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Wie viel
Flüssigkeit sollen wir trinken?

Die benötigte Flüssigkeitsmenge
ist abhängig von:
-
der
Art der Ernährung. Je mehr Fleisch, Käse
(beide eiweissreich und ohne Salz nicht schmackhaft) und Salz
wir zu uns nehmen, desto mehr Flüssigkeit sollten wir
trinken. Je mehr Salat, Gemüse und Obst
wir essen, desto weniger müssen wir trinken. Denn diese
Nahrungsmittel enthalten viel Wasser und wenig Eiweiss sowie
Kochsalz. Ein Fleischesser braucht über 2,0 l, einem Vegetarier
reichen 1 - 1,5 l Flüssigkeit pro Tag!
-
der
Menge der Schweissabsonderung.
-
der Art der Getränke. Je mehr kochsalzhaltiges
Mineralwasser und Alkohol wir trinken, desto grössere
Mengen von Flüssigkeit brauchen wir.
Wie können wir die richtige
Trinkmenge ermitteln?
Einfach und nicht ganz genau, wenn
man das Gewicht in kg durch 30 multipliziert, d.h. ein 60 kg
schwerer Mensch soll 1800 ml = 1,8 L Flüssigkeit trinken. Genauer
ist es, wenn man die eingenommenen Kalorien berücksichtigt und 1 ml
pro 1 Kalorien trinkt, d.h. bei 2500 Kalorien 2500 ml = 2,5 L . Man
muss die Kalorien nicht zählen, nur beim üppigen Essen
entsprechend mehr trinken.
Ganz genau ist es auf Grund des
spezifischen Gewichtes vom Urin möglich. Das soll bei 1,010 liegen.
Man kann es mit Stäbchen (wie bei Diabetes) kontrollieren. Die Stäbchen
können Sie in den ärztlichen Praxen oder Apotheken beziehen, 100
Stäbchen (für 200 Untersuchungen, leider sind keine kleineren
Packungen erhältlich) kosten ca. 140 Franken. Die Krankenkassen
vergüten sie nicht. Üblicherweise ist es jedoch nicht nötig so
genau zu kontrollieren.
Wie oft sollen wir trinken?
Möglichst regelmässig über Tag und
Nacht verteilt, mehr (alle 1 bis 1,5 Stunden) nach einem
eiweissreichen Fleisch- oder Käseessen und selbstverständlich bei
und nach körperlicher schweisstreibender Tätigkeit. Wenn wir
erwachen, auch gegen Morgen (4 bis 6 Uhr).
Wann sollen wir trinken
Wenn wir kurz vor, während und
unmittelbar nach grösseren Mahlzeiten trinken, verdünnen wir den
Verdauungssaft im Magen, bestehend aus Magensäure und
Verdauungsfermenten (Chymotrypsin und Trypsin für die Verdauung von
Eiweiss, Lipase für die von Fetten und Amylase aus Speichel für
die von Kohlenhydraten) und damit erschweren und vermindern wir die
Verdauung. Deswegen ist es am besten, eine grössere Menge Flüssigkeit
(mehr als 1/2 dl) zu den kleinen Zwischenmahlzeiten, bis zu einer
halbe Stunde vor und frühestens eine Stunde nach grösseren
Mahlzeiten einzunehmen.
Was sollen wir trinken
Naheliegend wäre, und als Anhänger
von ursprünglichen Naturlösungen würden wir es nur zu gerne tun,
zu sagen, Leitungs-, Brunnen- oder Quellenwasser. Aus diesen drei Möglichkeiten
kommt aus praktischen Gründen für die überwiegende Mehrzahl von
uns nur das Leitungswasser in Frage. Das hat in verschiedenen
Lokalitäten jedoch unterschiedliche
Zusammensetzung und ist damit mancherorts nur bedingt zum
Trinken geeignet. Das gilt dann selbstverständlich auch für Tee
und Kaffee, die wir mit dem jeweiligen Wasser zubereiten. (Ausserdem
weiss jeder passionierter Biertrinker, wie wichtig die Qualität
des Wassers für den Geschmack des Bieres ist, was auch für Tee
und Kaffee zutrifft.) Deswegen trinken wir zunehmend mehr Mineralwasser,
das man ohne Kohlensäure auch für das Zubereiten von Tee
und Kaffee benützen kann.
Die
empfohlenen fünf Portionen Obst
und Gemüse
am Tag zu essen, fällt vielen Menschen
schwer. Da verwundert es nicht, dass sogenannte Smoothies im Trend
sind - kleine appetitliche Fläschchen mit pürierten Früchten für
den Hunger beziehungsweise Durst zwischendurch. Den regelmäßigen
Biss in frische Äpfel oder Bananen ersetzen die Drinks aber nicht.
«Viele wichtige pflanzliche Inhaltsstoffe sind in Smoothies nicht
enthalten», sagt Sabine Schmid, Ernährungswissenschaftlerin beim
Deutschen Grünen Kreuz in Marburg. Dies liegt unter anderem daran,
dass Smoothies vor ihrer Abfüllung erhitzt werden, Vitamine gehen
dadurch verloren. Zudem werden die Früchte ohne Schale püriert.
Das macht den Smoothie zwar in der Konsistenz feiner, entzieht ihm
aber wichtige sekundäre Pflanzen- und
Ballaststoffe. Dadurch sind Smoothies in der Regel nicht gesünder
als herkömmliche Frucht- und Gemüsesäfte. Vergleichsweise hoch
ist der Kaloriengehalt
der Smoothies. Er wird häufig unterschätzt,
weil sich aufgrund der fehlenden Ballaststoffe nicht so rasch ein Sättigungsgefühl
einstellt wie beim Verzehr von frischem Obst. «Deshalb sind
Smoothies auch keine Durstlöscher. Aber
mal ab und zu einer ist völlig in Ordnung», betont Schmid. Am gesündesten
seien Produkte ohne Zuckerzusatz, Konservierungs- und Farbstoffe (netdoktor).
Welche Bedeutung hat die
richtige Trinkmenge?
Der Körper besteht vorwiegend aus Wasser. Der Mensch erträgt
weder zu wenig noch zu viel Wasser. Das Gefühl für zu wenig ist
der Durst und im allgemeinen können wir uns auf ihn verlassen. Ältere
Menschen spüren eher weniger Durst. Für zu viel Wasser haben wir
aus verschiedenen Gründen kein Gefühl. Wenn es wirklich zu viel
ist und eine Wasservergiftung (!) droht, beginnt uns übel zu
werden. So weit kommt es praktisch nie, da unsere Nieren schnell
viel Wasser ausscheiden können. Die Nieren haben die Fähigkeit,
den Urin je nach Bedarf zu konzentrieren.
Von der gesamten Flüssigkeitsmenge,
welche die beiden Nieren durchfliesst, werden normalerweise nur
ungefähr 2% ausgeschieden. Die Niere funktioniert am besten, wenn
der Urin ein spezifisches Gewicht von 1,010 hat. Wenn der Wert höher
oder tiefer liegt, muss sie sich mehr anstrengen. Bei tieferem Wert
muss das Herz unnötig viel Blut durch die Niere pumpen.
Kurzfristige Abweichungen sind unvermeidbar und schadlos - dafür
sind die Nieren eingerichtet. Dauernd zu wenig oder zu viel zu
trinken jedoch ist schädlich!
Wenn man zu wenig
trinkt oder zu viel Salz (und Eiweiss)
konsumiert, wird im Gehirn ein Hormon vermehrt produziert, das die
Ausscheidung von Wasser hemmt, das sog. Antidiuretisches Hormon (ADH).
Dieses Hormon verengt gleichzeitig die Gefässe und erhöht den
Blutdruck. Man nennt es deswegen auch Vasopressin. Es scheint, dass
es eine grössere Rolle für die Entstehung des hohen Blutdruckes
spielt, als wir bisher angenommen haben. Ein Grund mehr, nicht nur
genug zu trinken sondern auch weniger zu salzen und weniger Fleisch
und Käse zu essen!
Nach neueren Erkenntnissen sollen
gesunde (nicht Herzkranke) jüngere Menschen so viel trinken, dass
sie über 2 Liter Urin pro Tag ausscheiden: Man beugt so der Gefahr
von Blasenkrebs vor, da die schädlichen krebserzeugenden Stoffe im
Urin verdünnt werden und weniger lange und stark in der Blase
wirken können. Ältere Menschen sollen mit zu grossen Trinkmengen
vorsichtig sein, damit sie ihr Herz nicht mit zu viel Flüssigkeit
belasten.
Weitere verwandte Themen "Wasser",
"Mineralwasser", "Tee
und Kaffee", "Ernährung während
der heissen Sommertage".
*Destilliertes Wasser bekommt man,
wenn man Wasser kocht und die Dämpfe kühlt. Es kondensiert fast
ganz reines Wasser. Wiederholt man den Vorgang, verringert man noch
mehr die Zusätze.
Das demineralisierte Wasser entsteht beim Durchgang des Wassers
durch Ionenaustauscher, wie es z. B. bei den Heizungen zur
Entkalkung geschieht. Das demineralisierte Wasser ist weniger rein
als das Destillierte.
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