|
Letzte redaktionelle Änderung 10.12.05
Unsere
ganze Homepage können Sie hier nach Worten
und Begriffen durchsuchen.
Letzte Redaktionsänderung 17.8.2003
Unsere
ganze Homepage können Sie hier nach Worten
und Begriffen durchsuchen.
Seit Millionen von Jahren haben Menschen
gelernt, sich mit dem wiederholenden Hungern auseinander zu setzen.
Wir werden jetzt zum ersten Mal mit Überfluss konfrontiert; wir müssen
lernen, wie mit ihm umzugehen, da wir deswegen unter Stoffwechselstörungen
und Krankheiten leiden.
Das Ziel der modernen Gesellschaft sollte sein, Lebensstile
zu entwickeln, die die Entwicklung von Fettleibigkeit erschweren,
sonst wird sich die gegenwärtige Epidemie von Übergewicht
verbreiten, bis es zur Norm wird.
Forbes GB: N
Engl
J Med 2003;349(6):619
Geschmack
- Wie er entsteht, wie verändert man ihn?
 
Unser Geschmack entwickelt sich bereits im
Mutterleib.
Bereits im Mutterleib übertragen
sich Geruch und Geschmack der Speisen, welche die Mutter konsumiert,
auf das Kind. Wahrscheinlich verbinden sich Geruchs- und
Geschmacksempfinden mit den Erlebnissen des Kindes. Immer wenn es
sich wohlfühlt, wird es auch den ihn umgebenden Geruch und
Geschmack angenehm empfinden. Zwar bevorzugt das Kleinkind leicht süssliche
Geschmacksrichtungen und meidet saure, zu salzige oder bittere
Speisen*, es ist aber sonst weitgehend unvoreingenommen. Deswegen
verwundert es nicht, dass Kleinkinder ihren Kot in den Mund nehmen
und zu verspeisen versuchen. Den Ekel bringen ihm erst seine
Erzieher bei.
Geruchs- und Geschmacksempfinden sind kultur- und
familienbedingt.
Bald beginnt das Kind sich nach
erwachsener Art zu ernähren. Diese jedoch unterscheidet sich in den
verschiedenen Erdteilen und Kulturen wesentlich. (Es ist gut zu
wissen, dass sich weniger als ein Drittel der Menschheit nach
unserer westlichen Weise ernährt!). Wenn wir in Vietnam
aufgewachsen wären, würden wir Würmer, Ratten oder Heuschrecken
wie Köstlichkeiten mit Lust essen. Wenn sie nicht auf unserer
Speisekarte stehen, so hängt dies weder mit ihrem Geschmack noch
mit ihrem Nährwert (kann u.U. höher als bei unseren Speisen sein)
zusammen, vielmehr damit, dass bei uns zu wenige und zu dünne Würmer
vorkommen, sodass man für das Sammeln einer Mahlzeit mehr Energie
verbrauchen würde, als sie enthielte.
Geruchs- und Geschmacksempfinden sind
also kultur- und familienbedingt und schwierig zu ändern. Wir hängen
sehr daran, was und wie unsere Mutter gekocht hat. Eher kulturelle
als individuelle Einflüsse verändern unser Essverhalten.
Chinesische Restaurants oder McDonalds haben heute einen grösseren
Einfluss auf unsere Essgewohnheiten als der Rat eines Freundes oder
Arztes aus gesundheitlichen Gründen.
Das Geruchs- und
Geschmacksempfinden zu ändern, ist möglich!
Unsere Neugier, unsere Lust nach
Neuem, Unbekanntem, manchmal auch Notwendigem kann eine Esstradition
auch verändern. Nach einer gewissen Zeit können wir uns an neue
Speisen und deren Geschmack gewöhnen, sie sogar besonders mögen,
auch wenn wir gelegentlich gern zu den alten, gewohnten Speisen zurückkehren.
Manche Menschen sind (auch) in diesem Bereich anpassungsfähiger als
andere.
Hier können
Sie Ihren BMI (Body Mass Index) ausrechnen.
Möchten Sie einen Erfahrungsbericht
über Geschmacksänderung lesen?
Möchten Sie erfahren, was ein
richtiges Luxusessen ist?
* Mit der Zeit haben wir besonders gerne
Kombinationen von Eiweiss und Salz (Fleischwaren) sowie Süsses und
Fett (Kuchen, Torten, Schokolade), was auch die Industrie gezielt
nutzt.
Falls
Sie uns wieder besuchen möchten
(was uns unheimlich freuen würde)
Nach oben
|