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Letzte redaktionelle Änderung 20.10.2009
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Basen in der
Ernährung
(Mehr über
Säure-Basen Haushalt hier.)
Wichtige Basen für den Körper sind: Natrium, Kalium, Kalzium
und Magnesium. Natrium
findet sich vor allem in der Flüssigkeit zwischen den Zellen und im
Blut. Das Kalium dagegen ist die Base des Zellinneren.
Mit unserer «raffinierten»
Wohlstandsernährung haben wir zu
wenig Kalium und Magnesium in der Ernährung. Wir konsumieren
ausserdem zu grosse Mengen säurebildender Stoffe (siehe Schwefel
in der Ernährung, Phosphor
in der Ernährung), die in den Zellen
bei Kalium-Mangel ungenügend ausgeglichen werden. Beim Kochen von
Gemüse in viel Wasser und beim Raffinieren von Getreide und Reis
gehen Kalium, Magnesium und auch andere wichtige Stoffe verloren. So
entsteht eine dauernde, zur Säure hin verschobene Stoffwechsellage,
die zahlreiche Krankheiten
begünstigt.
 
Den Problemen des Natriums
widmen wir eine spezielle Seite und diejenigen des Kaliums und
Calciums beschreiben wir auf den Seiten über Säure-Basen-Haushalt,
Knochen und Osteoporose.
Magnesium ist mengenmässig nach Natrium, Kalium und
Calcium das vierte Mineral. Nach der chemischen Reaktivität
(Valenz) kommt es jedoch noch vor Calcium, vergleichbar mit
ungefähr der Hälfte derjenigen des Kaliums oder Natriums. Die
besten Quellen des Magnesiums sind pflanzliche Nahrungsmittel. In
den grünen Teilen der Pflanzen dient es als Bestandteil des
Chlorophylls zur Umwandlung der Sonnenenergie in chemische
Substanzen (Photosynthese). Chlorophyll ist chemisch ähnlich
dem Hämoglobin. Es enthält statt Eisen eben Magnesium.
 
Chlorophyll
Hämoglobin
Essen wir wenig Gemüse, Salat und
Obst, bekommen
wir ungenügend Magnesium. Man kann damit rechnen, dass ein
Grossteil der Bevölkerung in Industrieländern den täglichen
Bedarf an Magnesium (ca. 420 mg Männer, 320 mg Frauen) ungenügend
deckt. Magnesium wird schnell und gut vom Dünndarm aufgenommen
(20-40%), aber auch fast dieselbe Menge im Urin ausgeschieden. Die
aufgenommene Menge ist bei Mangel grösser. Sie entspricht jedoch
nicht linear der Zufuhr. Der Rest wird im Stuhl ausgeschieden. Je
mehr Magnesium wir (zusätzlich) einnehmen, desto mehr bleibt im
Darm und hat eine abführende Wirkung, weil es das Wasser bindet und
den Stuhl verflüssigt. Der Haushalt von Magnesium ist weniger
erforscht als derjenige des Calciums und so wissen wir noch nicht,
wie er reguliert wird, welcher Anteil jeweils im Körper bleibt und
welcher im Urin und im Stuhl ausgeschieden wird. Eins ist klar, dass
kleinere Mengen über den Tag verteilt, wie bei der Nahrung, besser
verwertet werden als eine grosse Menge auf einmal. Deswegen sollten
eigentlich die Magnesiumzusätze in einer sog. retardierten Form
eingenommen werden, die aber leider von der Industrie nicht
angeboten werden.
Bei einer Nierenschwäche wird nebst Kalium auch
weniger Magnesium im Urin ausgeschieden. Die Bedrohung ist aber
nicht so stark wie mit Kalium, weil Magnesium dann vermehrt im Stuhl
bleibt. Harntreibende Medikamente (Diuretika) und Alkohol führen zu
vermehrtem Verlust von Magnesium.
Ungefähr 60% Magnesiums befindet sich in den
Knochen, 30% in den Muskeln, nur 1% im Blut und in der Flüssigkeit
zwischen den Zellen, der Rest in den Zellen der anderen Organe.
Magnesium ist wichtig für die Aktivität von mehr als 300 Enzymen
im Stoffwechsel und in der Energieproduktion. Magnesiummangel
beteiligt sich an der Entstehung und verschlechtert den Verlauf
vieler Krankheiten, wie hoher Blutdruck (Hypertonie),
Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche, Gefässkrankheiten und
ihre Folgen, Epilepsie, Schwangerschaftvergiftung (Eklampsie), Allergien, chronische Entzündung,
Autoimmunkrankheiten,
Zuckerkrankheit, Fettstoffwechselstörungen, Nierenschwäche und
Nierensteine, Knochenschwäche (Osteoporose), Muskelkrämpfe, usw.
Leider berücksichtigen Ärzte im Allgemeinen noch zu wenig den
Mangel an Mineralien und Vitaminen als Mitverursacher verschiedener
Krankheiten. Die sog. Orthomolekulare Medizin beschäftigt sich
jedoch intensiv damit.
Wie kann man feststellen, dass man
Magnesium braucht, unter Magnesiummangel leidet?
Die einfache, übliche Bestimmung von Magnesium im
Blut ist leider eine nicht sehr empfindliche Methode. Erst ein
massiver Mangel verursacht verminderte Werte. Empfindlicher,
zuverlässiger ist die Bestimmung der Urinausscheidung, am Besten im
gesamten Urin eines durchschnittlichen Tages ohne
Magnesiumzusätzen. Man muss aber dabei auch die Ausscheidung von
Kalium, Natrium und Calcium berücksichtigen, was eine gewisse
Erfahrung verlangt.
Nicht selten nimmt man Magnesium bei Beschwerden,
vor allem Muskelkrämpfen, „blind", ohne vorherige
Bestimmung. Bei normaler Nierenfunktion,
wenn man es nicht monatelang praktiziert, gibt es kaum Gefahr der
Überdosierung. Hilft es jedoch nach 1-2 Wochen nicht, gilt es, eine
andere (Mit-) Ursache für die Beschwerden zu suchen, z.B. Kalium-,
Calcium- und/oder Chloridmangel.
Es droht noch eine Gefahr, wenn man unkontrolliert
langfristig Magnesiumpräparate einnimmt: Magnesium konkurriert bei
der Aufnahme mit Calcium und Mangan, sodass diesbezüglich Mangel
entstehen kann.

Was hilft gegen Magnesiummangel?
1. Eine magnesiumreiche Nahrung, d.h.
mit viel Gemüse, Obst, Nüssen und
Vollkorngetreide.
2. Schonendes Kochen des Gemüses
möglichst über Dampf, damit nicht viel verloren geht.
3. Wenig salzen, weil mit Kochsalz nicht
nur Calcium und Kalium, sondern auch Magnesium in der Niere vermehrt
ausgeschieden wird.
4. Wenn das nicht ausreicht, organische Salze von Magnesium in einer
nicht zu grossen Dosis einmal täglich*
mit dem Essen zusätzlich nehmen.
* Ausnahme bei akuten Beschwerden kann man Magnesium für kurze Zeit
auch mehrmals pro Tag nehmen.
Falls Sie
uns wieder besuchen möchten (was
uns unheimlich freuen würde)
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