Gesund durch Essen
Ernährungsberatung und NAET-Behandlung von Allergien und Unverträglichkeiten
Dr. med. Peter Marko, 
Heinestrasse 26, CH-9008 St.Gallen 
Anmeldung T: 071 250 15 18 Fax: 071 250 15 19 E-mail: Peter.J.Marko@hin.ch


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Letzte redaktionelle Änderung 18.4.2008



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Wie viel Flüssigkeit sollen wir trinken?

 

Die benötigte Flüssigkeitsmenge ist abhängig von:

  • der Art der Ernährung. Je mehr Fleisch, Käse (beide eiweissreich und ohne Salz nicht schmackhaft) und Salz wir zu uns nehmen, desto mehr Flüssigkeit sollten wir trinken. Je mehr Salat, Gemüse und Obst wir essen, desto weniger müssen wir trinken. Denn diese Nahrungsmittel enthalten viel Wasser und wenig Eiweiss sowie Kochsalz. Ein Fleischesser braucht über 2,0 l, einem Vegetarier reichen 1 - 1,5 l Flüssigkeit pro Tag!

  • der Menge der Schweissabsonderung.

  • der Art der Getränke. Je mehr kochsalzhaltiges Mineralwasser und Alkohol wir trinken, desto grössere Mengen von Flüssigkeit brauchen wir.

Wie können wir die richtige Trinkmenge ermitteln?

Einfach und nicht ganz genau, wenn man das Gewicht in kg durch 30 multipliziert, d.h. ein 60 kg schwerer Mensch soll 1800 ml = 1,8 L Flüssigkeit trinken. Genauer ist es, wenn man die eingenommenen Kalorien berücksichtigt und 1 ml pro 1 Kalorien trinkt, d.h. bei 2500 Kalorien 2500 ml = 2,5 L . Man muss die Kalorien nicht zählen, nur beim üppigen Essen entsprechend mehr trinken.

Ganz genau ist es auf Grund des spezifischen Gewichtes vom Urin möglich. Das soll bei 1,010 liegen. Man kann es mit Stäbchen (wie bei Diabetes) kontrollieren. Die Stäbchen können Sie in den ärztlichen Praxen oder Apotheken beziehen, 100 Stäbchen (für 200 Untersuchungen, leider sind keine kleineren Packungen erhältlich) kosten ca. 140 Franken. Die Krankenkassen vergüten sie nicht. Üblicherweise ist es jedoch nicht nötig so genau zu kontrollieren.


Wie oft sollen wir trinken?

Möglichst regelmässig über Tag und Nacht verteilt, mehr (alle 1 bis 1,5 Stunden) nach einem eiweissreichen Fleisch- oder Käseessen und selbstverständlich bei und nach körperlicher schweisstreibender Tätigkeit. Wenn wir erwachen, auch gegen Morgen (4 bis 6 Uhr).


Wann sollen wir trinken

Wenn wir kurz vor, während und unmittelbar nach grösseren Mahlzeiten trinken, verdünnen wir den Verdauungssaft im Magen, bestehend aus Magensäure und Verdauungsfermenten (Chymotrypsin und Trypsin für die Verdauung von Eiweiss, Lipase für die von Fetten und Amylase aus Speichel für die von Kohlenhydraten) und damit erschweren und vermindern wir die Verdauung. Deswegen ist es am besten, eine grössere Menge Flüssigkeit (mehr als 1/2 dl) zu den kleinen Zwischenmahlzeiten, bis zu einer halbe Stunde vor und frühestens eine Stunde nach grösseren Mahlzeiten einzunehmen.


Was sollen wir trinken

Naheliegend wäre, und als Anhänger von ursprünglichen Naturlösungen würden wir es nur zu gerne tun, zu sagen, Leitungs-, Brunnen- oder Quellenwasser. Aus diesen drei Möglichkeiten kommt aus praktischen Gründen für die überwiegende Mehrzahl von uns nur das Leitungswasser in Frage. Das hat in verschiedenen Lokalitäten jedoch unterschiedliche Zusammensetzung und ist damit mancherorts nur bedingt zum Trinken geeignet. Das gilt dann selbstverständlich auch für Tee und Kaffee, die wir mit dem jeweiligen Wasser zubereiten. (Ausserdem weiss jeder passionierter Biertrinker, wie wichtig die Qualität des Wassers für den Geschmack des Bieres ist, was auch für Tee und Kaffee zutrifft.) Deswegen trinken wir zunehmend mehr Mineralwasser, das man ohne Kohlensäure auch für das Zubereiten von Tee und Kaffee benützen kann.

Die empfohlenen fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag zu essen, fällt vielen Menschen schwer. Da verwundert es nicht, dass sogenannte Smoothies im Trend sind - kleine appetitliche Fläschchen mit pürierten Früchten für den Hunger beziehungsweise Durst zwischendurch. Den regelmäßigen Biss in frische Äpfel oder Bananen ersetzen die Drinks aber nicht. «Viele wichtige pflanzliche Inhaltsstoffe sind in Smoothies nicht enthalten», sagt Sabine Schmid, Ernährungswissenschaftlerin beim Deutschen Grünen Kreuz in Marburg. Dies liegt unter anderem daran, dass Smoothies vor ihrer Abfüllung erhitzt werden, Vitamine gehen dadurch verloren. Zudem werden die Früchte ohne Schale püriert. Das macht den Smoothie zwar in der Konsistenz feiner, entzieht ihm aber wichtige sekundäre Pflanzen- und Ballaststoffe. Dadurch sind Smoothies in der Regel nicht gesünder als herkömmliche Frucht- und Gemüsesäfte. Vergleichsweise hoch ist der Kaloriengehalt der Smoothies. Er wird häufig unterschätzt, weil sich aufgrund der fehlenden Ballaststoffe nicht so rasch ein Sättigungsgefühl einstellt wie beim Verzehr von frischem Obst. «Deshalb sind Smoothies auch keine Durstlöscher. Aber mal ab und zu einer ist völlig in Ordnung», betont Schmid. Am gesündesten seien Produkte ohne Zuckerzusatz, Konservierungs- und Farbstoffe (netdoktor).

Welche Bedeutung hat die richtige Trinkmenge?


Der Körper besteht vorwiegend aus Wasser. Der Mensch erträgt weder zu wenig noch zu viel Wasser. Das Gefühl für zu wenig ist der Durst und im allgemeinen können wir uns auf ihn verlassen. Ältere Menschen spüren eher weniger Durst. Für zu viel Wasser haben wir aus verschiedenen Gründen kein Gefühl. Wenn es wirklich zu viel ist und eine Wasservergiftung (!) droht, beginnt uns übel zu werden. So weit kommt es praktisch nie, da unsere Nieren schnell viel Wasser ausscheiden können. Die Nieren haben die Fähigkeit, den Urin je nach Bedarf zu konzentrieren.

Von der gesamten Flüssigkeitsmenge, welche die beiden Nieren durchfliesst, werden normalerweise nur ungefähr 2% ausgeschieden. Die Niere funktioniert am besten, wenn der Urin ein spezifisches Gewicht von 1,010 hat. Wenn der Wert höher oder tiefer liegt, muss sie sich mehr anstrengen. Bei tieferem Wert muss das Herz unnötig viel Blut durch die Niere pumpen. Kurzfristige Abweichungen sind unvermeidbar und schadlos - dafür sind die Nieren eingerichtet. Dauernd zu wenig oder zu viel zu trinken jedoch ist schädlich!

Wenn man zu wenig trinkt oder zu viel Salz (und Eiweiss) konsumiert, wird im Gehirn ein Hormon vermehrt produziert, das die Ausscheidung von Wasser hemmt, das sog. Antidiuretisches Hormon (ADH). Dieses Hormon verengt gleichzeitig die Gefässe und erhöht den Blutdruck. Man nennt es deswegen auch Vasopressin. Es scheint, dass es eine grössere Rolle für die Entstehung des hohen Blutdruckes spielt, als wir bisher angenommen haben. Ein Grund mehr, nicht nur genug zu trinken sondern auch weniger zu salzen und weniger Fleisch und Käse zu essen!

Nach neueren Erkenntnissen sollen gesunde (nicht Herzkranke) jüngere Menschen so viel trinken, dass sie über 2 Liter Urin pro Tag ausscheiden: Man beugt so der Gefahr von Blasenkrebs vor, da die schädlichen krebserzeugenden Stoffe im Urin verdünnt werden und weniger lange und stark in der Blase wirken können. Ältere Menschen sollen mit zu grossen Trinkmengen vorsichtig sein, damit sie ihr Herz nicht mit zu viel Flüssigkeit belasten.

Weitere verwandte Themen "Wasser", "Mineralwasser", "Tee und Kaffee", "Ernährung während der heissen Sommertage".

*Destilliertes Wasser bekommt man, wenn man Wasser kocht und die Dämpfe kühlt. Es kondensiert fast ganz reines Wasser. Wiederholt man den Vorgang, verringert man noch mehr die Zusätze.
Das demineralisierte Wasser entsteht beim Durchgang des Wassers durch Ionenaustauscher, wie es z. B. bei den Heizungen zur Entkalkung geschieht. Das demineralisierte Wasser ist weniger rein als das Destillierte.

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