Gesund durch Essen
Ernährungsberatung und NAET-Behandlung von Allergien und Unverträglichkeiten
Dr. med. Peter Marko, 
Heinestrasse 26, CH-9008 St.Gallen 
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Letzte redaktionelle Änderung 10.12.05

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Letzte Redaktionsänderung 17.8.2003

 

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Seit Millionen von Jahren haben Menschen gelernt, sich mit dem wiederholenden Hungern auseinander zu setzen. Wir werden jetzt zum ersten Mal mit Überfluss konfrontiert; wir müssen lernen, wie mit ihm umzugehen, da wir deswegen unter Stoffwechselstörungen und Krankheiten leiden.
Das Ziel der modernen Gesellschaft sollte sein, Lebensstile zu entwickeln, die die Entwicklung von Fettleibigkeit erschweren, sonst wird sich die gegenwärtige Epidemie von Übergewicht verbreiten, bis es zur Norm wird.
 

Forbes GB: N Engl J Med 2003;349(6):619

Geschmack - Wie er entsteht, wie verändert man ihn?

 


Unser Geschmack entwickelt sich bereits im Mutterleib.

Bereits im Mutterleib übertragen sich Geruch und Geschmack der Speisen, welche die Mutter konsumiert, auf das Kind. Wahrscheinlich verbinden sich Geruchs- und Geschmacksempfinden mit den Erlebnissen des Kindes. Immer wenn es sich wohlfühlt, wird es auch den ihn umgebenden Geruch und Geschmack angenehm empfinden. Zwar bevorzugt das Kleinkind leicht süssliche Geschmacksrichtungen und meidet saure, zu salzige oder bittere Speisen*, es ist aber sonst weitgehend unvoreingenommen. Deswegen verwundert es nicht, dass Kleinkinder ihren Kot in den Mund nehmen und zu verspeisen versuchen. Den Ekel bringen ihm erst seine Erzieher bei.


Geruchs- und Geschmacksempfinden sind kultur- und familienbedingt.

Bald beginnt das Kind sich nach erwachsener Art zu ernähren. Diese jedoch unterscheidet sich in den verschiedenen Erdteilen und Kulturen wesentlich. (Es ist gut zu wissen, dass sich weniger als ein Drittel der Menschheit nach unserer westlichen Weise ernährt!). Wenn wir in Vietnam aufgewachsen wären, würden wir Würmer, Ratten oder Heuschrecken wie Köstlichkeiten mit Lust essen. Wenn sie nicht auf unserer Speisekarte stehen, so hängt dies weder mit ihrem Geschmack noch mit ihrem Nährwert (kann u.U. höher als bei unseren Speisen sein) zusammen, vielmehr damit, dass bei uns zu wenige und zu dünne Würmer vorkommen, sodass man für das Sammeln einer Mahlzeit mehr Energie verbrauchen würde, als sie enthielte.

Geruchs- und Geschmacksempfinden sind also kultur- und familienbedingt und schwierig zu ändern. Wir hängen sehr daran, was und wie unsere Mutter gekocht hat. Eher kulturelle als individuelle Einflüsse verändern unser Essverhalten. Chinesische Restaurants oder McDonalds haben heute einen grösseren Einfluss auf unsere Essgewohnheiten als der Rat eines Freundes oder Arztes aus gesundheitlichen Gründen.

Das Geruchs- und Geschmacksempfinden zu ändern, ist möglich!

Unsere Neugier, unsere Lust nach Neuem, Unbekanntem, manchmal auch Notwendigem kann eine Esstradition auch verändern. Nach einer gewissen Zeit können wir uns an neue Speisen und deren Geschmack gewöhnen, sie sogar besonders mögen, auch wenn wir gelegentlich gern zu den alten, gewohnten Speisen zurückkehren. Manche Menschen sind (auch) in diesem Bereich anpassungsfähiger als andere.

Hier können Sie Ihren BMI (Body Mass Index) ausrechnen.

Möchten Sie einen Erfahrungsbericht über Geschmacksänderung lesen?

Möchten Sie erfahren, was ein richtiges Luxusessen ist?

* Mit der Zeit haben wir besonders gerne Kombinationen von Eiweiss und Salz (Fleischwaren) sowie Süsses und Fett (Kuchen, Torten, Schokolade), was auch die Industrie gezielt nutzt.

Falls Sie uns wieder besuchen möchten
(was uns unheimlich freuen würde)

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