Gesund durch Essen
Ernährungsberatung und NAET-Behandlung von Allergien und Unverträglichkeiten
Dr. med. Peter Marko, 
Heinestrasse 26, CH-9008 St.Gallen 
Anmeldung T: 071 250 15 18 Fax: 071 250 15 19 E-mail: Peter.J.Marko@hin.ch


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Letzte Redaktionsänderung 8.4.08

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Wozu NAET, wozu «antiallergische» Ernährung ?

 

Durch Unverträglichkeiten gerät das Immunsystem aus dem Gleichgewicht und produziert Stoffe, die sowohl allergische Reaktionen, Entzündungen, Schmerzen, wie auch Gewichtszunahme fördern können. Manche von ihnen, wie z.B. Histamin, Serotonin dienen auch im zentralen und peripheren Nervensystem als Botschaftsvermittler, sog. Transmitter und Modulatoren. Dies erklärt, warum die Verminderung oder Eliminierung der  Unverträglichkeiten so eine breite positive Wirkung auf viele krankhafte Zustände verschiedener Organsysteme hat. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, hier manche Beispiele:  

 

Nervensystem:

Akute und chronische Angstzustände, Aufmerksamkeitsstörungen, Hyperaktivitätsstörungen, Verhaltensstörungen bei Kindern, Schlafstörungen, Restless legs, chronische Müdigkeit (CFS = chronic fatigue syndrome), MCS (Multple Chemical Sensitivity = Vielfältige Chemische Überempfindlichkeit), Depression, Bettnässen, Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Ohrensausen, Gleichgewichtsstörungen, Essstörungen.  

Die Beobachtung und Erfahrung, dass Allergien und Unverträglichkeiten den psychischen und emotionellen Zustand beeinflussen können (ein bekannter Beispiel Zöliakie), wurde kürzlich bestätigt. Wenn man bei Ratten eine Allergie auf Eieiweiss Ovalbumin erzeugte, wurden sie ängstlicher und in gewissen Hirnbereichen wies man bei ihnen Änderungen nach. Nach der Behandlung verschwanden sowohl die Ängstlichkeit, wie die Änderungen. Es bedeutet nicht, dass sich Allergien und Unverträglichkeiten nur auf Angst auswirken können.

Eine der neurologischen Störungen, die durch Zöliakie verursacht werden können, ist die sog. Ataxie (Gangunsicherheit). Vor Kurzem wurde auch ein Fall von wiederholter Gesichtsnervlähmung beschrieben (Facialisparese),  die erst nach gluteinfreier Ernährung verschwand. Jeder zehnte Schizophreniepatient leidet unter Zöliakie (in der Durchschnittsbevölkerung jeder hundertste). 

Bei dem Kontakt mit dem Weizeneiweiss Gluten produziert die Dünndarmschleimhaut der Zöliakie-Patienten ein Eiweiss, sog. Zonulin, das ihre Durchlässigkeit steigert. Somit gelangt eine noch grössere Menge von Gluten in das Immunsystems des Darmes. Das Zonulin steigert aber auch die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke, was die krankhaften Zeichen der Zöliakie seitens des Nervensystems, vielleicht auch anderer Organe teilweise erklärt.

Atmungsorgane:

Infektanfälligkeit, wiederholter, chronischer Schnupfen, chronische Nasennebenhöhlen-Entzündung (Sinusitis), Mandelnvergrösserung, chronische Ohrentzündung, Ohrsausen, Heiserkeit, Bronchitis, Asthma, zystische Fibrose.  

Augen: 

Saisonale und ganzjährige Bindehautentzündungen, trockene Augen

Verdauungstrakt:

Mundblattern (Aphten), Refluxkrankheit (Sodbrennen), Gastritis (Magenschleimhautentzündung), Magen-Darm-Störungen mit Schmerzen, Verdauungsstörungen (verminderte Aufnahme der Nährstoffe), Stuhlunregelmässigkeiten sowohl mit Durchfällen wie Verstopfungen, Blähungen, Reizdarm, Zöliakie, Laktoseintoleranz, chronische Darmentzündungen (M. Crohn, Colitis ulcerosa), Primäre Billiäre Zirrhose.  

Herz und Gefässe:

Herzschwäche und Raynaud Syndrom (Durchblutungsstörungen)

Bewegungssystem:

Gelenkentzündung - Rheuma, Gelenkbeschwerden, Fibromyalgie, Schwellungen.

Haut:

Akne (Bibeli), Juckreiz (Nesselfieber, Urtikaria), Lichen planus und ruber, Neurodermitis, Ekzeme, Mastozytose, Rosazea,  Periorale Dermatitis, Schuppenflechte (Psoriasis), vermehrte Verhornung (Hyperkeratose).

Harn- und Geschlechtsorgane:

Wiederholende und chronische bakterielle, virale und Pilzentzündungen der Blase, Harnröhre, Prostata und Scheide; Intersticiale Zystitis, immunologische Nierenentzündungen (Nephritiden und Nephrosen), Reizblase, sexuelle Probleme.

Gewichtsprobleme:

 Über- und Untergewicht, Esstörungen.

Polychemische Sensitivität (PCS)

Autoimmunkrankheiten:  

Rheumatische Arthritis, Entzündliche Darmerkrankungen, Multiple Sklerose, Psoriasis, u.a.

Auf das Zusammenspiel von verschiedenen Faktoren bei der Entstehung von Allergien und Autoimmunkrankheiten weisen folgende Fachartikel hin: Pedotti R, De Voss JJ, Steinman L, Galli SJ: Involvement of both 'allergic' and 'autoimmune' mechanisms in EAE, MS and other autoimmune diseases. Trends Immunol. 2003;24:479-84 und Larramendi CH: Food allergy diagnosis: are there any missing factors? A theoretical approach. Med Hypothesis 2003;60:731-8.

Man kann bei Mäusen, denen eine Art von Zellen (Mastozyten) fehlt, die rheumatischen Gelenkentzündung nicht hervorrufen. Mastozyten scheiden Histamin und andere Stoffe (Mediatoren), die eine grosse Rolle bei Allergien spielen, aus. Dieser Befund wirft mehrere, für die Therapie wichtige Fragen auf: Beeinflussen Mastozyten die Entstehung und den Verlauf auch anderer Autoimmunkrankheiten? Helfen dabei die üblichen Medikamente gegen Allergien, Antihistaminika und Mastozyten-Stabilisatoren?

Das vorübergehende oder dauernde Weglassen der entsprechenden Lebensmittel hilft, diese krankhaften Zustände, wenn nicht zu heilen, so doch wesentlich zu bessern. Betreffend Hinweise auf die Beziehung zwischen Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Autoimmunkrankheiten s. auch unsere Seite über Zöliakie.  

Welche Lebensmittel und wie oft diese sich an der Entstehung des Reizdarmes beteiligen, erfahren Sie unter „Lebensmittel und Reizdarm“. Diese Angaben gelten ungefähr auch für andere Unverträglichkeiten.

Wie sich die «schuldigen» Lebensmittel herausfinden lassen, finden Sie unter "Behandlung von Unverträglichkeiten und Allergien  ". Möchten Sie dazu einen Erfahrungsbericht über Rotation lesen?".

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(was uns unheimlich freuen würde)

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