Schlafstörungen, Restless legs, chronische
Müdigkeit (CFS = chronic fatigue syndrome), MCS
(Multple Chemical Sensitivity = Vielfältige Chemische
Überempfindlichkeit), Depression, Bettnässen,
Kopfschmerzen,
Migräne, Schwindel,
Ohrensausen, Gleichgewichtsstörungen, Essstörungen.
Die Beobachtung und
Erfahrung, dass Allergien und Unverträglichkeiten den
psychischen und emotionellen Zustand beeinflussen können
(ein bekannter Beispiel Zöliakie),
wurde kürzlich bestätigt.
Wenn man bei Ratten eine Allergie auf Eieiweiss Ovalbumin
erzeugte, wurden sie ängstlicher und in gewissen
Hirnbereichen wies man bei ihnen Änderungen nach. Nach der
Behandlung verschwanden sowohl die Ängstlichkeit, wie die
Änderungen. Es bedeutet nicht, dass sich Allergien und
Unverträglichkeiten nur auf Angst auswirken können.
Eine der neurologischen Störungen, die durch
Zöliakie verursacht werden
können, ist die sog. Ataxie (Gangunsicherheit). Vor Kurzem
wurde auch ein Fall von wiederholter Gesichtsnervlähmung
beschrieben
(Facialisparese), die erst nach gluteinfreier Ernährung
verschwand. Jeder zehnte Schizophreniepatient leidet unter
Zöliakie (in der Durchschnittsbevölkerung jeder
hundertste).
Bei dem Kontakt mit dem Weizeneiweiss Gluten
produziert die Dünndarmschleimhaut der Zöliakie-Patienten
ein Eiweiss, sog. Zonulin, das ihre Durchlässigkeit
steigert. Somit gelangt eine noch grössere Menge von
Gluten in das Immunsystems des Darmes. Das Zonulin
steigert aber auch die Durchlässigkeit der
Blut-Hirn-Schranke, was die krankhaften Zeichen der Zöliakie
seitens des Nervensystems, vielleicht auch anderer Organe
teilweise erklärt.
Atmungsorgane:
Infektanfälligkeit,
wiederholter, chronischer Schnupfen, chronische
Nasennebenhöhlen-Entzündung (Sinusitis),
Mandelnvergrösserung,
chronische Ohrentzündung, Ohrsausen, Heiserkeit,
Bronchitis, Asthma, zystische Fibrose.
Augen:
Saisonale
und ganzjährige Bindehautentzündungen, trockene Augen
Verdauungstrakt:
Mundblattern
(Aphten), Refluxkrankheit
(Sodbrennen), Gastritis (Magenschleimhautentzündung),
Magen-Darm-Störungen
mit Schmerzen, Verdauungsstörungen (verminderte
Aufnahme der Nährstoffe), Stuhlunregelmässigkeiten
sowohl mit Durchfällen wie Verstopfungen, Blähungen,
Reizdarm, Zöliakie,
Laktoseintoleranz, chronische
Darmentzündungen (M. Crohn, Colitis
ulcerosa), Primäre
Billiäre Zirrhose.
Herz
und Gefässe:
Herzschwäche
und Raynaud Syndrom (Durchblutungsstörungen)
Bewegungssystem:
Gelenkentzündung
- Rheuma, Gelenkbeschwerden, Fibromyalgie,
Schwellungen.
Haut:
Akne
(Bibeli), Juckreiz (Nesselfieber, Urtikaria),
Lichen planus und ruber, Neurodermitis, Ekzeme, Mastozytose,
Rosazea, Periorale Dermatitis, Schuppenflechte
(Psoriasis), vermehrte Verhornung (Hyperkeratose).
Harn-
und Geschlechtsorgane:
Wiederholende
und chronische bakterielle, virale und Pilzentzündungen
der Blase, Harnröhre, Prostata und Scheide; Intersticiale
Zystitis, immunologische
Nierenentzündungen (Nephritiden und Nephrosen),
Reizblase, sexuelle Probleme.
Gewichtsprobleme:
Über-
und Untergewicht,
Esstörungen.
Polychemische
Sensitivität (PCS)
Autoimmunkrankheiten:
Rheumatische
Arthritis, Entzündliche Darmerkrankungen, Multiple
Sklerose, Psoriasis, u.a.
Auf das Zusammenspiel von verschiedenen Faktoren
bei der Entstehung von Allergien und Autoimmunkrankheiten
weisen folgende Fachartikel hin: Pedotti R, De Voss JJ,
Steinman L, Galli SJ: Involvement of both 'allergic' and
'autoimmune' mechanisms in EAE, MS and other autoimmune
diseases. Trends
Immunol. 2003;24:479-84 und
Larramendi CH: Food allergy diagnosis: are there any missing
factors? A theoretical approach. Med
Hypothesis 2003;60:731-8.
Man kann bei Mäusen, denen eine Art von Zellen
(Mastozyten) fehlt, die rheumatischen
Gelenkentzündung nicht
hervorrufen. Mastozyten scheiden Histamin
und andere Stoffe (Mediatoren), die eine grosse Rolle bei
Allergien spielen, aus. Dieser
Befund wirft mehrere, für die Therapie wichtige Fragen
auf: Beeinflussen Mastozyten die Entstehung und den Verlauf
auch anderer Autoimmunkrankheiten?
Helfen dabei die üblichen Medikamente gegen Allergien,
Antihistaminika und Mastozyten-Stabilisatoren?
Das
vorübergehende oder dauernde Weglassen
der entsprechenden Lebensmittel hilft, diese krankhaften
Zustände, wenn nicht zu heilen, so doch wesentlich zu
bessern. Betreffend Hinweise auf die Beziehung zwischen
Nahrungsmittelunverträglichkeiten
und Autoimmunkrankheiten s. auch
unsere Seite über Zöliakie.
Welche Lebensmittel
und wie oft diese sich an der Entstehung des Reizdarmes
beteiligen, erfahren Sie unter „Lebensmittel
und Reizdarm“. Diese Angaben gelten ungefähr
auch für andere Unverträglichkeiten.
Wie
sich die «schuldigen» Lebensmittel herausfinden
lassen, finden Sie unter "Behandlung
von Unverträglichkeiten und Allergien
". Möchten
Sie dazu einen Erfahrungsbericht
über Rotation lesen?".
Falls
Sie uns wieder besuchen möchten
(was uns unheimlich freuen würde)
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